IT-Freelancer: Warum die Umsätze bei Personaldienstleistern zurückgehen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

IT-Freelancer: Warum die Umsätze bei Personaldienstleistern zurückgehen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Fast eine Dekade lang wuchsen die Umsätze der Personaldienstleister mit der Rekrutierung und Vermittlung von IT-Freelancern in zweistelliger Höhe. Im Geschäftsjahr 2019 stagnierten erstmals die Umsätze oder gingen sogar zurück. Neben der gesetzlichen Unsicherheit gibt es weitere Ursachen für den Einbruch.
IT-Freelancer

Quelle: Rawpixel.com/shutterstock

  • Bei den Top 10 der Personaldienstleistern sind die Umsätze 2019 um 1,9 Prozent geschrumpft.
  • Gesetzliche Unsicherheit und Eintrübung in wichtigen Kundenbranchen machten sich bereits 2019 bemerkbar.
  • Erst ab 2021 rechnen die Personaldienstleister für IT-Freelancer wieder mit steigenden Umsätzen

Bedingt durch die Neuregelung der Arbeitnehmerüberlassung und die Verunsicherung der Kunden durch rechtliche Risiken verlangsamte sich das Wachstum, IT-Freelancer zu vermitteln, bereits 2018 auf 5,7 Prozent. Die neuen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 zeigen nun, dass die Umsätze der Unternehmen stagnierten oder sogar rückläufig sind mit minus 1,9 Prozent. Die Prognose des letzten Jahres wurde dadurch deutlich verfehlt.

Neben der gesetzlichen Unsicherheit machte sich auch die Eintrübung der Konjunktur in wichtigen Kundenbranchen bemerkbar, wie beispielsweise bei der Automobilindustrie im zweiten Halbjahr 2019. Dies zeigen die Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Lünendonk-Marktsegmentliste und Studie 2020 „Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT Freelancern in Deutschland“.

IT-Freelancer
Die Top 12 der führenden Personaldienstleister in Deutschland. (Grafik: Lündendonk)

IT-Freelancer: Corona-Virus führt 2020 zu sinkenden Umsätzen

Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnen die führenden zehn Personaldienstleister mit rückläufigen Umsätzen. Bedingt durch die Corona-Krise werden nach Angaben der Top-10-Unternehmen die Umsätze 2020 um rund drei Prozent schrumpfen. „Verglichen mit anderen B2B-Dienstleistungsmärkten ist dies eine recht optimistische Prognose. Es wäre nicht überraschend, wenn die Umsätze 2020 sogar noch stärker schrumpfen. Teilweise berichten Anbieterunternehmen von einem mehr als 30-prozentigen Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2020“, kommentiert Jonas Lünendonk, Branchenexperte und Geschäftsführer der Lünendonk & Hossenfelder GmbH in Mindelheim.

Jonas Lünendonk
Jonas Lünendonk ist Geschäftsführer von Lünendonk & Hossenfelder.

In einzelnen Qualifikationen führte die Corona-Krise jedoch auch zu einer besonders hohen Nachfrage. Beispielsweise waren Experten für Cloud-Technologien stark gefragt, konnten allerdings den allgemeinen Nachfragerückgang nicht kompensieren.

IT-Freelancer: Umsatzerwartung für 2021 wieder deutlich optimistischer

Digitalisierung, IT-Modernisierung sowie umfangreiche Cloud- und IT-Transformationsprojekte wie die SAP-4/HANA-Umstellung stimmen die IT-Freelancer und deren Personaldienstleistungs-Partner aber optimistisch für die Zeit nach der Corona-Krise. Diese positiven Wachstumsaussichten decken sich auch mit der Einschätzung der führenden IT-Beratungsunternehmen, die Lünendonk vor kurzem befragt hat.

So rechnen die IT-Berater ebenfalls mit einer Erholung des Marktes im Jahr 2021. Vor der Corona-Krise litten viele Kundenunternehmen unter einem Fachkräftemangel, besonders bei IT-Fachkräften. Dieser Mangel ist aktuell zwar geringer, wird sich aber bei einer Rückkehr der Volkswirtschaft auf den Wachstumspfad wieder bemerkbar machen.

