Händlerbund-Studie zur DSGVO: Unsicherheit bleibt

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Je näher der Termin des Inkrafttretens rückt, umso weniger können Unternehmen noch den Kopf in den Sand stecken und hoffen, die neue Datenschutzgrundverordnung werde schon „irgendwie“ zu bewältigen sein. Das zeigen auch die Ergebnisse einer neuen Studie des Händlerbunds. Doch die mittlerweile stattfindende Auseinandersetzung mit den Inhalten ist die eine Seite – die Umsetzung eine ganz andere.

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Je näher der Termin des Inkrafttretens rückt, umso weniger können Unternehmen noch den Kopf in den Sand stecken und hoffen, die neue Datenschutzgrundverordnung werde schon „irgendwie“ zu bewältigen sein. Das zeigen auch die Ergebnisse einer neuen Studie des Händlerbunds. Doch die mittlerweile stattfindende Auseinandersetzung mit den Inhalten ist die eine Seite – die Umsetzung eine ganz andere.

Die aktuelle Händlerbund-Studie zeigt, dass die Inhalte der Verordnung zwar mittlerweile bekannt sind, bei der Umsetzung aber noch immer Unsicherheit unter den Händlern herrscht. Eine Infografik fasst die Studienergebnisse zusammen.

„Die DSGVO ist durch ihre Komplexität und die vergleichsweise harten Strafen bei Missachtung sehr brisant. Sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, bedeutet vor allem für kleinere und mittlere Händler einen großen Aufwand. Die Regelungen auch in der Praxis umzusetzen, ist eine zusätzliche Herausforderung”, sagt Rechtsanwältin Yvonne Bachmann vom Händlerbund.

Zwei Drittel noch immer schlecht vorbereitet

Die neue Händlerbund-Studie zur DSGVO verdeutlicht auch, dass sich die Zahl der „Experten” auf 11 Prozent verdoppelt hat. Auf die Frage, ob sich die Betroffenen auf die DSGVO vorbereitet fühlen, antwortet noch immer der Großteil von 61 Prozent mit „eher nicht” oder „gar nicht”. Noch immer geben vier Prozent der befragten Online-Händler an, nie zuvor von der neuen DSGVO gehört zu haben. Immerhin ist der Anteil der „Ahnungslosen” im Vergleich zu August um 27 Prozent gefallen.

Bewusstsein für Strafbarkeit steigt

Mit dem zunehmenden Wissen um die Inhalte der DSGVO steigt bei den Befragten auch die Kritik an der Verordnung. Während sich im August nur 26 Prozent eher gegen die DSGVO aussprachen, teilen nun mit 42 Prozent doppelt so viele Händler diese Meinung. Ob sinnvoll oder nicht – bei Verstößen drohen harte Strafen von bis zu 20 Millionen Euro. Dieser Tatsache sind sich vier Monate vor der Umsetzung die Mehrzahl der Händler bewusst (55 Prozent). Inhaltlich wird das Thema Kundendaten als eines der relevantesten eingeschätzt. Im Vergleich zu August 2017 hat sich der Wert um sechs Punkte auf 80 Prozent erhöht. Auch der Datenschutzbeauftragte, die Auftragsdatenverwaltung und die Weitergabe von Daten haben für die Befragten an Bedeutung gewonnen.

Infografik zeigt Entwicklung auf

In vier Monaten tritt die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Am Stichtag, dem 25. Mai 2018, müssen sämtliche Neuerungen zwingend von allen Unternehmen umgesetzt werden. An zwei Befragungen im August und Dezember letzten Jahres beteiligten sich im Schnitt rund 300 Händler. Die Ergebnisse der zweiten Händlerbund-Studie zur neuen DSGVO 2018 sind in einer Infografik zusammengefasst. Alle Informationen zur ersten DSGVO-Studie können an dieser Stelle nachgelesen werden. Die mehrteilige Themenreihe mit umfassenden Beiträgen zur Datenschutzgrundverordnung finden Sie auf dem Infoportal OnlinehändlerNews.

 

Über den Händlerbund: Der Händlerbund mit Sitz in Leipzig wurde 2008 gegründet. Der Fokus des Verbandes liegt auf der Interessenvertretung und rechtlichen Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen in ganz Europa. Aufgrund der rasanten Entwicklung der Branche hat sich der Händlerbund zu einem 360° E-Commerce-Netzwerk entwickelt und betreut aktuell über 70.000 Onlinepräsenzen. Gemeinsam mit den Mitgliedern und Service-Partnern treibt der Händlerbund die Professionalisierung von E-Commerce-Unternehmen voran. Auch auf politischer Ebene nimmt der Händlerbund mit Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen aktiv an der Weiterentwicklung der gesamten Branche teil.

 

 

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