Kaufentscheidung: Online-Käufer wollen nicht zur Vor-Corona-Zeit zurück

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Kaufentscheidung: Online-Käufer wollen nicht zur Vor-Corona-Zeit zurück

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Wie sich die Kaufentscheidung der Konsumenten in der Corona-Pandemie entwickelt hat und in welcher Form sie in Zukunft einkaufen wollen, untersucht der neue „Smart E-Commerce Report“ von UPS. Hierfür wurden Online-Käufer in Europa nach Trends, Präferenzen und Erwartungen befragt.
Onlinehandel vs. stationärer Handel

Quelle: Natee Photo/shutterstock

  • UPS untersucht in einer jährlich erscheinenden Studie sich entwickelnde Trends im Onlinehandel sowie Präferenzen und Erwartungen der Online-Einkäufer.
  • In der neuen Studie „UPS Smart E-Commerce Report 2021“ geht es um die Auswirkungen der Corona-Pandemie und von Brexit sowie wichtige Faktoren bei der Kaufentscheidung.
  • 15 Prozent der Befragten möchten ihre Einkäufe auch nach der Pandemie vollständig oder überwiegend online erledigen, davor waren es zehn Prozent und während der Pandemie 33 Prozent..

UPS untersucht in einer jährlich erscheinenden Studienreihe sich entwickelnde Trends im Onlinehandel sowie Präferenzen und Erwartungen der Online-Einkäufer an den Handel. Die aktuelle Studie widmet sich entwickelnden Trends beim Onlineshopping in der Corona-Pandemie und wichtigen Faktoren bei der Kaufentscheidung. „Die Pandemie hat den bestehenden Trend zum E-Commerce in einer nie dagewesenen Weise beschleunigt. Da der Markt für Onlinehändler immer wettbewerbsintensiver wird, bietet personalisierter Kundenservice die Möglichkeit, sich gegenüber den Mittbewerbern abzuheben. Die Prioritäten der Verbraucher und ihre Erwartungen an das Online-Shopping zu verstehen, ist ein wichtiger Teil unserer Mission, das zu liefern, was für Händler und Verbraucher gleichermaßen wichtig ist“, erklärt Thomas Zeller, Marketing und Strategie Direktor bei UPS Deutschland, Österreich und Schweiz.

Kaufentscheidung: Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick

  • 15 Prozent der europaweit Befragten möchten ihre Einkäufe einschließlich Lebensmittel auch nach der Pandemie vollständig oder überwiegend online erledigen, davor waren es 10 Prozent, während der Pandemie 33 Prozent.
  • 48 Prozent der Befragten sehen in dem wichtigsten Treiber, auch nach der Pandemie vermehrt online einzukaufen, den Komfort, dass die Ware nach Hause geliefert wird.
  • 54 Prozent wünschen sich nachhaltige Verpackungen bei Lieferungen von großen nationalen und multi-nationalen Händlern, 50 Prozent auch bei kleinen Unternehmen.
  • 48 Prozent wünschen sich einen CO2-Emissionsausgleich bei Lieferungen von großen Händlern, 30 Prozent auch bei kleineren Unternehmen.
  • 67 Prozent wünschen sich, dass der Logistikdienstleister ihres Händlers nachhaltige Zustelloptionen anbietet.
  • 85 Prozent betrachten bei der Kaufentscheidung die Zuverlässigkeit des Zustellpartners als große oder sehr große Rolle.
  • 47 Prozent wünschen sich alternative Lieferoptionen wie Paketstationen von großen Online-Händlern, 32 Prozent auch bei kleineren Unternehmen.
Kaufentscheidung UPS
UPS Smart E-Commerce Report: Die Veränderung des Kaufverhaltens vor und nach der Pandemie. (Bild: United Parcel Service of America)

Online-Ausgaben sind gekommen, um zu bleiben: Sobald die Corona-Beschränkungen für den Handel wegfallen, wollen 15 Prozent der Verbraucher „alle“ oder „die meisten“ ihrer Einkäufe einschließlich Lebensmittel online erledigen. Vor der Corona-Pandemie waren es zehn Prozent, währenddessen 33 Prozent. Mit über 20 Prozent ist die Vorliebe für postpandemische Online-Einkäufe besonders bei den über 45-Jährigen vertreten. Gleichzeitig geben 40 Prozent an, dass sie nach der Aufhebung der Beschränkungen „ganz“ oder „überwiegend“ in den Geschäften einkaufen werden – ein Rückgang um 26 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie (54 Prozent der Einkäufe „ganz“ oder „überwiegend“ in den Geschäften).

Vorteile des Onlineshopping gegenüber stationärem Handel

Jeweilige Vorzüge von Online-Einkäufen und Ladengeschäften: Die Freude am Einkaufen im Laden (41 Prozent) und das persönlichere Erlebnis (38 Prozent) sind immer noch die Hauptgründe für den persönlichen Einkauf, während Bequemlichkeit (48 Prozent) und günstigere Preise (38 Prozent) die Hauptgründe für den Online-Einkauf sind.

