Interim Manager erwarten positive Entwicklung für 2010

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Die deutschen Interim Manager haben die Wirtschaftskrise offensichtlich gut verkraftet. In einer Online-Befragung der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) gaben 498 Interim Manager ihre Einschätzung zu Akquisitionsstrategien, Mandaten, der Rolle von Netzwerken, Providern und Sozietäten sowie zur allgemeinen Marktentwicklung ab.

Demnach sind Restrukturierung und Prozessoptimierung die derzeit wichtigsten Einsatzfelder. Interim Manager nutzen vor allem persönliche Netzwerke und Empfehlungen, um neue Projekte zu akquirieren. Ein weiteres wichtiges Standbein ist die provisionspflichtige Vermittlung durch Provider. Die Nachfrage nach Interim Managern ist traditionell im Maschinen- und Anlagenbau, der Telekommunikation, den Medien, in Hightech-Unternehmen sowie der Automobil- und Zulieferindustrie besonders hoch.

Relativ neu ist der Gedanke, sich eines Interim Managers zu bedienen, im Retail-Sektor. Allerdings: „Bei der Suche nach den schmalen Optimierungsfenstern“, so schreibt das Handels-Magazin, „hilft Interim Managern auch die meist vorhandene Cross-Industrie-Erfahrung, die andere Blicke auf Probleme und ungewöhnliche Lösungswege abseits der eingetretenen Pfade ermöglicht.“

Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash, hält den Einsatz von Interim Managern für eine gute Möglichkeit, um in einem verkrusteten Arbeitsmarkt ein wenig Flexibilität zu gewinnen. Für die Automobilbranche sei das Ausleihen von Ingenieuren ohnehin längst ein unverzichtbares Instrument. „Wenn wegen eines neuen Projektes zusätzliche Arbeit anfällt, ist es notwenig, externe Fachkräfte einzusetzen. Sie sind sofort verfügbar und müssen nicht über ein langwieriges Einstellungsverfahren am Personalmarkt gesucht werden“, so die Erfahrung von Nadolski.

Generell wachse in modernen Volkswirtschaften der Anteil von Tätigkeiten, die zeitlich begrenzt seien. „Hier wird ein Netz von freischaffenden Arbeitskräften, die über die gesamte Welt verstreut sind, immer wichtiger“, so die Überzeugung des Düsseldorfer Personalexperte. Der Wechsel zwischen selbständiger und unselbständiger Arbeit, zwischen Vollzeit- und Teilzeitjob, zwischen dauerhafter und befristeter Arbeit werde zur Regel.

Und die kann durchaus lukrativ sein. Die Honorare der Interim Manager sind laut DDIM-Befragung im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2007 auf durchschnittlich 1.100 Euro pro Tag gestiegen. Auslandseinsätze, speziell in Europa und Nordamerika, haben einen hohen Stellenwert, wobei Asien als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft bislang noch unterrepräsentiert ist. Das Marktvolumen in Deutschland betrug 2008 etwa 750 Millionen Euro und ist damit nach etwa 490 Millionen in 2006 um etwa 24 Prozent pro Jahr gewachsen. Im laufenden Jahr verzeichneten einzelne Manager Nachfragerückgänge. Insgesamt ist das Marktvolumen weiter gewachsen und die meisten Befragten sehen für 2010 wieder eine überwiegend gute Auslastung und Umsatzentwicklung.

Info: http://www.ddim.de/

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