In der Bewertungskrise? Mangel an echten Bewertungen im Netz

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In der Bewertungskrise? Mangel an echten Bewertungen im Netz

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Das Thema Fake-Bewertungen im Internet ist so aktuell wie nie: Die jüngsten Medienberichte („Stern“, „RTL Explosiv“) offenbaren eine Flut von manipulierten oder explizit gekauften Auftragsbewertungen.


In einer neuen repräsentativen Studie1 nimmt das Kölner Startup YourRate.com die Hintergründe der Fake-Problematik ins Visier – und ermittelt eine Bewertungspassivität bei den Usern: Nur die Hälfte der Internetnutzer gibt im Internet eine Meinung zum Einkauf von Produkten oder Dienstleistungen ab – vorwiegend unregelmäßig. Doch woher stammen dann die vielen Bewertungen im Netz?


Eine transparente Alternative zu Bewertungen könnten Testberichte sein: Die Plattform YourRate.com arbeitet ambitioniert daran, als zentrale Anlaufstelle und Vermittler mehr Authentizität ins Onlineshopping zu bringen. „Mit Blick auf die Relevanz von Bewertungen beim Onlineshopping ist diese geringe Beteiligung sehr verwunderlich“, erläutert YourRate-Geschäftsführer Manuel Mattern. „Fehlt es an genügend Bewertungen, sind Produkte und Services schwieriger abzusetzen. Das veranlasst so manche Shopbetreiber nachzuhelfen. Authentische Kritik findet sich dann kaum noch.“ Die geringe Partizipation widerspricht einerseits dem Boom von Bewertungsportalen und andererseits noch mehr der großen Bedeutung von Onlinebewertungen – deren Wichtigkeit die Nutzer selbst betonen. Denn bei ihrem Einkauf orientieren sich die meisten Menschen maßgeblich an Onlinebewertungen. Dies gaben 70 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Studie 2 an.


Umso widersprüchlicher, dass die meisten das Bewerten anderen überlassen scheinen zu wollen: Fast die Hälfte der Befragten noch niemals eine Online-Bewertung abgegeben (44 Prozent). Innerhalb der letzten zwei Jahre hat etwas mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) wenigstens eine Online-Bewertung abgegeben. Regelmäßig ist dies nicht. Lediglich 20 Prozent der Verbraucher haben innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 10 Bewertungen verfasst.


Zusätzliche Anreize zur Bewertungsabgabe wären für 54 Prozent der Befragten eine Aufwandsentschädigung sowie für 48 Prozent die Gewissheit, dass ihre Bewertung zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen beiträgt. Mehrheitlich haben die aktiven Bewerter (59 Prozent) Bewertungen abgegeben, weil sie besonders zufrieden mit dem Produkt oder der Dienstleistung waren. Wohingegen Unzufriedenheit offenbar weniger Online-Käufer dazu bringt, eine Bewertung zu schreiben.


Der gemeinschaftliche Nutzen, der durch die Verbreitung von Informationen gestiftet wird, ist für 35 Prozent der Studienteilnehmer ein Grund für die Erstellung von Bewertungen. Für diese Befragten steht somit der soziale Aspekt der Bewertung im Vordergrund. Sie wollen andere Konsumenten informieren, zur Verbesserung der Produkte/Dienstleistungen beitragen. Auch sehen sie darin einen Profit für sich selbst.


Weitere Gründe, eine Bewertung zu verfassen, sind zu fast gleichen Anteilen: Die Ambition, das Produkt bzw. die Dienstleistung weiter zu empfehlen (30 Prozent), die Befriedigung des eigenen Mitteilungsbedürfnisses (31 Prozent) sowie starke Unzufriedenheit mit dem Produkt oder der Dienstleistung (29 Prozent). „Der Aufbau einer Gemeinschaft, in der Informationen ausgetauscht werden, und alle von der Bereitstellung von Informationen profitieren, würde zu einer erhöhten Aktivität führen“, resümiert Manuel Mattern. Eine Entschädigung in Verbindung mit der Verwendung der Kritik zur Produktoptimierung würde Konsumenten dazu animieren, Bewertungen zu verfassen. „Das offenbart wiederum die Anfälligkeit von Bewertungen für Manipulationen“, meint Mattern. „Test- oder Erfahrungsberichte könnten vor dem Hintergrund der Fake-Problematik eine sinnvolle valide Alternative sein.“


Weitere Infos: www.yourrate.com


 


 

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Der Online-Handel steht unter dem Druck, für seine Kunden das perfekte Einkaufserlebnis zu schaffen. Denn der Markt bestraft ohne Pardon jeden, der das nicht tut. Will man im virtuellen Geschäft die Kaufabsichten und Vorlieben von Kunden verstehen, so erfordert dies einen erheblichen Aufwand an Optimierung und das Durchforsten großer Datenbestände.
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