Internationale Marktanalyse: Mobile Bezahlverfahren weltweit auf dem Vormarsch

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Mobile-Payment-Lösungen setzen sich international immer stärker durch. Als Vorreiter gelten die Region Asien/Pazifik und der afrikanische Raum. Dort besitzt kaum ein Einwohner ein klassisches Bankkonto. In Europa gelten vor allem Großbritannien sowie Spanien und Italien als Treiber, während es in Deutschland noch Optimierungsbedarf im Handel und Vorbehalte bei den Konsumenten gibt.
Mobile Payment

Mobile-Payment-Lösungen setzen sich international immer stärker durch. Als Vorreiter gelten die Region Asien/Pazifik und der afrikanische Raum. Dort besitzt kaum ein Einwohner ein klassisches Bankkonto. In Europa gelten vor allem Großbritannien sowie Spanien und Italien als Treiber, während es in Deutschland noch Optimierungsbedarf im Handel und Vorbehalte bei den Konsumenten gibt.

Das aktuelle Whitepaper „Mobile Payment 2016: Aktuelle Marktanalyse, Auswirkungen und Empfehlungen für den Bankensektor“ gewährleistet einen umfassenden Überblick zur Entwicklung in acht wichtigen Schlüsselmärkten: Deutschland, Schweiz, Spanien, Italien, Großbritannien, USA, Brasilien und China. Aufschlussreich ist zudem der Vergleich mit der Analyse von 2012, in der sich GFT bereits vor vier Jahren mit dem Trend zum Mobile Payment intensiv befasst hat. Wie hat sich der Markt nun entwickelt – und wo besteht akuter Handlungsbedarf für den Bankensektor? Die neue Analyse liefert klare Antworten.

„Die Zukunft des Zahlungsverkehrs bestimmen Wertschöpfungsketten, die länger und komplexer werden“, erklärt Bernd-Josef Kohl, Executive Director GFT Germany. In vielen Ländern drängen neue Unternehmen in den Markt, die nicht aus dem traditionellen Finanzumfeld stammen: zum einen Smartphone-Hersteller, die ihre Kontrolle über ein mobiles Betriebssystem mit disruptiven Geschäftsideen verbinden; zum anderen mächtige Internetkonzerne aus den USA und zunehmend auch aus China, die sich bei einer Mobile Wallet vor allem für die Monetarisierung der Kundendaten interessieren. „Ein weiterer neuer Wettbewerber für den bislang von Banken dominierten Zahlungsverkehr sind FinTech-Startups“, so Kohl weiter.

Gute Marktchancen für die Banken – aber die Zeit drängt 

Bis 2020 müssen in Deutschland alle PoS-Kassenterminals kontaktlose Bezahlsysteme unterstützen. Für den Bankensektor bedeutet dies eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten. „Dank ihrer Infrastruktur und der langjährigen Expertise mit Zahlungsdiensten haben die Kreditinstitute beste Voraussetzungen, eine zentrale Position im künftigen mobilen Ökosystem einzunehmen“, betont Kohl. In der Regel können die Finanzhäuser beim Kunden zudem auf einen hohen Vertrauensvorschuss bauen – besonders, wenn es um das Thema Datenschutz geht: Einer kürzlich veröffentlichten Umfrage* zufolge würden drei von vier Konsumenten beim Bezahlen mit dem Smartphone am ehesten einer Anwendung ihrer Hausbank vertrauen. Bei einem Anbieter aus der IT- oder Internetbranche wäre es nur etwa jeder Zehnte.

Weitere Dynamik durch Instant-Payment-Dienste

Eine weitere Dynamik wird der Markt durch die Einführung von Instant-Payment-Diensten erfahren. Schon 2018 sollen in der Euro-Zone Zahlungen in Echtzeit möglich sein – und zwar zwischen Unternehmen und Einzelpersonen (B2P). Die gesetzlichen Vorgaben, mit denen die Europäische Union mehr Wettbewerb und Sicherheit in den Mobile-Payment-Markt bringen will, bedeuten zusätzlichen Druck für die Kreditinstitute: Mit der Umsetzung der Europäischen Richtlinie für Zahlungsdienste PSD2 werden sie gezwungen, Drittanbietern freien Zugang zu den von ihnen geführten Konten zu gewähren.

Aus den aggregierten Erkenntnissen der Marktanalyse hat GFT für den Finanzsektor zahlreiche Empfehlungen zu Geschäftsmodellen, Einstiegschancen und möglichen Kooperationsmodellen abgeleitet. „Der Fokus muss klar auf dem Nutzererlebnis liegen. Die richtige Kundenansprache ist ein zentraler Schlüssel, um mobile Bezahldienste zu etablieren. Gerade das Nutzererlebnis macht hier den Unterschied zwischen einem Markterfolg und einem aufsehenerregenden Scheitern – somit nicht zuletzt zwischen Kundentreue und -verlust“, bringt es Kohl auf den Punkt.

Zudem bietet das Whitepaper wertvolle Einschätzungen über die voraussichtliche Entwicklung des mobilen Zahlungsverkehrs in den nächsten Jahren.

* Quelle: ING-Diba

Das Whitepaper steht hier zum Download bereit.

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