Influencer Conference 2019: Warum die Relevanz von Influencern steigt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Influencer Conference 2019: Warum die Relevanz von Influencern steigt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Social Media als Informationsquelle nutzen derzeit 61 Prozent der Verbraucher und 38 Prozent vertrauen Marken, Produkten oder Dienstleistungen mehr, wenn sie von einem Influencer empfohlen werden. Das zeigt, dass Influencer-Marketing immer wichtiger wird. Auf der Influencer Conference 2019 präsentierten Experten die neuesten Trends im Influencer-Marketing.
Influencer Conference

Quelle: xpose360 GmbH

Auf der Influencer Conference 2019 am 9. Dezember im Tagungszentrum municon am Flughafen Münchner tauschten sich rund 150 Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen im Influencer-Marketing aus. Mit dabei waren sowohl Unternehmen wie Disney, Mercedes-Benz, Lowa, die Molkerei Alois Müller als auch Agenturen, Netzwerke und Influencer. Namhafte Referenten wie Kevin Tewe (All IN), Felix Hummel (BuzzBird), Fabian Tosolini (Influencer360), Martin Faltl (Reachbird), Björn Wenzel (Lucky Shareman), Anja Licht (PauliKocht), Nina Sophie Meiler (TBM Digital) und weitere Top-Referenten referierten auf der Influencer Conference 2019.

Es wurden einige neue Tipps und Insights sowie Herausforderungen wie Fraud und Gesetzesauflagen aus der Branche des Influencers-Marketings geteilt. Die Teilnehmer konnten sich über Themen wie TikTok, Brand-Storytelling, Co-Branding und Fraud-Prävention informieren. Moderiert wurde die Konferenz von Yannick Möller von metapic, der auch selbst einen Vortrag über Influencer-Marketing im Performance-Marketing gehalten hat.

Influencer Conference: Die Entwicklung des Influencer-Marketings

Nina Sophie Meiler lieferte den Teilnehmern der Influencer Conference viele interessante Zahlen und Fakten zu der Entwicklung des Influencer-Marketings. So beträgt die tägliche Internetnutzungsdauer 2019 in Deutschland etwa 366 Minuten, 2017 waren es gerade einmal 274 Minuten. Währenddessen ist der TV-Konsum seit 2001 um 35 Prozent gesunken. Jedoch ist komplettes Umstellen auf Digitalwerbung auch keine Lösung, da 54 Prozent der 18- bis 24-jährigen Adblocker verwenden.

Eine wirkungsvolle Alternative, welche die Leute erreicht, ist das Influencer-Marketing. Instagram kann zum Beispiel weltweit eine Milliarde Nutzer aufweisen. Das bedeutet, es gibt 500 Millionen tägliche Instagram-User und Instagram-Stories. Außerdem nutzen 61 Prozent Social-Media als Informationsquelle. Viele Unternehmen haben das inzwischen erkannt und integrieren Influencer-Marketing fest in ihren Marketing-Mix. Der Umsatz der Influencer-Marketing-Branche steigt von Jahr zu Jahr. Social Media ist jedoch eine schnelllebige Branche und entwickelt sich ständig. Zu den aktuellen Trends gehört unter anderem der Video-Content, Co-Branding/Influencer-Collections, Social-Commerce, Augmented-Reality und Virtual-Reality.

Was bringt Influencer-Marketing überhaupt?

Auch Fabian Tosolini von Influencer360 versuchte in seinem Vortrag auf der Influencer Conference, den schlechten Ruf des Influencer-Marketings zu widerlegen. Einige Negativbeispiele aus dem Social-Web überschatten oftmals das Image des Influencer-Marketings. Das diese Branche boomt und die Zukunft ist, beweisen jedoch die Zahlen. Ein Viertel der Deutschen informieren sich inzwischen über die sozialen Medien über Marken und Produkte und jeder Zweite der Befragten unter 45 Jahren mit regelmäßigem Kontakt zu Influencern hat auch schon einmal deren Produkt gekauft. Dies zeigt wie wirkungsvoll die Bewerbung von Produkten über Influencer sein kann.

