Headhunter bleiben trotz sozialer Netzwerke gefragt

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Headhunter bleiben trotz sozialer Netzwerke gefragt

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Trotz aller Abkürzungen, die das Internet durch Xing, Twitter, Facebook, Jobbörsen, Karrierenetzwerke und Co. auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz scheinbar bereithält, ist die Bedeutung von professionellen Jobvermittlern unangefochten. Das geht aus einer aktuellen europaweiten Umfrage des Karrieredienstes Experteer hervor.

 

„Was reizt Fach- und Führungskräfte in ihrem Beruf? Welche Rolle spielt Karrierecoaching? Und wie wichtig sind eigentlich Headhunter, Vitamin B und andere Hilfsmittel für die Karriere?“ waren die Fragen an mehr als 2.500 Mitglieder Karrieredienstes.

Gefragt nach der Einstellung zum Thema Coaching, sind es demnach die Deutschen, die hier die größte Relevanz sehen. 40 Prozent der Befragten aus der Bundesrepublik, so die Ergebnisse, planen, einen Coach in Anspruch zu nehmen und 18 Prozent haben schon jetzt einen persönlichen Berater. Platz zwei und drei belegen in dieser Kategorie die Niederlande (15 Prozent) und die Schweiz (13 Prozent). Rund zwei Drittel der Italiener gaben unterdessen an, dass sie das Coaching bereits wieder aufgegeben haben. Die größte generelle Ablehnung schlägt der Karriereberatung derzeit allerdings in Großbritannien entgegen, 39 Prozent sehen darin keine Relevanz für ihren beruflichen Erfolg und lehnen es ab.

Nach wie vor spielt die Arbeit professioneller Headhunter beim Jobwechsel eine wichtige Rolle: Auf die Frage, welche Optionen zum erfolgreichen Jobwechsel genutzt oder empfohlen werden, setzt eine große Zahl der Teilnehmer auf deren Unterstützung. Als Talentscouts der Wirtschaft kommt den Headhuntern vor allem in Spanien (40 Prozent) und Österreich (39 Prozent) eine herausragende Bedeutung bei der Besetzung neuer Positionen zu. In den Niederlanden (33 Prozent) und Italien (29 Prozent) setzt man demgegenüber vor allem auf Online-Jobbörsen für den erfolgreichen Arbeitsplatzwechsel. Natürlich darf man auch traditionelle Vitamin B nicht außer Acht lassen: Fast 40 Prozent der Teilnehmer aus Großbritannien bevorzugen diese Option vor allen anderen.

Dass die Arbeit eines Headhunters entgegen vieler Meinungen nicht unbedingt einfacher wird durch das Web, steht für Branchenexperten längst fest. Denn dem menschlichen Hang zur Vereinfachung zum Trotz ist es Aufgabe der Headhunter, potenzielle Kandidaten für eine bestimmte Position mit viel Fingerspitzengefühl ausfindig zu machen und anzusprechen.

„Dazu muss man sich in den Lebenslauf, der beispielsweise auf Xing hinterlegt ist, einarbeiten, Qualifikationen sichten und werten, um schließlich die geeigneten Worte für eine Ansprache zu finden“, berichtet Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash in Düsseldorf. Bereits zuvor gelte es dabei, eine umfassende Stellenbeschreibung zu erarbeiten, „die sich nicht in Standard-Textbausteinen erschöpft. Die Abstimmung des Kandidatenprofils mit der Unternehmensführung, ein allumfassendes Verständnis der zu besetzenden Position und das Hinterfragen der erforderlichen Soft Facts oder Soft Skills wie Team-, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Disziplin und Wertschätzung, Motivation oder Kommunikationsfähigkeit – um nur einige wenige zu nennen – als Schlüssel zum Erfolg müssen daher stets im Fokus des Headhunters stehen. Unternehmen brauchen diesen Dialog mit dem Headhunter“, so Nadolskis Überzeugung.

Die in Online-Profilen angegebenen Qualifikationen zu überprüfen, gehöre dann zu den leichteren Übungen. „Das World Wide Web ist ein Netzwerkmarktplatz geworden, der Headhunter mit vielen wichtigen Daten versorgt. Doch damit nicht genug: Um einen Kandidaten zu finden und anzusprechen, müssen sie ihn nicht mehr heimlich auf dem Golfplatz treffen, sondern nur einen Blick auf die gut frequentierten Online-Netzwerke werfen“, bestätigt der Tagesspiegel.

Der Aktivitätsindex und Beiträge in Foren und Gruppen erleichtern darüber hinaus die Bewertung der ausgemachten Kandidaten. Wichtiger als Zeugnisse sind vielen Experten jedoch die Referenzen der Kandidaten. Zuallererst gilt es allerdings, Vertrauen aufzubauen, die Wechselbereitschaft oder Willigkeit eines Kandidaten zu verifizieren. „Andernfalls hat man zwar einen neuen Datensatz im Bestand, aber kein Angebot für den Auftraggeber. Der Headhunter muss also für die Kandidaten immer auch Coach und Mentor in einer Phase der Veränderungsbereitschaft sein. Ganze Arbeit zu leisten, heißt Überzeugungsarbeit leisten“, sagt de Harvey Nash Experte Nadolski. Identifizieren, Selektieren, Motivieren seien die nach wie vor wichtigsten Bestimmungen des Headhunters. Die Kandidaten müssten genau wissen, in welchem Maß sie ein Wechsel weiterbringe – beruflich, finanziell, in der persönlichen Entwicklung, mit Blick auf das weitere Aufstiegspotenzial, aber auch unter Berücksichtigung der Unternehmenskultur.

(Autor: Klartext Online)

E-Mail: info@klartextonline.com

 

 

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