Kommentar: “Der Brexit und die Auswirkungenauf die FinTech-Branche”

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Angeführt vom Finanzplatz London ist Großbritannienin den letzten Jahren zu einem globalen Zentrum für Finanztechnologie-Innovationen geworden. Mit geschätzten 500 FinTech-Unternehmen im Land werden dem Staat durch den Brexit in den nächsten zehn Jahren rund 5 Milliarden Britische Pfund* an Steuereinnahmen verloren entgehen. Grund hierfür ist die unvermeidliche Abwanderung der FinTech-Unternehmen.
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Angeführt vom Finanzplatz London ist Großbritannienin den letzten Jahren zu einem globalen Zentrum für Finanztechnologie-Innovationen geworden. Mit geschätzten 500 FinTech-Unternehmen im Land werden dem Staat durch den Brexit in den nächsten zehn Jahren rund 5 Milliarden Britische Pfund* an Steuereinnahmen verloren entgehen. Grund hierfür ist die unvermeidliche Abwanderung der FinTech-Unternehmen. London als ein weltweiter Finanzplatz kombiniert mit den spezifischen regulatorischen Vorteilen Großbritanniens sowie die gut ausgebildeten Fachkräften in diesem Bereich haben das Land bisher zu einem naheliegenden Wunschstandort sowohl für europäisch tätige als auch weltweit agierende Unternehmen gemacht.

Da deren Status als von der EU und EWR anerkannte Finanzinstitutionen nun gefährdet ist, werden diese Unternehmen nicht bis zum Abschluss von Handelsabkommen warten. Sie dürften sofort damit beginnen, zumindest Teile ihres Geschäfts in andere Länder der EU auszulagern. Dabei wird die Mehrzahl neuer Arbeitsplätze außerhalb Großbritanniens geschaffen werden.

Die wahrscheinlichsten geografischen FinTech-Gewinner des Brexits werden meines Erachtens Amsterdam, Dublin und Luxemburg sein. Diese Städte werben bereits mit fortschrittlichen Regularien, deutlichen Steuervorteilen und internationalen Fachkräften. Dublin dürfte innerhalb Europas wohl am meisten profitieren. Die Stadt besitzt eine große Tech-Szene und mit 12 Prozent einen besonders niedrigen Steuersatz für Unternehmen. Zudem haben große FinTech-Unternehmen wie MasterCard, Apple, PayPal und First Data hier bereits große Niederlassungen, was andere Unternehmen folgen lassen könnte.

In Großbritannien stehen wir nun vor Jahren der Unsicherheit im Markt. Jedoch rate ich zum Motto: “Keep Calm and Carry On”. Zumindest in den nächsten beiden Jahren wird sich nichts ändern und alle Abkommen auf europäischer Ebene werden wie bisher weiterlaufen. So wie andere FinTech-Unternehmen wird die PPRO Group seine Partner während dieser Zeit der Veränderung und Unsicherheit unterstützen. Wir haben uns auf den Brexit vorbereitet und wir werden unsere Geschäftstätigkeit sowie die Unterstützung unserer Partner und Kunden wie bisher weiterführen. Wir werden sicherstellen, dass wir alle Hürden überwinden, die in den nächsten Monaten im Rahmen der Detailverhandlungen mit der EU entstehen werden.“

*geschätzt 500 FinTech-Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatz von 25 Millionen Britischen Pfund und einem Gewinn von 5 Millionen Britischen Pfund, die 20 Prozent Steuern und damit 5 Milliarden Britische Pfund in den nächsten zehn Jahren zahlen würden.

Autor: Simon Black ist seit 2015 CEO der PPRO Group. Zuvor war er zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der Sage Group tätig, davon mehr als sieben Jahre als CEO von Sage Pay. Unter seiner Führung hat sich die PPRO Group zu einem schnell wachsenden Fintech-Unternehmen in Europa entwickelt. Das Unternehmen ist heute ein Hub für alternative Zahlarten sowie ein europaweit anerkannter Herausgeber von E-Geld-Konten und Prepaid-Karten und unterstützt damit den internationalen Handel bei der digitalen Transformation.

 

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