Dabei stört es den meisten Befragten nicht, dass die Influencer offensichtlich „Werbung machen“. Die Unternehmen bevorzugen hier meistens eine Zusammenarbeit mit Micro- und Nischen-Influencern gegenüber den Social-Media-Stars. Es sollen vielmehr bestimmte Zielgruppen als eine große Masse angesprochen werden. Dabei ist eine individuelle Zusammenarbeit mit wenigen Influencern sinnvoll, um die Bewerbung auch authentisch wirken zu lassen.

Influencer ConferenceQuelle: xpose360 GmbH
Auf der Influencer Conference 2019 diskutieren rund 150 Teilnehmer über aktuelle Trends im Influencer-Marketing.

Influencer Conference: Mit Co-Branding zur Markengenerierung

Experte in Sachen Co-Branding ist Kevin Tewe von All in. Der Influencer-Manager hat bekannte Influencer wie Ana Johnson, Kisu und Diana zur Löwen unter Vertrag. Er hat das Erfolgskonzept des Co-Brandings/Influencer-Collections schon lange für seine Creators entdeckt und auf der Influencer Conference mit den Zuschauern geteilt. Beim Co-Branding vermischen Influencer und Marke ihre DNA und erschaffen gemeinsam ein neues Produkt, eine Produktlinie oder eine neue Marke.

Das Ergebnis der Kooperation ist bestenfalls ein Produkt, das perfekt zur Zielgruppe der Marke und der des Influencers passt. Dabei profitiert die Marke von der Reichweite des Influencers und der Influencer muss keine eigene Firma gründen, um den Traum eines eigenen Produkts zu erfüllen. Für den Influencer bedeutet es aber auch ein Risiko. Wird das Produkt am Ende nicht wie erwartet angenommen, kann der Influencer mit einem großen Imageschaden rechnen, da er greifbarer ist als eine Marke. Deshalb sind die richtige Partnerwahl und die richtige Vorbereitung fundamental. Nicht ohne Grund wird das Co-Branding im Bereich des Influencer-Marketings als Königsdisziplin betitelt.

Influencer Conference: Video-Content auf TikTok

Zu dem Trend Video-Content gehört die Plattform TikTok. Bewegtbild funktioniert so gut, da es nahbar, authentisch, persönlich und ungestellt wirkt. Deshalb war auch die junge Plattform ein Thema auf der Influencer Conference. Marius Jansen von Social Match hat bei seinem Vortrag „TikTok – Dos and Dont’s“ auf der Influencer Conference einige Insights geliefert. Momentan ist TikTok noch eine günstige Alternative zu Instagram und Facebook und kann deshalb eine hohe Beliebtheit aufweisen. Außerdem kann die App mit seinem eher spontanen Content und seiner hohen Reichweite trotz wenigen Followern punkten. Jedoch ist die geleistete Content-Qualität im Vergleich zu den anderen Plattformen niedriger.

Influencer-Marketing im Performance-Marketing

Über die Performance-basierte Abrechnung im Influencer-Marketing hat Yannick Möller von metapic auf der Influencer Conference referiert. Um die Influencer langfristig zu motivieren, eine Marke zu bewerben und zu verlinken, sollen Unternehmen eine performance-basierte Abrechnung ihren Influencern anbieten. Für das Unternehmen bietet diese Art der Vergütung viele Vorteile. Zum einen werden die Produkte nachhaltig und wiederkehrend eingebunden und beworben.

Außerdem bietet die Abrechnungsmethode eine hohe Messbarkeit der Klicks und Verkäufe und hat eine absolute Kostenkontrolle zur Folge. Auch für den Influencer bietet es Vorteile, zum Beispiel ein höheres Vertrauen der Community. Der Influencer entwickelt sich zu einem Brand-Ambassador und kommt authentischer rüber, wenn er über eine lange Zeit hinweg immer dieselbe Gesichtspflege verwendet, als wenn er diese wöchentlich wechselt.

Influencer Conference: Die Zukunft des Influencer-Marketings

Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial im Influencer-Marketing und nutzen die Plattform für eine kreative Content-Creation, um Werbeinhalte authentisch zu vermitteln. Inzwischen vertrauen 38 Prozent der Endverbraucher Marken, Produkten oder Dienstleistungen mehr, wenn sie von einem Influencer empfohlen werden.

