Google Panda straft Preissuchmaschinen ab

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Google Panda straft Preissuchmaschinen ab

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Der Suchmaschinen-Primus Google hat sein im Februar in den USA eingeführtes „Panda“-Update jetzt auch in Deutschland zum Einsatz gebracht. Mit der Maßnahme will die Suchmaschine ihren Nutzern künftig hochwertigere Suchtreffer liefern. Google-Aussagen zufolge sind hierzulande rund sechs bis neun Prozent der Suchanfragen betroffen. Beim Panda-Update für die USA und andere englischsprachige Websites waren dies fast zwölf Prozent der Suchanfragen.


Wie in den USA sind auch in Deutschland neben Content-Farmen, Meta-Job-Börsen und Personensuchmaschinen vor allem Preisvergleichsdienste von den Abstufungen im Ranking besonders stark betroffen. Eine aktuelle Auswertung des Search-Analytics-Software-Entwicklers Searchmetrics zeigt, dass von den 25 Webseiten, die in Deutschland nach dem Panda-Update am stärksten an Sichtbarkeit bei Google verloren, allein fünf Preisportale waren.


Das Unternehmen misst die Sichtbarkeit von Unternehmen im Google-Index anhand eines eigenen Organic Performance Index (OPI). Dazu beobachtet Searchmetrics kontinuierlich ein Portfolio an Keywords auf Google.de und analysiert die Suchergebnisseiten für diese Keywords. Der OPI setzt sich zusammen aus dem Suchvolumen (also wie oft Leute nach dem Suchbegriff oder der Phrase suchen), wie oft und auf welcher Position eine Domain für diesen Suchbegriff in den Google-Suchergebnisseiten erscheint, sowie einem statistischen Wert für diese Traffic-Vermittlung.


Schonzeit nicht genutzt: Deutsche Töchter von US-Verlierern im Minus


Die Entwicklung der Sichtbarkeit nach Panda zeigt: Wie in den USA zählt die Microsoft-Tochter Ciao.com auch in Deutschland zu den größten Verlierern durch das Panda-Update. Der Preisvergleichsdienst verlor rund 60 Prozent seiner Sichtbarkeit – und kam von allen deutschen Webseiten zwar am schlechtesten, im Ländervergleich zu den USA aber noch gut davon. Denn dort kostete das Panda-Update das Preisportal rund 80 Prozent der Sichtbarkeit. Platz zwei im Verlierer-Ranking ist die User-generated-content-Plattform Gutefrage.net. Die Holtzbrinck-Tochter büßte seit Panda rund 56 Prozent seiner Sichtbarkeit ein. Auf Rang drei im Verlierer-Ranking steht – ebenfalls wenig überraschend – der Preisvergleichsdienst Dooyoo.de. Dieser wurde von Google bereits in Großbritannien mit einer 90-prozentigen Reduktion der Sichbarkeit im Index bestraft. In Deutschland liegt der Wert bei rund 65 Prozent.


Die Top-10-Verlierer des Panda-Updates


omain,  aktueller OPI, OPI vergangene Woche,   Veränderungen absolut,   Veränderungen in Prozent   


Ciao.de,  368.622,   894.543,   -525.921,   -58,79%  


Gutefrage.net,   406.256,   917.259,   -511.003,   -55,71%


Dooyoo.de,   229.923,   664.184,   -434-261,   -65,38%


Ladenzeile.de,,   193.213,   378.296,   -185.083,   -48,93%  


Wer-weiss-was.de,   94.397,   252.009,   -157.612,   -62,54%  


Helpster.de,   31.501,   153.962,   -122.461,   -79,54%  


Wikio.de,   18.341,   117.008,   -98.667,   -84,33%  


Yopi.de,   34.004,   132.605,   -98.601,   -74,36%  


Cosmiq.de,   22.301,   109.773,   -87.472,   -79,68%  


Suite101.de,   37.145,   117.452,   -80.307,   -68,37% 


Preisroboter.net,   82.219,   159.571,   -77.352,   -48,47%


 


Freuen über das Panda-Update werden sich in Deutschland indes vor allem Online-Redaktionen, die qualitativ hochwertigen Content liefern. Golem verzeichnete seit der Einführung vergangenen Freitag ein Plus von 21,27 Prozent. Facebook.com profitiert von einem Sichtbarkeitszuwachs von 4,73 Prozent, Focus.de kletterte um 6,99 Prozent in der Sichbarkeit nach oben und Chip.de um 2,97 Prozent. „Viele dieser Gewinner wurden aber nicht von Google direkt belohnt, sondern profitieren eher von der Tatsache, dass Seiten, die sonst immer über ihnen angezeigt wurden, von den Top-Positionen entfernt wurden“, sagt Searchmetrics-Chef Marcus Tober.


Die Gewinner im Panda-Update


Domain,   aktueller OPI,   OPI vergangene Woche,   Veränderungen absolut,   Veränderungen in Prozent   


Golem.de,   563.259,   464.469,   98.790,   21,27 % 


Facebook.com,   1.640.023,   1.565.891,   74.132,   4,73%  


Focus.de,   851.593,   795.956,   55.637,   6,99%  


Chip.de,   1.579.791,   1.534.232,   45.559,   2,97%  


Stern.de,   454.905,   410.303,   44.602,   10,87%  


Android.com,   133.126,   93.511,   39.615,   42,36%  


Blogspot.com,   387.541,   349.080,   38.461,   11,02%  


Apple.com,   1.130.609,   1.092.790,   37.819,   3,46%  


Yahoo.com,   910.058,   875.223,   34.835,   3,98%  


Heise.de,   714.850,   680.905,   33.945,   4,99%  


Welt.de,   579.972,   547.563,   32.409,   5,92%   


In den USA hat Google vier Wochen nach dem Panda-Launch den Algorithmus nochmal nachgebessert. „Es wird interessant sein zu schauen, ob und wie das auch in Deutschland erfolgen wird“, resümiert Tober.

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