Kooperationen – Mittelstand kontra Großunternehmen

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Neu gegründet hat sich vor wenigen Tagem in Wiesbaden die Genossenschaft VerbundWerk Deutschland i.G. VerbundWerk hat sich zur Aufgabe gemacht, Kooperationen, Netzwerke und Cluster aktiv in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Mit den Gründungsmitgliedern Volker Geyer Wiesbaden und Thomas Herzog Wuppertal aus dem Handwerk, Ralph Schlüter Bielefeld und Helmut König Münzenberg aus dem Bereich Beratung und Hiltrud Zimmermann Niedernhausen als Kommunikationsexpertin steht ein Team von erfahrenen Kooperationsexperten zur Verfügung. Der Grund für die Entstehung dieses neuen Unternehmens liegt im Bereich der wachsenden Nachfrage nach Kooperationsmöglichkeiten in deutschen Unternehmen.

Mittelstand kontra Grossunternehmen

Mehr denn je befinden sich Unternehmen im direkten Wettbewerb. Was im Lebensmitteleinzelhandel längst abgeschlossen ist – dort gibt es fast keinen regional agierenden Einzelunternehmen mehr – entwickelt sich im Moment in der Optiker- und der KFZ-Branche und hat auch bereits die mittelständische Industrie erreicht. Mittelfristig wird diese Situation auch vor anderen traditionellen Industrie-, Handwerks- und Dienstleistungsbranchen nicht Halt machen. Eine Möglichkeit, aktiv am Wettbewerb teilzunehmen und nicht nur passiv auf diese Marktveränderungen zu reagieren, ist der Zusammenschluss als Kooperation, Cluster oder Netzwerk mit anderen Anbietern, und dies branchen- und/oder gewerkeübergreifend.

Kooperation als neue Chance

Während die Kooperation auf engen Verbund von Unternehmen setzt, sind Cluster und Netzwerke eher lockere Organisationsformen, die entweder räumlich oder branchenspezifisch orientiert sind. Im engen Verbund sind kleine und mittlere Unternehmen handlungsfähiger. Kooperationen gleichartiger oder verwandter Fachbetriebe können höherwertige und komplexere Dienste anbieten. Zitat eines Kooperationsmitglieds auf dem Clusterkongress 2010 in Frankfurt: „In Kooperationen komme ich auf Ideen, auf die ich allein nicht gekommen wäre“. Unternehmen bündeln so ihre Potentiale und schultern größere Projekte. Sie stimmen ihre Teilleistungen effektiver ab, vermeiden Reibungs- und Zeitverluste und erzielen damit Kostenvorteile. Sie entwickeln einheitliche Marktauftritte und haben zusammen das Potential, diese Auftritte im Markt bekannt zu machen. Sie können viel offensiver am Markt auftreten, als es der Einzelne könnte.

Kooperation braucht Führung

Was unabdingbar für eine langfristig existierende Kooperation notwendig ist, ist ein „Kopf“ der Kooperation. Ein Motor, der auch neue Entwicklungen vorantreibt, ein mit spezieller Fachkompetenz für die Kooperationsbelange ausgestatteter „Manager“, der lenkt, koordiniert, plant und umsetzt. Der Kooperationsmanager hält die Kooperation lebendig, moderiert unterschiedliche Interessen, bewältigt innere Konflikte, behält die Übersicht, erkennt Handlungsbedarf, sorgt für eine funktionierende Kommunikation – um nur einige wichtige Funktionen zu benennen. Fehlt diese Person, kommt die Kooperation nicht voran, sie ist in ihrem Bestand gefährdet. Bestehende Kooperationen haben diese Position mit einem „Naturtalent“ besetzt oder gehen wieder auseinander.

Diese Management-Position, die bei jedem Unternehmen völlig normal und selbstverständlich qualifiziert besetzt ist, wird bei Kooperationen gar zu oft übersehen. Es entstehen derzeit viele Kooperationen in Deutschland, gleichzeitig gehen auch viele Unternehmensverbunde wieder auseinander. Die Ursache liegt vor allem im fehlenden Management der Kooperation, also in ungenügender gezielter Anleitung, Entwicklung und Führung – im Nichtvorhandensein eines „gelernten“ Kooperationsmanagers. Um dieser Problematik zu begegnen, wurde im Rahmen einer in den Jahren 2008 – 2010 mit öffentlichen Mitteln in Hessen geförderten, in mehreren Lehrgangsdurch­läufen umgesetzten und bereits evaluierten  Weiterbildungsmaßnahme der Lehrgang zum „Kooperationsmanager“ entwickelt. Ab sofort steht dieser Lehrgang unter dem Markenzeichen VerbundWerk-Deutschland  eG Kooperationswilligen Unternehmen und deren Mitarbeitern zur Verfügung.

Kooperationen sind die Antwort von kleinen und mittleren Unternehmen auf die Herausforderung der Großindustrie. Sie verbinden die Kreativität und Flexibilität des Mittelstandes mit den Kosten- und Leistungsvorteilen, die ein Grossunternehmen bieten kann. Sie bieten so dem Mittelstand eine Überlebenschance, bei der er nicht nur abhängiger Zulieferer der Großindustrie ist, sondern auch selbst aktiv ins Marktgeschehen eingreifen kann.

Info: www.verbundwerk-deutschland.de

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