Dadurch ergeben sich für Influencer neue Monetarisierungsmöglichkeiten für ihre Inhalte. Mithilfe einer Lizenzierung haben Unternehmen die Chance, den Content der Influencer medienübergreifend zu nutzen, z. B. in TV, Print oder in Out-of-Home-Werbung. Dadurch produzieren die Influencer immer professionelleren und qualitativ hochwertige Inhalte, damit sich diese leichter in andere Formate wie Plakate oder Videowerbung umsetzen lassen.

Partnerschaften zwischen Marken und Influencern immer wichtiger

Zudem werden langfristige Partnerschaften zwischen Marken und Influencern eine immer größere Rolle spielen. Vermehrt lehnen Influencer einmalige oder kurzfristige Kampagnen ab und möchten lieber eine feste Bindung über einen längeren Zeitraum zu einer Marke aufbauen. Davon profitieren auch die Unternehmen: Schließlich steigt so die Glaubwürdigkeit, dass der Influencer auch wirklich hinter der Marke und dem Produkt steht und kann so authentischer bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Des Weiteren ist davon auszugehen, dass es zu einer Verschiebung der relevanten Social-Media- Kennzahlen kommt. Bisher werden Reichweite, Likes, Shares und Kommentare in den Fokus gerückt, um den Erfolg einer Kampagne zu messen. Diese Kennzahlen sind jedoch leider anfällig für Betrug und sagen manchmal nicht viel über den tatsächlichen Erfolg etwas aus. Deshalb werden zukünftig z. B. auf Instagram die Anzahl der Nachrichten auf Stories, wie oft ein Foto oder Video gespeichert wurde, die Interaktion mit der Brand in den Kommentaren oder die Emoji-Reaktionen auf eine Story eine größere Rolle spielen

Influencer Conference: Speed-Networking der Influencer

Um nicht nur die Meinungen der Agenturen, Netzwerke und Unternehmen aus der Branche zu hören, gab es auf der Influencer Conference auch ein Influencer-Speed-Networking. Hier hatten zehn Unternehmen die Chance, sich mit zehn Influencern aus der Region München und Augsburg auszutauschen. Unter anderem waren unter den Influencern Anunanna, Mubiix, PauliKocht und Fabian Pecher. Ein offener Austausch zwischen den beiden Parteien war unter einem angenehmen Umfeld möglich. Perfekt, um Kontakte zu knüpfen und um neue Standpunkte kennenzulernen.

Markus Kellermann, Veranstalter der Influencer Conference und Geschäftsführer der Influencer-Marketing-Agentur Influencer360, zog ein positives Fazit zur Veranstaltung: „Influencer-Marketing ist im Mainstream angekommen und bei vielen Unternehmen mittlerweile fester Bestandteil im Online-Marketing-Mix. Man merkt, dass die Branche sich immer mehr professionalisiert hat und der Trend geht eindeutig in Richtung langfristige Partnerschaften zwischen Marken und Influencern. Eines der Hauptthemen auf der Influencer Conference war auch die Verschiebung der messbaren KPIs hin zu Engagement-Faktoren wie die Anzahl der Nachrichten auf Stories, wie oft ein Foto oder Video gespeichert wurde und die Interaktion mit der Marke in Kommentaren. Zudem merkt man die steigende Investitionsbereitschaft großer Unternehmen in das Influencer-Marketing.“ (sg)

Lesen Sie zum Thema Influencer-Marketing auch: Aktivierung, Nutzung und Glaubwürdigkeit sind entscheidend

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Das eher trockene Thema Zeiterfassung breitete sich innerhalb weniger Tage wie ein Lauffeuer aus, von dem alle sprechen. Auslöser war die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 14. Mai 2019, nach der alle Unternehmen verpflichtet sind, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter systematisch zu erfassen. Was auf den ersten Blick wie ein Schritt zurück zur unflexiblen Stechuhr klingt, kann im Gegenteil ein Sprung vorwärts in die flexible und digitale Zukunft sein.

Wie die neue Digitalstudie der Postbank ergeben hat, sind deutsche Konsumenten knapp 50 Stunden pro Woche online. Das Smartphone ist dabei erstmalig das Gerät Nummer eins für den Internetzugriff. Außerdem nutzen die Deutschen verstärkt Sprachassistenten und Wearables. Eine große Mehrheit von 76 Prozent nutzt für das Internet-Surfen das Smartphone.

Werbung

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.