03.07.2019 – Kategorie: eCommerce

Gutscheinportale verlieren zunehmend an Bedeutung

Quelle: Shoop.de | CC0 1.0 Universal

Eine neue Umfrage des Cashback-Anbieters Shoop.de hat die Nutzung von Gutscheinportalen 2019 untersucht. Hierbei zeichnet sich ab, dass die einstigen Platzhirsche bei Sparangeboten im Internet mittlerweile deutlich seltener und nicht mehr als erste Anlaufstelle genutzt werden. Viele jüngere Konsumenten kennen solche Portale gar nicht mehr.

Immer weniger, insbesondere junge Menschen, kennen oder nutzen Gutscheinportale im Internet. Gemäß einer repräsentativen Umfrage von Shoop.de erklärten 23 Prozent der Befragten, die noch nie einen Online-Gutschein verwendet hatten, dass ihnen die Existenz von Gutscheinportalen nicht bekannt ist. In der Altersgruppe der 18- bis 40-Jährigen kennen nur 27 Prozent der Befragten Gutscheinportale.

Gutscheine immer seltener genutzt

Früher waren sie oft die erste Anlaufstelle für Online-Shopper, heute leiden Gutscheinportale zunehmend unter schwindender Relevanz. Laut der Studie nutzen 47 Prozent aller Befragten überhaupt keine Gutscheinportale, ab 31 Jahren nutzen diese sogar nur noch 40 Prozent derer, die im Internet einkaufen. Das heißt jedoch nicht, dass Online-Shopper weniger an Sparmöglichkeiten interessiert sind: Andere Bonus- und Rabattoptionen, wie Cashback oder Loyalty-Programme, nutzten 78 Prozent der Befragten. Selbst diejenigen, die Gutscheinportale noch besuchen, tun dies dann auch sehr selten: Die Mehrheit der Nutzer von Gutscheinportalen (75 Prozent) setzt Online-Gutscheine nur noch bei weniger als der Hälfte ihrer Einkäufe ein. Besonders gering ist die Nutzerzahl in der Altersklasse ab 41 Jahren: hier nutzen nur 37 Prozent Gutscheinportale zum Online-Shoppen und lediglich elf Prozent davon regelmäßig.

Dritte Wahl selbst bei eigenen Nutzern

41 Prozent der Nutzer von Gutscheinportalen prüfen erst andere Angebote wie etwa Cashback, bevor sie ein Gutscheinportal besuchen. Die Häufigkeit steigt deutlich, je mehr man verdient: Wer etwa über ein Nettoeinkommen zwischen 4.500 und 6.000 Euro pro Monat verfügt, vergleicht sogar in mehr als der Hälfte der Fälle erst mit anderen Angeboten (52 Prozent). 30 Prozent der Befragten erklären, Gutscheinportale nur noch dann zu benutzen, wenn sie weder Cashback noch andere Bonusprogramme anwenden können.

Wenig zufrieden mit Services

Die Zufriedenheit mit dem Serviceangebot von Gutscheinportalen scheint in den letzten Jahren gesunken: 70 Prozent der Befragten können nicht bestätigen, dass ihnen Gutscheincodes von entsprechenden Portalen einen echten Mehrwert bieten. Gefragt wurden auch Nutzer von Gutscheinportalen, ob sie mit Online-Gutscheinen noch so zufrieden sind wie vor ein paar Jahren: 17 Prozent der Befragten unterstützen diese Aussage ohne Weiteres.

Im Gegensatz zu anderen Bonus- und Rabattprogrammen wie etwa Cashback, bei dem Verbraucher für ihren Einkauf Geld reelle Geldbeträge zurückerhalten, bleibt der Spareffekt bei einem Großteil der Gutscheinportale weiter fragwürdig. So verneinten elf Prozent die Frage, ob sie es schon einmal erlebt hätten, dass Gutscheinportale ohnehin bestehende Rabatte von Händlern als Gutschein anpreisen. 47 Prozent bestätigen, häufig die Erfahrung gemacht zu haben, dass die angebotenen Gutscheincodes nicht mehr gültig waren. So kommt es, dass nur jeder vierte Nutzer angibt, noch Zeit und Lust zu haben, nach funktionierenden und lohnenswerten Gutscheinen zu suchen.

Es scheint so, dass Gutscheinportale anstatt für günstigere Konditionen meistens nur noch für kostenlosen Versand genutzt zu werden. Dies erklären 53 Prozent der Nutzer von Gutscheinportalen. Bei den weiblichen Nutzern lag dieser Wert sogar bei 60 Prozent, obwohl viele Onlineshops ohnehin kostenlosen Versand anbieten. Daher erklärt sich, weshalb Gutscheinportale immer mehr aus dem Fokus der Konsumenten rücken und Platz machen für Optionen mit größerem und vor allem zuverlässigerem Sparpotenzial, wie Cashback-Portale. (sg)


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