Klimaneutrale Unternehmen: Klarna will mit „Flygskam“ bis Ende 2019 klimaneutral sein

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Der Zahlungsanbieter Klarna hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres 2019 klimaneutral zu sein. Dafür hat das Unternehmen unter anderem seine Reiserichtlinien geändert und Bahnreisen als erste Option bei Dienstreisen bestimmt.
Nachhaltige Unternehmen

Quelle: Klarna

Der Zahlungsanbieter Klarna hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres 2019 ein klimaneutrales Unternehmen zu sein. Dafür hat es unter anderem seine Reiserichtlinien geändert und Bahnreisen als erste Option bei Dienstreisen bestimmt. So wird dem Mitarbeiter bei der Reisebuchung im internen Buchungssystem direkt angezeigt, welche Auswirkungen die gebuchte Reise auf das Klima hat, gleichzeitig wird die Buchung von Zugreisen national und international innerhalb des Systems erleichtert.

Klarna überträgt damit einen Begriff in seine Unternehmenskultur, der gerade aus Schweden heraus den europäischen Zeitgeist prägt: Flygskam (auf Deutsch „Flugscham“) beschreibt das schlechte Gewissen dabei, kurze Reisen mit dem Flugzeug anzutreten. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts nutzten im Jahr 2018 etwa 23,5 Millionen Menschen das Flugzeug für Reisen innerhalb Deutschlands. Das entspricht einer Anzahl von rund 65.000 Passagieren täglich.

Außerdem minimiert Klarna den postalischen Schriftverkehr mit Kunden weitestgehend, zu Gunsten von digitalen und damit ressourcenschonenderen Kommunikationskanälen. So werden künftig Monatsrechnungen von Neukunden online verfügbar sein und nur auf Kundenwunsch in Papierform versandt. Auch Bestandskunden können künftig auf reinen Online-Versand wechseln.

Klimaneutrales Unternehmen bis Ende des Jahres

„Wir bei Klarna verpflichten uns bis Ende 2019 vollkommen klimaneutral zu handeln. Wir sind fest davon überzeugt, dass Unternehmen Impulsgeber für zentrale Veränderungen innerhalb der Gesellschaft sind. Die Erreichung der Klimaziele innerhalb Europas und weltweit ist eine Verantwortung, die auch wir als Unternehmen mittragen“, erklärt Robert Bueninck, Geschäftsführer Klarna für die DACH-Region, zu den Zielsetzungen. „Mit konkreten Maßnahmen, wie der Veränderung unserer Reiserichtlinien, wollen wir hier unmittelbar in die Umsetzung gehen. Dies sind jedoch nur erste Schritte auf unserem Weg zu einem ganzheitlichen Ansatz, ein ressourcenschonendes Unternehmen zu werden. Es werden noch viele weitere Maßnahmen auf diesem Weg folgen, um unsere globale Klimabelastung zu verringern.“

Robert Buenick über nachhaltige UnternehmenQuelle: Klarna
Robert Bueninck ist Geschäftsführer DACH bei Klarna.

Erste Schritte zur Klimaneutralität

Um Klimaneutralität zu erreichen, hat Klarna den externen Partner GO Climate Neutral beauftragt, die Klimabilanz des eigenen Handelns sorgfältig zu analysieren. Dazu wurden alle von Klarna verursachten Emissionen – von Hardware, Mobiliar und Reisen bis hin zu Strom, Lebensmitteln und Datenservern – erhoben. Dieser Überblick zeigt, in welchen Bereichen Klarna seine Emissionen reduzieren kann und in welchen Kompensationen nötig sein werden. Stets mit dem Ziel, die eigenen Klimaauswirkungen in allen Bereichen bestmöglich zu begrenzen. Klarna will damit einen spürbaren Beitrag zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen leisten und gleichzeitig UN-zertifizierte Klimaprojekte unterstützen.

Mit seinem Einsatz für den Klimaschutz hat sich Klarna im Juni in Schweden bei der Breakit Impact Challenge unter 400 teilnehmenden Unternehmen durchgesetzt. Der Zahlungsanbieter wurde im Wettbewerb dafür ausgezeichnet, in der kürzesten Zeit die größten Veränderungen für nachhaltigeres Handeln angestoßen zu haben. Dabei flossen Aspekte wie die veränderten Reiserichtlinien, das Arbeitsumfeld, die Zusammenarbeit mit Partnern sowie das Geschäftsmodell mit in die Bewertung ein.

Die konkreten Maßnahmen von Klarna im Überblick:

  • Veränderungen bei den Reiserichtlinien: Nationale Reisen werden bei Klarna in Zukunft nur noch bis auf wenige Ausnahmen mit der Bahn stattfinden.
  • In der Kundenansprache wird Klarna den postalischen Schriftverkehr weitestgehend minimieren und verstärkt auf digitale Kommunikationskanäle setzen, die gleichzeitig ressourcenschonender sind. Monatsrechnungen werden künftig online verfügbar sein und nur auf ausdrücklichen Wunsch postalisch versendet.
  • Klarna bietet ab sofort vegetarische Speisen als bevorzugte Wahl für Veranstaltungen und Meetings an.
  • Ab August 2019 wird Klarna am Hauptsitz in Stockholm mit der Verwertung seiner Lebensmittelabfälle zu Biokraftstoff beginnen. (sg)

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit lesen Sie hier: Warum Nachhaltigkeit im E-Commerce wichtig ist

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