Jena kontra Hamburg: Wer ist die E-Commerce Hauptstadt Deutschlands?

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Jena antwortet selbstbewusst auf den Hamburger Führungsanspruch, deutsche E-Commerce Hauptstadt zu sein. Auf der gestern zu Ende gegangenen Netzwerkkonferenz Insight E-Commerce wurden Pläne für den Bau eines E-Commerce Campus angekündigt, auf dem im Zentrum der Stadt bis zu 1000 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.

Ex-Intershop Gründer Stephan Schambach sieht Jena in der Rolle der technologischen Hauptstadt des E-Commerce.  Auf der Netzwerkkonferenz Insight E-Commerce, die in der Branche als das Klassentreffen des deutschen E-Commerce gilt,  trafen Vertreter der Initiative Hamburg@work und der in Jena ansässigen Softwareunternehmen erstmals zusammen, um über den Führungsanspruch im deutschen E-Commerce zu diskutieren. Marc Recker von Hamburg@work stellte die ehrgeizigen Ziele dieser Initiative vor, die in den nächsten drei Jahren mit einem aus öffentlichen und privatwirtschaftlichen Mitteln gespeisten Etat von 750.000 Euro den Führungsanspruch der Hansestadt auf dem Gebiet des elektronischen Handels festigen soll.

Marc Recker verwies auf den in Hamburg verorteten Branchenmix von etablierten Marketing- und Werbeagenturen, großen Playern des Onlinehandels wie die Otto Group, Tchibo und Google und eine innovative Szene, die sich mit dem Bau von Onlineshops einen Namen macht. Wilfried Beeck, Ex-Intershop Gründer und heutiger Geschäftsführer des E-Commerce Software Unternehmens ePages mit Niederlassungen in Hamburg und Jena erklärte: „Hamburg bietet die größere Breite im Bereich Marketing und eine hervorragende Nähe zum Kunden, Jena aber ist das Zentrum der Softwareentwicklung.“

Dafür, dass die Innovationsführerschaft auf diesem Gebiet erhalten bleibt, sind in Jena bedeutende Investitionen geplant. „Wir wollen neben dem Intershop-Tower weitere infrastrukturelle Kapazitäten zu schaffen und im Zentrum der Stadt einen E-Commerce Campus für  ca. 1000 neue Arbeitsplätze errichten.“ – erklärte Sascha Sauer, Aufsichtsrat der im Intershop-Tower ansässigen E-Commerce Genossenschaft Towerbyte. In deren 30 Mitgliedsunternehmen sind derzeit 330 IT-Spezialisten beschäftigt, dazu kommen noch einmal mehr als 300 bei der Intershop AG. Wilfried Röpke, Chef der Jenaer Wirtschaftsförderung, geht von derzeit  insgesamt 1500 Arbeitsplätzen in der Softwarebranche am Standort  aus. Er bestätigte bislang sehr positive und im Einklang geführten Gespräche bei der Suche nach einem geeigneten Standort, betonte aber, dass nähere Details momentan nicht kommuniziert werden.

Für Ex-Intershop Gründer Stephan Schambach, derzeit Chairman der Softwarefirma Demandware mit den deutschen Standorten München und Jena, der sich per Videoschaltung aus den USA an der Diskussion beteiligte, erklärte: „Ich denke, dass Jena auf jeden Fall die technologische Hauptstadt des E-Commerce ist. Der Vertrieb muss aber dort angesiedelt sein, wo die Kunden sind und das sind Städte wie München, Düsseldorf, Hamburg oder Frankfurt.“

Kerstin Schilling, Geschäftsführerin der Bestsidestory GmbH aus Leipzig, die die Netzwerk Konferenz Insight E-Commerce mit über 50 Partnern aus ganz Deutschland bereits zum vierten mal organisiert hat, ist der Ausgang im Rennen um die Pole Position im deutschen E-Commerce noch nicht entschieden, aber auch nicht entscheidend. „Viel wichtiger ist, dass solche Diskussionen ein Schlaglicht auf das deutschlandweit vorhandene wirtschaftliche Potential in dieser Zukunftsbranche lenken. Deshalb begrüße ich auch die Initiative der Bundesregierung und bin gespannt auf den von Rainer Brüderle angekündigten IT-Kongress, der am 7. Dezember in Dresden stattfindet. Keine E-Commerce Metropole, aber immerhin auch an der Elbe gelegen.“

Die „Insight E-Commerce“  ist ein Netzwerk von Unternehmen, Entwicklern, Wissenschaftlern, Politikern und Anwendern von E-Commerce-Software. Organisiert wird die Veranstaltung von der Bestsidestory GmbH in Zusammenarbeit mit der E-Commerce Genossenschaft Towerbyte eG und weiteren 50 Partnern.

Info: www.insight-ecommerce.de

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