Gründerinnen: Sind Frauen die neuen Treiber im E-Commerce?

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Nur 15 Prozent beträgt die Gründerquote von Frauen im E-Commerce. Das hat mehrere Gründe. Frauen werden bei Investorengesprächen häufiger abgelehnt als Männer. Zudem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor schwierig. Wie sich das ändern soll.
Gründerinnen: Sind Frauen die neuen Treiber im E-Commerce?

Quelle: Roman Samborskyi/shutterstock

Noch immer werden die meisten Start-ups von Männern gegründet – das ist im E-Commerce wie in anderen Branchen gleich. Viele Initiativen wollen das ändern und gehen unterschiedliche Wege. „Startup Diversity“ beispielsweise, vom Bitkom ins Leben gerufen, hat sich als Ziel gesetzt, die Ungleichheiten bei Investitionen zu bekämpfen. Zu den Erstunterzeichnenden gehören namhafte Founder und Investoren, wie zum Beispiel Lea-Sophie Cramer, Gründerin von Amorelie. „Die Stärkung der Gründungsakti­vitäten von Frauen ist kein Selbstzweck, sondern gesellschaftlich erforderlich und vor allem ein Gebot ökonomischer Vernunft und Notwendigkeit!”, so der Slogan der Initiative.

Während Männer seit jeher beruflich netzwerken und so ihre Karriere vorantreiben, steckt weibliches Networking noch in den Kinderschuhen. Vielen am­bitionierten Frauen fehlen Mentoren und Bezugspersonen, mit denen sie sich austauschen können. Doch auch hier sieht man zunehmend Veränderung und Wachstum. Frauennetzwerke, wie etwa Mission Female und Global Digital Women stellen den Austausch und das gegenseitige Fördern von Erfolgsfrauen in den Vordergrund.

Katalysator für Gründerinnen: Social Media

Eine der eher neuen Plattformen, um sich als Gründerin zu präsentieren, sind die sozialen Medien. Allen voran Instagram. Viele, überwiegend junge Gründerinnen nutzen die farbenfrohe Bildsprache und das Social Connecting, um auf sich und ihre Brands aufmerksam zu machen. Im Rahmen unseres K5 TV verfolgen und interviewen wir viele weib­lichen Newcomer. Bruna das Label von Helena Milchrahm ist dafür ein Paradebeispiel. Ihr filigraner Schmuck wurde überwiegend auf Instagram beworben und über Nacht zum neuen Trend-Brand.

Auf die Marke wurde selbst ein amerikanischer Promi aufmerksam. So ähnlich erging es auch der Gründerin von Gitti, die pflanzenbasierten, nachhaltigen Nagellack entwickelt hat. Neben einer starken Social Media Präsenz, auf der sie jeden Schritt von Herstellung bis Werbung mit den Fans kommuniziert hat, nutzte sie auch die TV-Plattform Höhle der Löwen. Den Deal lehnte sie zwar letztendlich ab, doch die Einschaltquoten verschafften ihr zu nachhaltiger Popularität.

Mut ist die Devise

Dank der zahlreichen Initiativen, Netzwerke und Mentoren werden Frauen nun immer mehr ermutigt, selbst zu gründen und ihre Ideen und Wünsche zu verwirklichen. Das Potenzial ist da. In den kommenden Jahren werden sicherlich interessante neue Geschäftsmodelle, von weiblicher Hand initiiert und geführt, entstehen.

Lesen Sie auch: Die Zukunft des E-Commerce – Welche Herausforderungen Händler erwarten.

Gründerinnen, Verena Schlüpmann
Bild: K5 GmbH

Die Autorin Verena Schlüpmann ist Head of Sales & Marketing bei der K5 GmbH. Des Weiteren treibt sie das Thema „Female in Retail” im Rahmen von K5 TV voran, bei dem interessante Frauen aus dem digitalen Handel vorgestellt und interviewt werden.

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