Kommentar: Warum die Stadt Zug auf Bitcoins setzt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Die Schweizer Stadt Zug hat angekündigt, die digitale Währung Bitcoin als Zahlungsmittel einzuführen. Damit ist Zug weltweit die erste Stadt, die behördlicherseits Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Bürger in Zug können jetzt Zahlungen bis zu 200 Franken für Dienstleistungen wie zum Beispiel die Registrierung am Standesamt mit der digitalen Währung tätigen.

bitcoin

Die Schweizer Stadt Zug hat angekündigt, die digitale Währung Bitcoin als Zahlungsmittel einzuführen. Damit ist Zug weltweit die erste Stadt, die behördlicherseits Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Bürger in Zug können jetzt Zahlungen bis zu 200 Franken für Dienstleistungen wie zum Beispiel die Registrierung am Standesamt mit der digitalen Währung tätigen. Die Region ist mittlerweile als „Crypto Valley” bekannt, mehr als 15 Unternehmen mit Fokus auf die digitale Transformation innerhalb der Finanzindustrie haben sich in Zug bereits niedergelassen.

Waren Unternehmen schon von einer Bitcoin-Erpressung betroffen? (Bildquelle: Akamai)

 
Dr. Michael Rundshagen, Head of Cognizant Business Consulting DACH, kommentiert

 

„Zug sendet ein klares Signal aus, dass es offen für neue Ideen und die Digitalisierung ist. Viele Organisationen sind gerade dabei, sich in digitale Unternehmen zu verwandeln. Das Angebot von Zug, Bitcoin als Zahlungsmethode in Kombination mit der Blockchain-Technologie zu verwenden, ist ein gutes Beispiel, über das deutsche Unternehmen nachdenken und prüfen sollten, wie verschiedene Geschäftsprozesse effizienter vonstattengehen könnten. Innovationen im Bereich FinTech sind der Schlüssel zur Differenzierung, das Potenzial von Blockchain ist enorm. In einer aktuellen Studie zur Payment-Landschaft in Europa identifizierten die Befragten Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie als die wahren Treiber des Wandels.
 
Ein Beispiel für die innovative Nutzung der Blockchain-Technologie ist Blockcharge. Dabei handelt es sich um einen Prototypen für einen von RWE entwickelten Ladeservice, der für E-Fahrzeuge verfügbar ist: E-Fahrzeuge oder ihre Besitzer werden via Smart Contract – Computerprotokolle, die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrages technisch unterstützen – an der Ladestation verifiziert. Die Ladestation schaltet dann den Strom ein und startet den Ladevorgang. Abgerechnet wird automatisch über die Nutzung von Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie.
 
Zwar gibt es noch offene Fragen bezüglich Steuerung, Technologie und rechtliche Rahmenbedingungen, dennoch ist jetzt die Zeit gekommen, die Möglichkeiten von Blockchain zu erkunden. Verwaltet durch ein Netzwerk an verteilten unabhängigen Kommunikationsgeräten, bietet die Technologie eine einzige Version der Wahrheit für finanzielle und andere Transaktionen, ohne dass eine vertrauenswürdige zentrale Behörde dazwischen geschaltet ist. Sie verspricht damit Finanzdienstleistern Gegenparteirisiken zu minimieren, Zahlungsausgleiche zu beschleunigen sowie vertragliche Leistungen und das Berichtswesen zu verbessern. Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen – nicht nur der Finanzdienstleistungsbranche – sollten nicht zu lange warten, um sich mit der Blockchain-Technologie vertraut zu machen. Wie Sie sehen können: Der Zug ist bereits ins Rollen gekommen.“

(jm)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung
Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Werbung
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: KI – Online-Händler sind die Pioniere

Künstliche Inteligenz

Mehr erfahren
Quelle: WIN-Verlag

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.