KI im E-Commerce: So machen sich Händler mit den neuen Technologien vertraut

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KI im E-Commerce mit Köpfchen nutzen: Dies sollten Händler jetzt tun, um sich mit den neuen Technologien vertraut zu machen.
KI im E-Commerce

Quelle: Zapp2Photo/Shutterstock

KI im E-Commerce? Revolutionieren künstliche graue Zellen den E-Commerce? Viel künstliche Intelligenz ist noch Zukunftsmusik. Händler können aber etwas tun: Die erschwinglichen KI-Vorboten testen und sich mit der Technologie vertraut machen. Ein Gastbeitrag von Frank Siewert.

KI im E-Commerce sinnvoll nutzen

Schon heute gibt es Wege, wie der E-Commerce Künstliche Intelligenz sinnvoll ausprobieren kann. Je nach Einsatz gilt es einiges zu beachten, wenn die KI angelernt wird und die richtigen Schlüsse gezogen werden sollen. Von KI spricht man, wenn menschliche Intelligenz mit Logik und Wenn-dann-Entscheidungen imitiert wird. Eines der heute häufigsten Einsatzgebiete von KI liegt im Bereich Marketing: Dabei geht es um Algorithmen, mit deren Hilfe sich Empfehlungen für Kunden personalisieren lassen.

Kunden in Gruppen einteilen

Im ersten Schritt tragen KI-Systeme mit statistischen Verfahren dazu bei, den Kunden besser zu versehen. Sie erkennen homogene Kundengruppen. Dafür sucht die KI vergleichbares Einkaufsverhalten und ähnliche Vorlieben. So lassen sich live KPIs (Key Performance Index) nachverfolgen, Warenkorbgrößen, Netzwerkentwicklung, Segmentgrößen und mehr. Dabei wird die Effizienz verschiedener Aktivitätsgruppen kontrolliert. Zudem unterstützen diese sich selbst anpassenden Ergebnisse bei der Einführung neuer Produkte etc.

Personalisierung

Nun sind Prognosealgorithmen an der Reihe, um Kunden zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren. Das „KI-Gehirn“ (Künstliches neuronales Netz) kann für verschiedene Zwecke trainiert werden, wie etwa:

  • Individuelle Produktempfehlungen generieren (Next Best Offer)
  • Simulieren, wie ein neues Produkt oder eine neue Kampagne aufgenommen wird
  • Auswählen der aussichtsreichsten Zielgruppe

Damit soll nicht nur Cross-Selling möglich werden, sondern dank Warenkorbanalyse sogar ein Up-Selling. Angebote und Marketingkampagnen sind dabei präzise auf die Kunden ausgerichtet. Sollte ein Produkt nicht mehr auf Lager sein, wird stattdessen ein Ersatzprodukt beworben. Strategien wie Next Best Offer und Next Best Action gehören dabei zu den am häufigsten eingesetzten. Dadurch lassen sich schnell Rückschlüsse ziehen: Was hat der Kunde gesucht, was schon gekauft und wie setzt sich sein Warenkorb gerade jetzt zusammen?

Wie soll die Interaktion mit dem Kunden weitergehen: Individualisierung

Online-Shop-Betreiber können aber noch näher an den Kunden heranrücken. Beispielsweise mit automatisiertem Influencer-to-Follower-Networking. Dabei soll der Influencer auch der Kumpel von nebenan sein. „Kaufe, was Deine Freunde mögen und sieh Dir ihre Fotos mit unseren Produkten an!“ So lautet die Werbebotschaft in Zeiten von Instagram, Youtube und Co. Dazu müssen Instagram, Onlineshop und ERP-System miteinander interagieren und Daten austauschen.

Technisch ist es auch möglich, die Schnappschüsse aus Instagram bei weiteren Besuchen auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten anzuzeigen. Wer den Onlineshop einmal aufgesucht und Cookies bestätigt hat, den erwartet sogar eine personalisierte Website mit den Bildern der eigenen Instagram-Freunde. Das Konzept lässt sich nun mit Hilfe einer KI-gestützten und Gesichter (wieder)erkennenden Software weiterführen. Solche Idee fallen jedoch noch unter die Kategorie Vision und verlässt die Daily Best Practice. Also zurück auf den Boden der Tatsachen, zum heutigen Stand.

Kontrolle durch KI im E-Commerce

Im Onlinehandel kann Künstliche Intelligenz auch zur Unterstützung von Back-Office-Prozessen genutzt werden. Die vorausschauende Analyse der Verkaufszahlen, erlaubt weitere Algorithmen zu definieren – etwa für die automatische Lagerauffüllung, während sich mit einer KI in der Kundenanalyse beispielsweise die Zuverlässigkeit eines Käufers einschätzen lässt Zudem wird bei Loyalty-Programmen geprüft, ob Betrug oder andere Dinge beim Kundenverhalten auffallen. Dazu gehören auch:

  • Fehlerhafte Konfiguration des Programms – ein Teilnehmer mit hohen Gesamtausgaben hat weniger Punkte erhalten
  • Betrügerische Aktivitäten auf dem betreffenden Konto – die Gesamtzahl der gesammelten Punkte ist im Vergleich zur Summe der Ausgaben unverhältnismäßig hoch

Zu einer der wichtigsten Anwendungen von KI im E-Commerce im Bereich Kundenbeziehungen gehört, Abwanderungen aus dem Shop früh zu erkennen und zu bekämpfen. In Echtzeit wird analysiert, um welche Gruppen es sich handelt und was getan werden muss.

Testen

Es gibt einige Funktionen, die Onlinehändler ausprobieren können. Natürlich gibt es auch Stolpersteine, die jedoch jede neue Technologie mitbringt. Sie lassen sich gut aus dem Weg räumen. Am besten für die Implementierung mit einem KI-Dienstleister zusammenzuarbeiten. Er übernimmt die technische Seite und lernt die KI an. KI-Spezialisten wissen, was hinsichtlich DSGVO zu beachten ist. Die Idee, was KI in Ihrem Online-Shop machen kann, sollten Sie sich als Shop-Betreiber selbst ausdenken und nicht der KI überlassen.

Lesen Sie auch: Kommunikation in der Krise: Wie wichtig jetzt Personality und Authentizität sind

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