Kommentar: Internationaler E-Commerce – „Gewürzhandel im 21. Jahrhundert“

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Bei all den Unsicherheiten, die es in den letzten Jahren bei den Themen Globalisierung und internationalem Handel gab, ist eines absolut sicher geblieben: wir werden weiterhin grenzüberschreitenden Handel betreiben.

gewurze

Bei all den Unsicherheiten, die es in den letzten Jahren bei den Themen Globalisierung und internationalem Handel gab, ist eines absolut sicher geblieben: wir werden weiterhin grenzüberschreitenden Handel betreiben.

Seit mehr als 5.000 Jahren betreiben die Menschen weltweit untereinander Handel. Einige der ersten Aufzeichnungen der Zivilisation beschreiben, wie in Südasien und dem Nahen Osten Handelsposten zum Warenaustausch aufgestellt wurden. Eines der wichtigsten und teuersten Handelsgüter waren Gewürze. Händler aus dem Nahen Osten boten Zimt und Kassia an und schmückten ihre Verkaufsvorträge mit fantastischen Geschichten über den mysteriösen Ursprung und die Eigenschaften der angebotenen Waren (und legten damit den Grundstein für heutige Werbefachleute).

Die Kunden liebten es: Die Nachfrage für diese hochwertigen Waren war ebenso groß, wie der Einfallsreichtum derer, die die Waren anschafften und der Welt verkauften. So konnte der Gewürzhandel gedeihen und fortbestehen. Er hat die verschiedenen Kulturen miteinander verbunden und seinetwegen sind die bedeutenden Schiffsrouten zwischen den Kontinenten entstanden, von denen auch heute noch viele erhalten sind.

 

(Bildquelle: DHL Group)

 

Der Mensch hat sich in den vergangenen 5.000 Jahren nicht wesentlich verändert. Als Konsumenten verlangen wir immer noch nach exklusiven, hochwertigen und exotischen Produkten. Wir sind bereit eine gewisse (aber nicht zu große) Zeitspanne aufzuwenden und einen gewissen Aufwand zu betreiben, um das was wir suchen zu finden, und das zum besten Preis. Als Händler sind wir ständig auf der Suche nach neuen, kreativen Wegen, unsere Waren auf den Markt zu bringen und neue Kunden zu gewinnen. Das bringt mich zu dem, was ich als das neue ‚Gewürzhandel‘-Phänomen halte. Etwas, das uns dabei hilft, den internationalen Handel zu formen, die Wertschöpfungsketten der Welt zu verändern und neue Transportrouten für die Zukunft zu bauen: den internationalen E-Commerce.

E-Commerce ist nicht wirklich neu

Und grenzüberschreitender E-Commerce auch nicht. 2015 ist der Cross-Border-Markt auf 300 Milliarden USD gestiegen, weil es den Menschen rund um den Globus möglich war – besonders bei großen Online-Händlern – einzukaufen. Ich glaube, dass dieses Geschäftsfeld auch in den kommenden Jahren noch weiter wachsen wird. DHL Express hat kürzlich eine Studie herausgegeben, die mit Hilfe einer weltweiten Unternehmensberatung entstanden ist und einige faszinierende Einblicke ermöglicht.

Als erstes wird ersichtlich, dass internationaler E-Commerce enorme Wachstumsraten verzeichnet. Durchschnittlich soll dieser Bereich bis 2020 zweimal so stark wachsen, wie der des inländischen Online Handels (der an sich schon schneller wächst als der herkömmliche Handel). Bis 2020 wird dieser Markt ca. dreimal so groß sein, wie 2015. Außerdem zieht er zahlungswillige Käufer an: 20% der grenzüberschreitenden Käufe haben einen Einkaufswert von mehr als 200 USD.

Beim internationalen Handel lohnt es sich, den Premium-Aspekt näher anzusehen. Gemäß unserer Untersuchungen wachsen Händler, die Premiumdienstleistungen (inklusive schneller Lieferung) anbieten, um 60 Prozent schneller als der Durchschnitt. Das wird dadurch begünstigt, dass Mode und Technik immer noch einen Großteil der Cross-Border-Verkäufe ausmachen. Die Premium-Variante gibt es aber für jedes Produkt. Sowohl bei dem, was der Händler anbietet, als auch bei dem, was der Kunde verlangt.

Hier am Beispiel eines Burgers: Auf Angebotsseite gibt es Gourmetburger, für die man dreimal so viel verlangen kann, wie für die Fast-Food-Version. Auf der Nachfrage-Seite gibt es Kunden, die alles bezahlen würden, nur um ihren Fast-Food-Burger mitten in der Nacht aufs Zimmer zu bekommen.

Das alles spricht dafür, einen Online-Auftritt mit Premium-Option aufzuziehen, bei dem auch Kunden aus dem Ausland ihre Produkte bestellen können. Und das ist, wie wir auch hier bei DHL Express sehen können, viel einfacher als die Meisten denken. Die größten Hindernisse, von denen die Kunden, die etwas aus dem Ausland beziehen möchten, berichten, sind Logistik, Vertrauen, Preis und Kundenerfahrungen. Auf die meisten dieser Bedenken kann man heute mit einem verlässlichen Logistik-Netzwerk, das Unternehmen und Kunden verbindet und das eine einfache Rückgabe innerhalb weniger Tage in die ganze Welt ermöglicht, eingehen. Auch indem man Standardlösungen nutzt, die Internetseitenaufrufe, Preisberechnungen und Transaktionen in jeder Sprache oder Währung ermöglichen.

Ich rate jedem Händler diesen aufkommenden, modernen Gewürzhandel einmal näher zu betrachten. Zwar sind dafür neue Fähigkeiten, neue Einstellungen und Ansätze für das Management von Bestand und Lieferketten sowie auch neuen Formen der Interaktion mit Kunden notwendig, aber es eröffnet allen Händlern und Herstellern eine einfache Möglichkeit zu wachsen.

Autor: Ken Allen ist CEO bei DHL Express

(jm)

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