Internetnutzung: Smartphone hängt alle anderen Geräte ab

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Die Postbank hat in ihrer neuen Digitalstudie das Nutzungsverhalten der Deutschen vor Beginn der Corona-Krise untersucht. Demnach hat das Smartphone alle anderen Geräte abgehängt und ist ständiger Begleiter der deutschen Konsumenten. So gehen 79 Prozent mit ihrem Handy ins Netz.
Einkaufsverhalten Shopping-Apps

Quelle: Georgejmclittle/Shutterstock

  • Die neue Postbank Digitalstudie 2020 hat das Nutzungsverhalten der Deutschen vor Beginn der Corona-Krise untersucht.
  • Die Internetnutzung mit dem Smartphone steigt stärker wie mit anderen mobilen Geräten wie Laptops und Tablets.
  • Das Internet wurde bereits vor der Corona-Krise für die Deutschen zu einem „Vollzeitjob“.

Auf den Plätzen zwei und drei der Geräte für die Internetnutzung landen Laptops, die 71 Prozent der Deutschen zum Surfen verwenden, und Desktop-PCs mit 58 Prozent. Zu Tablets greifen 47 Prozent der Bundesbürger und 37 Prozent sitzen vor einem Smart-TV. Dies sind die Ergebnisse der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2020, die das Nutzungsverhalten der Deutschen vor Beginn der Corona-Krise erhoben hat.

Auf das Smartphone entfallen laut der Studie auch die meisten Wochenstunden der Internetnutzung. Von den 56 Stunden, die die Deutschen im Durchschnitt pro Woche online verbringen, entfallen rund 16 auf das Smartphone, gut 13 auf den Desktop-PC und fast ebenso viele auf Laptops.

Internetnutzung
Die Internetnutzung mit dem Smartphone ist von 57 Prozent im Jahr 2015 auf 79 Prozent gestiegen. (Grafik: Postbank)

Internetnutzung: Corona-Krise verstärkt den Trend

„Mit 56 Stunden war das Surfen im Internet für die Deutschen bereits vor der Corona-Krise mehr als ein Vollzeitjob. Der Lockdown dürfte die Internetnutzung noch verstärkt haben“, erklärt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank. „Eine logische Folge des veränderten Alltags: Nicht nur beruflich wird verstärkt auf Online-Kommunikation gesetzt, da viele krisenbedingt im Homeoffice arbeiten. Auch privat werden digitale Kommunikationskanäle verstärkt genutzt, um Kontakt zu Freunden und Familie zu halten. Social Media gewinnt in Zeiten des Social Distancing an Bedeutung“, so Brosch.

Nicht zuletzt will die Freizeit gefüllt werden, wenn Kinos, Restaurants, Bars und Clubs geschlossen haben und Kulturveranstaltungen ausfallen. Streaming hat während des Shutdowns massiv zugenommen. Das Smartphone zeigt der Postbank Digitalstudie zufolge seit Jahren die größten Zuwachsraten unter den Geräten. Waren es im Jahr 2015 erst 57 Prozent der Deutschen, die mit ihren Smartphones im Netz surften, haben die Nutzungszahlen binnen fünf Jahren um knapp 40 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der deutschen Smartphone-Nutzer erneut um drei Prozentpunkte gestiegen. Bei Laptops ist die Nutzung leicht rückläufig, Desktop-PCs stagnieren, Tablets legen minimal um einen Prozentpunkt zu.

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79 Prozent der deutschen Konsumenten nutzen das Smartphone für das Internet. (Grafik: Postbank)

Internetnutzung: Jüngere Nutzer fast permanent online

Die jüngeren Deutschen waren auch schon vor der Corona-Pandemie und den massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens fast permanent online – und zwar fast alle auch mit dem Smartphone. Die unter 40-Jährigen, auch Digital Natives genannt, sind der Postbank-Studie zufolge 27 Stunden pro Woche mit dem Handy online. Insgesamt beläuft sich ihre Internetnutzung auf knapp 75 Stunden wöchentlich, das sind im Schnitt knapp elf Stunden täglich.

Internetnutzung
91 Prozent der Digital Natives nutzen das Smartphone für das Internet. (Grafik: Postbank)

„In dieser Altersgruppe dürften die Kontaktbeschränkungen vor allem bei Singles und Kinderlosen zu mehr Zeit vor dem Bildschirm führen. Sie tritt an die Stelle von Freizeitaktivitäten außerhalb der vier Wände, die im Shutdown wegfallen“, berichtet Brosch.

Veränderte Nutzungsgewohnheiten mit langfristigen Folgen

Das veränderte Nutzungsverhalten wird auch nach überstandener Virus-Krise nachwirken. „Internetnutzung und Smartphone-Gebrauch haben auch immer etwas mit Gewohnheiten zu tun. Social Media, Messenger Dienste und Videocall-Funktionen werden wohl auch nach der Krise weiterhin intensiver genutzt werden als vorher“, ist Brosch überzeugt.

Zur Methodik der Studie: Für die Postbank Digitalstudie 2020 – Die digitalen Deutschen wurden im Februar und März dieses Jahres 3.035 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im sechsten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären. (sg)

Lesen Sie auch: Internetnutzung in der Corona-Krise – so kaufen jetzt die Deutschen ein

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