Hackathon für Gründerinnen: Mehr Frauen in die Technologiebranche bringen

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Die deutsche Tech- und Start-up-Szene vergeudet jede Menge Talent. Denn obwohl Mädchen in der Schule deutlich besser abschneiden und häufiger als Jungen ein Studium beginnen, gründen sie viel seltener ein eigenes Unternehmen. Um in einer innovationsgetriebenen, digitalisierten Welt mithalten zu können, benötigen wir das Potenzial der gesamten Gesellschaft.
Gründerinnen

Quelle: Crew / Unsplash

Gerade 15 Prozent der deutschen Startups haben eine oder mehrere Gründerinnen in ihrem Team. Der Anteil an rein weiblichen Gründungsteams lässt sich sogar an nur einer Hand aufzeigen. Verschiedene Umfragen und Studien kommen immer wieder zu dem Schluss, dass eine Vielzahl von Faktoren für diesen Zustand verantwortlich ist, an einem Mangel an Ideen liegt es jedoch nicht. Es gibt Hindernisse, denen Frauen auf dem Weg zu einer Firmengründung begegnen (können). Dazu gehört zum Beispiel die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gesellschaftliche Vorurteile, fehlende Vorbilder oder auch Finanzierungslücken.

Eine Finanzierungslücke deshalb, weil es kaum Investorinnen in Deutschland gibt und das Kapital, das Frauen erhalten, im Schnitt bei einem Drittel von der an Männer ausgeschütteten Summe liegt (BCG). Dabei sind von Frauen (mit-)geführte Unternehmen im Schnitt erfolgreicher: Während der Finanzkrise 2009 verzeichneten die entsprechenden Unternehmen im Vergleich zu rein männlich geführten Start-ups einen deutlich geringeren Umsatzeinbruch, da sie zwar insgesamt langsamer, dafür aber nachhaltig gewachsen waren.

Gründerinnen: Wachstum durch Förderung

Eine Untersuchung des Internationalen Währungsfonds kommt zu dem Schluss, dass die Förderung von Frauen einen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage eines Landes hat. Nicht zuletzt ist dieser Einfluss am BIP abzulesen. Die Möglichkeiten für wirtschaftliches Wachstum würden signifikant steigen. Zudem würde es zu sogenannten Spill-Over-Effekten führen, die Entwicklungen also in anliegende Gesellschaften abstrahlen und sich entsprechende Maßnahmen und positive Auswirkungen nicht nur auf das eigene Land beschränken. Ein weiterer Effekt bei der Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt sei in der Folge die Investition des Einkommens in die Ausbildung von Mädchen. So entsteht ein positiver Kreislauf, der insgesamt auf den Wohlstand einzahlt.

Die Wirtschaft ist darauf angewiesen, dass die Besten den Job machen. Ohne das Potenzial von Frauen geht ihr zu viel verloren. Das können wir uns nicht mehr leisten, wenn wir als Digital- und Innovationsstandort auf internationalem Niveau mithalten wollen. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung befinden wir uns mitten in einer Wirtschaftskrise. Weniger denn je können wir auf Ideen, Motivation und Innovation verzichten. Wir müssen ein Umfeld schaffen, das Talente aktiv und gezielt fördert.

Hackathon Xathon: Ideen und Geschlechtervielfalt voranbringen

Mit dem vom 20. bis 22. November 2020 virtuell stattfindenden Hackathon Xathon setzen wir uns deshalb für weibliches Unternehmertum ein, unterstützen innovative Ideen und treiben die Geschlechtervielfalt in der Gründungs- und Technologiebranche voran. Insgesamt haben 60 weibliche Talente die Chance, an der diesjährigen Veranstaltung teilzunehmen. Das Event findet auf Englisch statt.

Wir können die Welt nicht auf einen Schlag verändern, aber wir können und müssen anfangen. Zum Beispiel bei der aktiven Unterstützung und Förderung von (potenziellen) Gründerinnen durch Formate wie den Hackathon. Es fehlen Vorbilder? Schaffen wir welche! Es fehlt Vertrauen? Teilen wir unser Wissen! Die Rahmenbedingungen stimmen nicht? Ändern wir sie! Als Unternehmen möchten wir weibliche Talente fördern, damit sie ihr Potenzial entfalten und Unternehmergeist entwickeln können. Es war noch nie so viel möglich wie heute. Sorgen wir dafür, dass das so bleibt. (sg)

Über die Autorin: Dr. Salima Douven ist Global Director Open Innovation & Incubation bei Henkel dx, der Digital Unit von Henkel. Seit 2008 ist sie bei Henkel tätig und hat in verschiedenen Abteilungen die digitalen Transformationsprozesse begleitet, bis sie zuletzt die Innovationsplattform HenkelX Ventures aufbaute. In ihrer aktuellen Funktion verantwortet sie die digitale Entwicklung des Konzerns.

Mit dem vom 20. Bis 22. November 2020 virtuell stattfindenden Ideen-Hackathon setzt Henkel dx Ventures sich für weibliches Unternehmertum ein, unterstützt innovative Ideen und treibt die Geschlechtervielfalt in der Gründungs- und Technologiebranche voran. Insgesamt haben 60 weibliche Talente die Chance, an der diesjährigen Veranstaltung teilzunehmen. Haupt-Veranstaltungsparter ist Global Digital Women, weitere Partner des sind accelerateHer, die SAP-Venture-Einheit SAP.iO und MVP Factory. Das Event findet auf Englisch statt,
Bewerbungen von Gründerinnen und solchen, die es werden möchten, sind noch hier möglich.

Lesen Sie auch: Start-ups: Der plötzliche Tod des Tischkickers

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