Jahresendgeschäft im E-Commerce: 5 Erfolgsfaktoren zur Planung

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Jahresendgeschäft im E-Commerce: 5 Erfolgsfaktoren zur Planung

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In 115 Tagen ist Weihnachten: Höchste Zeit also, um Onlineshops fit für bevorstehende Useranstürme zur Weihnachtszeit oder zu saisonalen Shoppingevents wie Black Friday, Singles Day & Co. zu machen.
Jahresendgeschäft im E-Commerce: 5 Erfolgsfaktoren zur Planung

Quelle: style-photography-istockphoto.com

Ob national oder international: Verkaufsaktionen bringen neben Offline- vor allem Onlinehändlern weltweit Milliarden-Umsätze ein. Große Treiber für den Onlinehandel sind Events wie Black Friday, das Jahresendgeschäft oder Aktionswochen diver­ser Online-Marktplätze, die vermehrt das Interesse von Schnäppchenjägern wecken. Deutlich mehr Verkaufsevents als hierzulande feiern hingegen asiatische Händler. Von den Double Days bis hin zum Neujahrsfest: An diesen Tagen schnellen die Zugriffszahlen in asiatischen Onlineshops regelmäßig in die Höhe – Zugriffszahlen von 60.000 Usern innerhalb weniger Minuten sind dabei keine Seltenheit.

Für jeden Useransturm gerüstet: CP All in Thailand

Das thailändische Unternehmen CP All hat seine Onlineshops angesichts des immens steigenden User Traffics gewappnet. CP All betreibt in Thailand rund 12.000 7-Eleven-Filialen sowie verschiedene Onlineshops, darunter mit „24Shopping“ einen Universalversender. Für das E-Commerce-Projekt hat CP All als Entwicklungspartner OSP (Otto Group Solution Provider GmbH) mit Standorten in Deutschland, Spanien und Taiwan ins Boot geholt. Durch OSP wurden neben dem Shop- und PIM-System auch die Order Management- und Lagerverwaltungssoftware sowie mobile Apps, KI-Empfehlungssysteme und weitere Omnichannel-Features implementiert. Um die Performance des Webshops für jeden Useransturm abzusichern, fokussierte OSP bei der Implementierung folgende Aspekte:

  • Architektur der Systemlandschaft: OSP setzte vor allem horizontal skalierbare Anwendungen mit Container-Technologien und Microservices sowie State-of-the-art-Softwaretechnologien ein. Die verwendete In-Memory-Technologie macht die Systeme besonders leistungsfähig, da sie Daten stets im Arbeitsspeicher hält und schnell abrufbar macht.
  • Steigerung der Conversion Rate: Um Traffic schnell in Käufe zu verwandeln, entwickelte OSP ein neues User Interface- und User Experience-Design. Das neue UI-/UX-Design führt Nutzer intuitiver, schneller und bequemer zum Ziel. Für CP All machten sich vor allem die Analyse und Erfahrungswerte von OSP bezahlt, sodass die Onlineshops mit deutlich besserer Nutzererfahrung ihren Umsatz innerhalb eines Jahres um 80 Prozent steigerten. 
  • Abstimmung aller Schnittstellen: OSP hat alle relevanten Bereiche – von Technik über E-Commerce bis hin zur Logistik – in das Projekt involviert und Schnittstellen wie Shop-, PIM-, Order Management- und Warehouse-Systeme aufeinander abgestimmt. Das hilft dabei, auch großem Traffic im Shop standzuhalten und die zügige Abwicklung von Bestellungen und Lieferungen nach dem Kaufprozess zu sichern.
  • Forecasting für dynamische Skalierbarkeit: Um zukünftig schnell auf ansteigende Nutzeranstürme zu reagieren, analysierte OSP die Daten vergangener Events bei CP All. Daraus ließen sich Prognosen für den zukünftig erwarteten Traffic ableiten und das optimale Setting bereitstellen.

Fünf Erfolgsfaktoren zur Planung für das Jahresendgeschäft

Die Lerneffekte aus dem thailändischen Projekt lassen sich durch vergleichbare technische Anforderungen auch auf den deutschen E-Commerce übertragen. Folgende fünf Aspekte sind im Jahresendgeschäft zu berücksichtigen, damit auch hoher Traffic die Onlineshops nicht lahmlegt:

  1. Tests und Monitoring:
    Mithilfe von permanenten Load-Tests und kontinuier­lichem Monitoring werden negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert und die Systeme abgesichert.
  2. Drittsysteme entkoppeln:
    Sind die Abhängigkeiten vom Shopsystem zu Drittsys­temen so gering wie möglich, können gezielte Sicherungskonzepte entwickelt werden. So besteht bei Ausfällen anderer Systeme keine Gefahr für das Shopsystem selbst.
  3. In-Memory-Technologie nutzen:
    Relevante Informationen werden so im Arbeitsspeicher des Servers gehalten, Zugriffe auf Datenbanken reduziert und die Performance signifikant gesteigert.
  4. Zielgruppengerechtes UI-/UX-Design:
    Um Kunden schnell und unkompliziert über die Produkte zum Warenkorb bis hin zur Kasse zu führen, sollten die Oberflächen auf Basis von Nutzeranalysen an das Verhalten der Zielgruppe angepasst sein.
  5. Partnerauswahl mit Cloud-Lösungen:
    Durch die Wahl eines erfahrenen Implementierungspartners fließen fundierte Erfahrungswerte in den Aufbau des Webshops ein. Im Ernstfall kann durch Cloud- beziehungsweise SaaS-Lösungen unabhängig von der eigenen IT-Infrastruktur schnell skaliert werden.

Ob Neujahrsfest, Black Friday oder Weihnachtsshopping – der Traffic in Onlineshops steigt. Für Händler bedeutet das vor allem: frühzeitig Vorkehrungen treffen. Gezielte Analysen helfen beim Aufbau eines sicheren und flexibel skalierbaren Shopsystems, das auch die Systeme hinter dem Shop im Blick behält.

Jahresendgeschäft, Sebastian Müller
Bild: Sebastian Müller

Sebastian Müller verantwortet als Abteilungsleiter den Bereich E-Commerce bei Otto Group Solution Provider (OSP). OSP ist als IT-Spezialist für Retail und Logistik für Kunden innerhalb und außerhalb der Otto Group aktiv.

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