Kommentar: Datensicherheit – Online-Shop-Betreiber müssen Mitarbeiter schulen

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Kommentar: Datensicherheit – Online-Shop-Betreiber müssen Mitarbeiter schulen

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Eine aktuelle Studie von ibi research zeigt: Die Betreiber von Online-Shops lieben Gütesiegel. Rund 40 Prozent der befragten Firmen sind bereits stolze Besitzer eines Zertifikats. Und 35 Prozent von denen, die noch keines haben, streben ein Gütesiegel an. Was bedeutet das? Die Shop-Betreiber werben um das Vertrauen ihrer Kunden. Sie wollen sichtbar machen, dass sie sich um Datenschutz und Datensicherheit kümmern. Nachweislich und überprüft. Das ist ein guter Weg.   

Noch besser wäre es allerdings, wenn das Gütesiegel ein Teil in einem Gesamtkonzept wäre. Das ist aber bei 37 Prozent der Online-Shops nicht der Fall. Warum werden eigentlich relativ simple und kostengünstige Maßnahmen nicht durchgeführt, die dafür sorgen, dass Datensicherheit tatsächlich gelebt wird – über ein Testat hinaus? Liegt es daran, dass Unternehmer meinen, die Technik wird’s schon richten? Cloud-Dienste, Collaboration-Lösungen und sichere Datenräume, die Dateien verschlüsseln, sind erstaunlich weit verbreitet: In 68 Prozent der Unternehmen werden diese Lösungen eingesetzt. Das ist vorbildlich. Aber reicht das?  

Nein. Die technische Absicherung von Kunden- und Firmendaten ist nur die halbe Miete. Ein Gesamtkonzept muss die Mitarbeiter einbeziehen. Verbindliche Richtlinien und Anweisungen der Unternehmensleitung sowie regelmäßige Schulungen sensibilisieren das Personal für den richtigen Umgang mit den Daten, die ihnen ihre Kunden anvertraut haben. Nur Konzepte, die den Mitarbeiter als wesentlichen Faktor für IT-Sicherheit und Datenschutz begreifen und behandeln, sind gut und wirkungsvoll.   

44 Prozent der befragten Unternehmen wissen das und handeln entsprechend. Das sind aber zu wenige. Vor allem angesichts der Tatsache, dass es fundiertes Informationsmaterial und Anleitungen bereits seit Jahren gibt: die Normenreihe DIN ISO/IEC 2700x beispielsweise, die kostenlosen Informationen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter www.bsi.bund.de/IT-Grundschutz. Und etwas leichtere Kost für Einsteiger bietet der BSI-“Leitfaden Informationssicherheit” an.    

Kurz: Informationen über das Warum und Wie gibt es in Hülle und Fülle. Sie müssten nur noch umgesetzt werden. Woran scheitert es? An zu wenigen Sicherheitsvorfällen kann es ja kaum liegen. Prism und Tempora haben wie nie zuvor deutlich gemacht, wie an- und abgreifbar Daten und Informationen sind. Dazu kommt, dass bereits jeder dritte der befragten Online-Shops Opfer von Erpressung, Datendiebstahl oder Hacker-Angriffen war. Der Leidensdruck ist also groß.   

Vielleicht sind auch Firmeninhaber und Unternehmensverantwortliche noch nicht ausreichend darüber aufgeklärt, was für ihre Organisation, ihr Geschäft und ihre Zukunft gut ist. Die Studie “Informationssicherheit im E-Commerce” will einen Beitrag dazu leisten, dass der Online-Handel auf seinem guten Weg weitermacht.  

Autor: Bernhard Wöbker, CEO Brainloop

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