Gründerportrait im e-commerce: Personalisierte Webseiten zeigen Kundenvorlieben

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Eigentlich planten die Adtelligence-Gründer einen Spotify-Konkurrenten. Daraus wurde ein Unternehmen, das sich der personalisierten Werbung verschrieben hat. Mit-Gründer Michael Altendorf erklärt den Werdegang.

ECM: Wie kam es zu der Idee von Adtelligence?

Michael Altendorf: Wir wollten als Musikplattform mit extrem guter Musikempfehlungs-Engine starten – ähnlich Spotify. Aber das ging damals nicht recht auf, vor allem aus mangelndem Interesse von Investoren, da der Musikmarkt gerade im Umbruch war. Aber auf dem Weg sahen wir, dass in der Personalisierung von Werbung und Inhalt im Netz ein gigantisches Potenzial liegt, aber es ist nur mit innovativer Technologie zu heben. Das brachte uns zur heutigen Adtelligence, die mit der „Convert+ Personalization Cloud“ einen Service anbietet, um die Konversion im E-Commerce zu steigern, eben indem man den Kunden durch Personalisierung ein besseres Einkaufserlebnis bietet.

ECM: Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz beziehungsweise mit welchen  Geschäftsmodellen konkurrieren Sie?

Michael Altendorf: Wir offerieren ein einzigartiges Produkt, das so kaum jemand technisch stemmen kann. Wir analysieren in Sekundenbruchteilen eine Reihe von Parametern eines Webseitenbesuchers und ordnen dann die besuchte Webseite neu, ehe sie angezeigt wird. Und das mit einem selbstlernenden System, das sich automatisch optimiert, um die Konversion und damit den Umsatz unserer Kunden zu erhöhen. Es gibt viele Anbieter, die Ähnliches versprechen, deren Dienstleistung sich aber in A/B-Testing oder statischen Seitenoptimierungen erschöpft.

ECM: Haben Sie einen (familiären) Unternehmerhintergrund oder woher stammt das Know-how und die Lust an der beziehungsweise der Mut zur Selbstständigkeit?

Michael Altendorf: Entrepreneur sein heißt für mich: etwas tun. Am besten etwas, was noch niemand zuvor getan hat oder ein Problem zu lösen, das bisher als unlösbar oder schwer zu lösen galt, und Menschen zu helfen, ihr Leben zu verbessern. Ich habe keinen klassischen Unternehmer-Background, aber ich habe schon früh festgestellt, dass ich mir nicht vorstellen kann, lebenslang fremdbestimmt zu arbeiten.

ECM: Was waren die größten Schwierigkeiten in den ersten 12 Monaten und was würden Sie im Nachhinein anders machen?

Michael Altendorf: Ganz ehrlich, ich würde gleich im Silicon Valley gründen. Der Zugang zu Investoren und Personal ist einfach besser.

ECM: Wie sind Sie finanziert und wann wollen Sie schwarze Zahlen schreiben?

Michael Altendorf: Wir schreiben seit Anfang 2012 operativ schwarze Zahlen, das ist ja bei SaaS-Geschäftsmodellen auch gut und richtig. Aber zugunsten des schnelleren Wachstums verzichten wir phasenweise auf Profitabilität und investieren in Technologie und Personal.

Zur Finanzierung: Wir haben keine institutionellen Investoren, aber eine ganze Reihe von Unternehmern und Persönlichkeiten aus der E-Commerce-Szene an Bord, die sehr viel Erfahrung darin haben, globale Unternehmen aufzubauen.

Michael Altendorf ist Mit-Gründer und CEO von Adtelligence. Er ist Mitglied des CEO Collaborative Forum, Mitveranstalter des Entrepreneurship Clubs Mannheim, der Rhein-Neckar Technology Venture und Co-Organisator von TEDx Rhein-Neckar und  hält Vorträge auf Messen und Branchenveranstaltungen, an Universitäten und Business Schools zu Themen wie Internet Trends, Entrepreneurship und Online Advertising. Vor der Gründung von Adtelligence arbeitete Michael Altendorf unter anderem bei SAP und dem FEST-Institut für interdisziplinäre Forschung zu Frieden und Nachhaltigkeit. Er erwarb ein Diplom in Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg.

Dieser Beitrag erschien erstmals im e-commerce Magazin 05/2014

 

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