Internetnutzung: Große Unterschiede in der Generation 50plus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Der Abstand zwischen den über 50-Jährigen und den jüngeren Internetnutzern ist auch 2009 leicht zurückgegangen. Mit einem Onliner-Anteil von 44,9 Prozent erreicht die Generation 50plus jedoch nicht annähernd den bundesweiten Durchschnitt von 69,1 Prozent. Genauer aufgeschlüsselt zeigt sich ein differenziertes Bild: Liegt die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 67,1 Prozent nur knapp unter dem Durchschnitt, haben die 60- bis 69-Jährigen mit 6,9 Prozentpunkten zwar den stärksten Zuwachs, erreichen selbst damit aber noch nicht die 50-Prozent Marke (48,5 Prozent). Dramatisch sieht es bei den über 70-Jährigen aus: Bei vergleichsweise geringer Steigerung um 2,7 Prozentpunkte sind in dieser Altersgruppe erst 19 Prozent, also nicht einmal jeder Fünfte, online.

Während bei allen Altersgruppen bis 49 Jahren die Internetnutzung inzwischen über 80 Prozent liegt, muss die Mehrheit der Bürger über 60 Jahre noch gezielt angesprochen und gefördert werden, damit auch sie die Möglichkeiten und den Nutzen des Internets für sich entdecken. Das sind zentrale Erkenntnisse aus der Analyse der Internetnutzung nach Altersgruppen aus dem (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest.

Die Differenz zwischen den Geschlechtern bei der Internetnutzung über 50 Jahren ist 2009 um 1,4 Prozent auf inzwischen 21,1 Prozentpunkte gestiegen. Damit sind 56,3 Prozent der Männer, aber nur 35,2 Prozent der Frauen der Altersgruppe 50plus online.

Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit, dazu: “Gerade ältere Frauen profitieren momentan noch zu wenig von dem positiven Trend bei der Internetnutzung. Es müssen für sie neue Ansätze gefunden werden, um ihnen den kompetenten Umgang mit dem Internet nahe zu bringen und den persönlichen Nutzen zu vermitteln. Dafür suchen wir Internet-Patinnen und -Paten, die ihr Wissen gerne teilen und sich engagieren wollen.”

Die Analyse der Best Ager (über 50 Jahre) in Kombination mit ihrer Bildung zeigt groß;e Unterschiede zu den Befragten zwischen 14 und 49 Jahren. Während bei den Jüngeren der Einfluss der Bildung auf die Internetnutzung tendenziell sinkt, verbuchen die Best Ager mit hoher formaler Bildung immer noch hohe Zuwachsraten (4,2 Prozentpunkte). Von den über 50-Jährigen mit Studium sind 74,6 Prozent Onliner, während unter den Best Agern mit Volksschulabschluss ohne Lehre nur 13,6 Onliner sind (Zuwachs 3,1 Prozentpunkte). Daraus ergibt sich eine Differenz der Onliner von 61,0 Prozentpunkten zwischen Best Agern mit hohen und einfachen formalen Bildungsabschlüssen.

Die Untersuchung der Berufstätigkeit der Onliner lässt auch in diesem Jahr wieder einen positiven Zusammenhang erkennen. Unter den berufstätigen Best Agern sind 70,4 Prozent Onliner was einer Steigerung von 4,2 Prozentpunkten entspricht. Bei den nicht berufstätigen Best Agern, ist hingegen nur knapp jeder Dritte online (32,8 Prozent), was einer Steigerung im Jahresvergleich von 3,9 Prozent entspricht.

Info: www.nonliner-atlas.de

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Top Jobs

Keine Top-Jobs gefunden
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Von online zu offline: Warum Online-Marken in den stationären Handel gehen

Euroshop 2020 – für Pure Player ein Muss

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.