07.12.2023 – Kategorie: eCommerce

Kundenbedürfnisse in Europa: So unterschiedlich sind die Payment-Vorlieben

Nicht jeder europäischer Markt ist gleich, tatsächlich bestehen in den verschiedenen Märkten sehr unterschiedliche Payment-Bedürfnisse. Für Onlinehändler ist das Angebot des richtigen Payment-Mixes in internationalen Märkten erfolgsentscheidend.

Europäische Kundenbedürfnisse unter der Lupe: Der krönende Abschluss eines Einkaufes ist es, zur Kasse zu gehen und komfortabel zu bezahlen. Erst hier gehören einem die Lieblingsteile, die man sich vorher sorgfältig ausgesucht hat. Seine Einkäufe zu bezahlen ist ein normaler Bestandteil der Shopping-Experience und häufig denken Kunden nicht weiter darüber nach.

Der richtige Payment-Mix

Bei den Händlern sieht es jedoch etwas anders aus. Für sie ist das Angebot des richtigen Payment-Mixes erfolgsentscheidend. Schließlich entscheidet sich erst an der Kasse, ob die Kunden den Kauf tatsächlich tätigen, besonders beim Online-Shopping. Häufig brechen Kunden den Kauf ab, sobald sie den Bezahlvorgang als zu unübersichtlich empfinden oder nicht mit der gewünschten Zahlungsart bezahlen können. Sobald ein Kaufabbruch stattfindet, ist es deutlich unwahrscheinlicher, dass Kunden zurückkehren und den Kauf doch noch abschließen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, einfache und übersichtliche Payment Lösungen zu schaffen und diese klar an die Kunden zu kommunizieren. Onlinehändler können sich vom Wettbewerb differenzieren, wenn sie sich mit den Bedürfnissen ihrer Kundschaft auseinandergesetzt haben und diese dann auch befriedigen können.

Kundenbedürfnisse im Payment kennen

Die Kundenbedürfnisse sind nicht in jedem Land gleich. Schon gar nicht, wenn es um die Art und Weise geht, wie Menschen online bezahlen. Erfolg hat, wer es schafft, auf die Bedürfnisse der örtlichen Kundschaft einzugehen und diese zu erfüllen. Wer die Märkte und Kundenbedarfe auch in puncto Zahlung nicht versteht, wird Schwierigkeiten haben, in anderen Ländern Umsatz zu generieren oder gar zu wachsen.

Verstehen, was Kunden wollen!

Verstehen ist das Zauberwort. Wenn es um das Thema Zahlungen geht, sollten Onlinehändler, im Idealfall bereits vor dem Markteintritt Marktforschung betreiben oder sich an einen Payment Service Providers (PSP) wenden, der europaweit tätig ist. Diese studieren die Märkte und haben einen guten Überblick über das Zahlungsverhalten in anderen Ländern.

Kundenbedürfnisse: Menschen in Europa zahlen anders

Deutschland und Dänemark sind ein großartiges Beispiel dafür, wie unterschiedlich einzelne Märkte sein können. Obwohl beide Länder nah aneinander liegen, haben die Verbraucher sehr unterschiedliche Bedürfnisse in puncto Payment.

Die dänischen Verbraucher bevorzugen mit überwältigender Mehrheit Kreditkartenzahlungen, aber mehr als ein Drittel zieht die Einfachheit von MobilePay vor. Während die Deutschen lieber Paypal nutzen und knapp ein Viertel sogar per Rechnung bezahlen wollen. Allein aus dieser Erkenntnis lässt sich ableiten, dass deutschen Kunden in einem Zahlungsarten-Mix im Online Check-out besser PayPal und Kauf auf Rechnung angeboten werden sollte, während sich dänischen Kunden die Kreditkarten und MobilePay als Zahlungsoptionen wünschen.

Die Österreicher schließen sich übrigens den Zahlungsvorlieben der Deutschen Verbraucher an und auch in Italien wird PayPal deutlich bevorzugt. Allerdings ist die zweitbeliebteste Option, die Debitkarte. Ganz anders die Finnen, die immer noch gerne „traditionell“ via Onlinebanking ihre Kaufbeträge überweisen.

Kundenbedürfnisse
Bild: Nexi

Der Autor Michael Santner ist Head of eCom DACH bei der Nexi Group, einem der führenden PayTech-Unternehmen Europas.

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