Gründerportrait: Yapital

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yapital

Yapital ist ein europäisches bargeldloses Cross-Channel-Payment: Mit Yapital können Kunden nach einmaliger Anmeldung über alle Kanäle hinweg, also stationär, mobil, online oder per Rechnung, bezahlen und einkaufen. Im Jahr 2011 als hundertprozentige Tochter der Otto Group gegründet, ist der Service seit 2013 live. Nils Winkler, Chairman of the Board von Yapital, verrät seine Pläne für 2014.

ECM: Im Payment-Bereich gibt es mittlerweile ziemlich viele (auch etablierte) Anbieter. Was hat Sie dazu bewogen, dennoch hier ein Unternehmen zu gründen?

Nils Winkler: Wir haben uns die Branche sehr genau angesehen, bevor wir mit der Entwicklung von Yapital begonnen haben. Vor allem haben wir genau untersucht, welche Bedürfnisse die Verbraucher haben. Dabei sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass sie sehr gern mit dem Smartphone bezahlen möchten, aber nur, wenn ihnen ein Payment geboten wird, das schnell, einfach und komfortabel funktioniert – und zwar immer und überall. Ein Payment, das für alle Kanäle und alle Lebenssituationen gleichermaßen geeignet ist.

Darüber hinaus haben wir uns gefragt, wie eine neue Bezahlmethode für die Geschäftskunden attraktiv wird. Da war schnell klar: Wir werden etwas entwickeln, das dem Handel und den Dienstleistungsunternehmen klare Vorteile bietet. Transparente und reibungslose Prozesse und eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung, Echtzeittransaktion und Zahlungsgarantie, und dazu spannende Zusatzfunktionen wie die Möglichkeit, mithilfe der QR-Code-Technologie Marketing- in Vertriebskanäle umzuwandeln, zum Beispiel durch Window-Shopping.

ECM: Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz beziehungsweise mit welchen Geschäftsmodellen konkurrieren Sie?

Nils Winkler: Yapital ist keine isolierte Lösung, sondern ein Everywhere-Payment. Das unterscheidet uns von allen anderen Anbietern am Markt. Wir haben ein einzigartiges Konzept und sehen uns daher nicht in direkter Konkurrenz mit anderen. Allein das Erlösmodell ist vergleichbar: Wir leben von den Transaktionsgebühren wie andere auch. Allerdings kommen wir aus dem Handel und kennen die Margen, die dort erzielt werden. Daher überfordern wir niemanden.

ECM: Haben Sie einen (familiären) Unternehmerhintergrund oder woher stammt das Know-how und die Lust an der Selbstständigkeit?

Nils Winkler: Wenn man ein Angebot erhält wie das, ein Großprojekt wie Yapital aufzubauen, fragt man sich: Habe ich in mir, was es dazu braucht? Zum Beispiel: eine echte Neugier auf Menschen und Technologien, Offenheit für die Chancen des Moments, gepaart mit strategischem Denken, die wohlentwickelte Fähigkeit, Begeisterung zu verspüren und andere zu begeistern – aber auch eine solide Belastbarkeit und einen Schuss Risikobereitschaft… Wenn man das, was es für den Erfolg eines solchen Projekts braucht, in sich spürt, entsteht dadurch die Lust an der Herausforderung. Ich hatte den Eindruck, dass ich eine brauchbare Mischung solcher Eigenschaften mitbringe – und habe mich dann einfach an die Arbeit gemacht.

ECM: Was waren die größten Schwierigkeiten in den ersten zwölf Monaten und was würden Sie im Nachhinein anders machen?

Nils Winkler: Die ersten zwölf Monate waren bei uns reine Planungs- und Entwicklungsphase. Ein strategisches Projekt wie Yapital hat eine hohe Komplexität. Die größte Herausforderung war, diese Komplexität in den Griff zu kriegen, und das dauert seine Zeit. Dass wir es am Ende in knapp zwei Jahren geschafft haben, das Produkt auf den Markt zu bringen, ist eine tolle Leistung des ganzen Teams. Wir waren unglaublich schnell. Am Anfang wollten wir aber noch schneller sein. Und da denke ich rückblickend: In diesem Punkt hätten wir realistischer sein können. Andererseits hat uns aber auch gerade dieser selbst gesetzte Zeitdruck zu Höchstleitungen getrieben.

ECM: Wie sind Sie finanziert und wann wollen Sie schwarze Zahlen schreiben?

Nils Winkler: Bei einer Gründung aus einem Unternehmen wie der Otto Group heraus ist klar: Es wird von Anfang an darauf geachtet – und zwar höchst professionell – dass irgendwann auch anständige Gewinne erzielt werden. Wir sind allerdings mit unserer Muttergesellschaft einig, dass es zunächst darum geht, eine solide Basis für das Geschäft zu legen. Das Ziel ist, Yapital im Alltag der Verbraucher zu etablieren. Spätestens, wenn es normal geworden ist, an der Kasse das Smartphone zu zücken, werden wir in die Gewinnzone kommen. Und genau daran, am Durchbruch des Mobile Payment, arbeiten wir. Ich finde, wir sind schon recht weit gekommen.

 

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