In 7 Schritten zum Twitter-Profi

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Nachdem nun jeder eine Homepage hat, kommt die nächste Internet-Welle auf uns zu: Twitter. Dieser Kurznachrichtendienst ist absolut simpel und genau darauf beruht der Erfolg. Marketing-Experte dr. Torsten Schwarz erklärt, wie Unternehmen „twittern” können.Wer als Unternehmen den Kontakt zum Markt behalten will, muss jetzt schnell eine eigene Strategie entwickeln. Denn die Nutzer sind längst aktiv in dieser Einfachvariante des Social Web. Damit beginnen die nur 140 Zeichen langen Nachrichten auch für Unternehmen relevant zu werden. Für Öffentlichkeitsarbeit, Vertrieb und Kundenservice kann das neue Medium eingesetzt werden. Hier finden Sie die wichtigsten Schritte zur eigenen Twitter-Strategie.

Den eigenen Namen sichern

Wer im Web zu spät kam, dessen Domainname war vergeben. Die Domainregistrierung ist jedoch eine Hürde. Bei Twitter lässt sich ein Name mit wenigen Mausklicks reservieren: Vier Formularfelder ausfüllen – fertig. Also gleich registrieren.

Absender festlegen

Wer soll bei Ihnen eigentlich twittern? Fünf Optionen stehen zur Auswahl:

1. Sie zwitschern als Privatperson

2. Sie zeigen sich mit Ihrem Namen und Foto, aber in Ihrer Rolle als Angestellter

3. Sie arbeiten als Person, aber unter Logo und Namen Ihres Unternehmens

4. Sie sind anonym nur unter dem Unternehmensnamen ohne Nennung von Personen

5. Sie habe für jedes Produkt einen eigenen Twittterfeed mit Produktnamen und -logo

Ziel definieren

Was wollen Sie damit bezwecken, dass Sie auf Twitter aktiv sind? Wollen Sie potenzielle Kunden finden, die via Twitter nach einer Lösung suchen? Es gibt inzwischen viele Kurznachrichten nach dem Schema “Kann mir mal jemand einen guten Anbieter zu XY nennen?” Oder wollen Sie offensiv Ihre Produkte verkaufen? Das geht im Social Web oft schief. Dell jedoch gelingt es sehr gut, für sein Outlet einen Fanclub mit eine Drittelmillion Followern aufzubauen. Oder wollen Sie einfach nur präsent sein und auf Kundenfragen antworten? Darauf wird es wohl für viele hinauslaufen, denn immer mehr Kunden gewöhnen sich in den USA an, per Twitter “anzurufen”.

Zielgruppen definieren

Wer wird Ihre Einträge lesen? Sind es nur Ihre privaten Freunde oder Bekannte? Oder schreiben Sie für Ihre beruflichen Kontakte? Nehmen Sie dabei nur gute Bekannte als Follower auf oder ist für Sie jeder flüchtige Kontakt ein Freund? Welchen Sprachstil erwartet Ihre Zielgruppe? In der momentanen Pionierphase ist alles noch recht locker bei Twitter. Aber das wird nicht so bleiben, wenn Twitter sich als offizielles Fenster zum Kunden etabliert hat.

Inhalte finden

Wenn Sie nichts zu erzählen haben, kommen keine Leser. Relevanz ist wie bei einem E-Mail-Newsletter auch bei Twitter oberstes Gebot. Folgende Möglichkeiten gibt es:

– Produkt- und Sonderangebote á la Dell, Aldi oder Tchibo (die letzteren warten noch)

– News aus der Branche oder aus Ihrem Unternehmen

– Verweise auf interessante Webseiten und Blogeinträge

– Fachliche Gedanken, die Sie persönlich beschäftigen

– Begebenheiten aus Ihrem täglichen Leben

– Einblicke in Ihre privaten Aktivitäten

Sicher schafft es Vertrauen, wenn man Mitarbeiter auch einmal als Menschen kennen lernt. Aber kann ein deutsches Unternehmen mit solch unkontrollierbarer Unternehmenskommunikation umgehen? In jedem Fall empfiehlt sich ein Redaktionskonzept, das klar definiert wer wie über was twittern darf.

Aufwand abschätzen

Wie viel Aufwand ist Ihnen Twitter wert? Wollen Sie wirklich zehnmal täglich etwas schreiben? Twitter ist als Instrument sicher wenig sinnvoll, wenn wochenlang Funkstille herrscht.

Beobachten

Eines sollten Sie in jedem Fall tun: Die Ohren aufsperren, ob nicht schon längst über Sie gezwitschert wird. Legen Sie Ihre Suchbegriffe fest und nutzen Sie unter search.twitter.com die “Advanced Search”-Funktionen. Speichern Sie Ihre Routinesuchen als Bookmark. Lassen Sie sich von twe2 per SMS benachrichtigen, sobald in einem Gespräch Ihr Name fällt. Und schauen Sie ruhig einmal, wer in Ihrer nächsten Umgebung auch noch twittert.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt ist: Wem soll ich “followen”. Ich handhabe das so: Unter meiner persönlichen Adresse twitter.com/DocS followe ich nur Menschen, die ich kenne. Das Infoportal Absolit.de ist dagegen eine Marke. Wer sich unter twitter.com/absolit als Anhänger dieser Marke outet, hat es verdient, dass die Marke dieses Vertrauen auch erwidert. Daher followe ich dort allen Followern – auß;er erkennbar unseriösen. Von einem automatischen Followen würde ich eher abraten. Ganz anders sieht es bei meinen Büchern aus: die followen nur sich selbst:.

Zum Schluss gibt es ja noch das “unfollowen”: Wenn Sie in Ihrer Follower-Liste “remove” drücken, ist die Freundschaft beendet. Die gleiche Möglichkeit haben Sie auch in Ihrer Following-Liste: Wer auf Ihre Kontaktversuche nicht reagieren will, den streichen Sie einfach. Dann entgehen Ihnen aber auch die wichtigen Nachrichten dieses Twitterfeeds – wenn sie denn wirklich wichtig waren.

Info: www.absolit.de/Twitter.htm

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