Große Einzelhändler vs. unabhängige Geschäfte – aktuelle Präferenzen: Große Einzelhändler werden über alle Produktkategorien hinweg von der Mehrheit der Verbraucher gegenüber kleineren, unabhängigen Einzelhändlern und Online-Marktplätzen bevorzugt. Allerdings gaben 50 Prozent der Verbraucher an, dass sie “kleine Unternehmen unterstützen wollen”. Beim Einkauf bei diesen kleineren, unabhängigen Einzelhändlern waren Lebensmittel (25 Prozent) und Kleidung/Schuhe (24 Prozent) die beliebtesten Waren.

Kaufentscheidung UPS
UPS Smart E-Commerce Report: Die wichtigsten Gründe für Onlineshopping. (Bild: United Parcel Service of America)

Neun wichtige Faktoren für die Kaufentscheidung

Es gibt neun Faktoren für die Kaufentscheidung jenseits der Einkaufsart: Der Lieferpartner eines Händlers ist für 85 Prozent der Verbraucher der wichtigste Entscheidungsfaktor, wobei 41 Prozent sagen, dass dies ein wichtiger Faktor für zukünftige Einkäufe sein wird. Nachhaltigkeit des Händlers ist für 75 Prozent der Befragten wichtig und damit für die Verbraucher der zweitwichtigste Faktor. Weitere wichtige Faktoren sind Umgang mit Corona (70 Prozent), nachhaltige Lieferoptionen (67 Prozent), Chancengleichheit (66 Prozent) und Umgang mit dem Brexit (34 Prozent), wobei letzteres vor allem die Briten bewegt, die den Brexit-Umgang eines Händlers zu 44 Prozent wichtig finden.

Ein Blick auf die Nachhaltigkeit: Die Mehrheit der Verbraucher erwartet, dass Einzelhändler nachhaltige Verpackungen verwenden, wobei 54 Prozent dies von großen Marken und 50 Prozent von kleineren Marken erwarten. Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen ist in Spanien (64 Prozent) und Großbritannien (63 Prozent) am höchsten. 48 Prozent der Befragten wünschen sich, dass große Einzelhändler ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren.

Kaufentscheidung UPS
UPS Smart E-Commerce Report: Die wichtigsten Erwartungen zur Nachhaltigkeit. (Bild: United Parcel Service of America)

Verbraucherverhalten gegenüber sozialen Medien

Einstellung der Verbraucher zu sozialen Medien: Drei von fünf Befragten (60 Prozent) sind der Meinung, dass Marken während der Pandemie zu viel kommuniziert haben. 57 Prozent der Verbraucher glauben, dass kleinere, unabhängige Marken einen besseren Job gemacht haben, wenn es um ihre Kommunikation in den sozialen Medien geht. Die Zahl der Verbraucher, die beabsichtigen, über soziale E-Commerce-Kanäle zu kaufen, könnte 2021 um 15 Prozent steigen.

Einstellungen der Generationen zum Onlineshopping: Es überrascht nicht, dass die 25- bis 34-Jährigen, die oft als die erste Generation der Digital Natives angesehen werden, eher bereit sind, nach Aufhebung der Beschränkungen weiterhin „ganz“ oder „überwiegend“ online einzukaufen (22 Prozent) als die über 55-Jährigen (10 Prozent). Die über 55-Jährigen (56 Prozent) kaufen auch viel eher Kleidung und/oder Schuhe im Geschäft als die Gruppe der 18 – 24-Jährigen (34 Prozent). Verbraucher im Alter von über 55 Jahren erwarten auch eher eine kostenlose Rücksendung, wenn sie bei größeren Einzelhändlern einkaufen (62 Prozent), verglichen mit 54 Prozent der 18- bis 24-Jährigen. Bei unabhängigen und lokalen Geschäften sank diese Erwartung auf 36 Prozent beziehungsweise 39 Prozent.

Externe Faktoren werden den E-Commerce im Jahr 2021 beeinflussen: Auf die Frage nach dem Brexit glauben 66 Prozent der befragten britischen Verbraucher, dass Produkte und Waren, die aus der EU gekauft werden, teurer werden, und 64 Prozent glauben, dass sie aufgrund neuer Zollanforderungen länger brauchen werden, um anzukommen. 72 Prozent der befragten Verbraucher aus den EU-Ländern gaben an, dass der Kauf von Waren aus Großbritannien teurer werden würde, und 69 Prozent glauben, dass der Versand von Waren aus Großbritannien länger dauern würde. In ganz Europa glauben 57 Prozent der Verbraucher, dass sie ihre Gesamtausgaben im Jahr 2021 als Reaktion auf die Auswirkungen der Pandemie reduzieren werden.

Zur Methodik der Studie: Die jährlich erscheinende Studie von UPS zu Verhalten, Einstellung und Erwartung der europäischen Online-Käufer wurde 2021 gemeinsam mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov unter dem Titel „UPS Smart E-Commerce Report 2021“ veröffentlicht. Im Januar 2021 wurden hierfür 10.699 Verbraucher über 18 Jahren in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien befragt, davon 2.173 in Deutschland.
UPS ist eines der weltweit größten Paketzustellunternehmen mit einem Umsatz von 84,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020. Das Unternehmen bietet eine breite Palette an integrierten Logistiklösungen für Kunden in mehr als 220 Ländern und Regionen. Die mehr als 540.000 Mitarbeiter des Unternehmens die Strategie: Customer First. People Led. Innovation Driven. (sg)

Lesen Sie auch: Ethischer Konsum: 5 wichtige Trends beim Verbraucherverhalten

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