Lünendonk-Marktsegment enthält Top 10 der Personaldienstleister

Mit über einer Milliarde Euro Umsatz und deutlichem Abstand ist Hays in Deutschland der Marktführer bei Personaldienstleistern mit Schwerpunkt Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern. Auf dem zweiten Platz folgt Gulp, ein Tochterunternehmen des niederländischen Personaldienstleisters Randstad, mit einem Umsatz von rund 400 Millionen Euro. Sowohl Hays (minus 1,1 Prozent) als auch Gulp (minus 6,3 Prozent) verzeichneten Umsatzrückgänge beim IT-Freelancer-Geschäft.

IT-Freelancer
Die Umsatzentwicklung der Top 10 Personaldienstleister in Deutschland. (Grafik: Lündendonk)

Auf Platz drei liegt erstmals der englische Personaldienstleister SThree mit einem IT-Freelancer-Umsatz von rund 180 Millionen Euro. Dahinter folgt auf dem vierten Platz Allgeier Experts (136 Millionen Euro), das Tochterunternehmen der Allgeier SE. Komplettiert werden die Top 5 in diesem Jahr wieder von Etengo aus Mannheim mit über 130 Millionen Euro Umsatz.

Veränderungen im Markt der Personaldienstleister

Neu unter den Top 12 ist in diesem Jahr erstmals die Ferchau GmbH als Tochterunternehmen der Able Group. Damit ist die Able Group mit zwei Unternehmen vertreten, da top itservices ebenfalls zudem Unternehmen aus Gummersbach gehört. Darüber hinaus haben sich in diesem Jahr Westhouse Group und Future Consulting zusammengeschlossen und werden zukünftig gemeinsam unter der Marke Westhouse am Markt tätig sein. Zusammen erzielten die Unternehmen 2019 mit der Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern einen Umsatz von 147 Millionen Euro. Darin sind signifikante Umsatzanteile mit Managed Service Providing enthalten. Der Zusammenschluss wird in der Lünendonk-Marktsegmentliste 2021 Berücksichtigung finden.

IT-Freelancer
Auswirkungen der Rechtslage auf die deutsche Wirtschaft. (Grafik: Lündendonk)

Die vollständige Lünendonk-Liste Führende Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland steht ab sofort unter www.luenendonk.de zum Download bereit. Die vollständige Lünendonk-Studie wird Ende August mit Unterstützung der Unternehmen Allgeier Experts, Etengo, Ferchau, Hays, Modis und Westhouse veröffentlicht. Sie enthält umfassende Informationen zu Trends und Entwicklungen im Personaldienstleistungs-Markt, zum Stand der internen Digitalisierung der Anbieter und weitere informative Kennzahlen. Die Studie kann ab sofort kostenpflichtig vorbestellt werden. (sg)

Lesen Sie auch: Remote-Freelancer: Wie sie die Digitalisierung in Unternehmen voranbringen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Das Coronavirus hat den stationären Einzelhandel in eine Krise gestürzt. Doch der Lockdown ist vorbei und die meisten Läden und Einkaufszentren sind wieder geöffnet. Jetzt kämpfen Einzelhändler mit einem ganz anderen Problem: Sie müssen für soziale Distanz sorgen.
Eine der wichtigsten Fragen bei der Digitalisierung: Wie schütze ich meine Daten? Immer mehr Prozesse sind digital, Mitarbeiter erhalten immer wieder neue Nutzerkonten und Zugangsdaten für neue Programme. Unternehmen setzen dabei häufig auf Passwörter, um die Sicherheit zu gewährleisten. Welche alternativen Möglichkeiten es gibt, erklärt der IT-Experte Marco Föllmer in seinem Gastbeitrag.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fashion commerce

Wann jetzt handeln gefragt ist

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.