Lebensmittelhandel in der Coronakrise: 5 Geschäftsformen, die jetzt profitieren

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Lebensmittelhandel in der Coronakrise: 5 Geschäftsformen, die jetzt profitieren

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Auch der Lebensmittelhandel verändert sich in der Coronakrise. Es gibt fünf Geschäftsformen, die jetzt profitieren können. Von Bonsai beauftragte Mystery-Shopper liefern hierzu interessante Daten.
Lebensmittelhandel in der Coronakrise

Quelle: Rudmer Zwerver/Shutterstock

  • Der Lebensmitteleinzelhandel ist in der Coronakrise gut aufgestellt.
  • Die Verfügbarkeit der Waren ist trotz Social-Media-Kritik noch gut.
  • Über 3.000 Tester berichten, wie es im Lebensmittelhandel wirklich aussieht.

Der Lebensmittelhandel in der Coronakrise inklusive der Drogerien ist insgesamt gut aufgestellt. Die meisten Händler haben die Lage und ihre Läden trotz des massiven Ansturms im Griff – dies bestätigen übergreifend mehr als 80 Prozent der Test-Einkäufer von Bonsai. Und auch die Verfügbarkeit der Waren ist längst nicht so schlimm wie man angesichts der viel verbreiteten, teils verstörender Bilder in den sozialen Medien annehmen könnte. Zeit für Fakten von der Front.

Lebensmittelhandel in der Coronakrise: Mystery-Shopper geben interessante Rückmeldungen

Normalerweise testen, beobachten und dokumentieren tagtäglich 3.000 Mystery-Shopper für Bonsai Research im bundesweiten Einsatz für Handel und Industrie das Geschehen auf den Verkaufsflächen. Ihre Mission ist es, den Industrie- und Handelsunternehmen zu helfen, bessere Produkte, Services und ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Bonsai hat seine Tester diesmal selbst und als normale Konsumenten mit geschärftem Blick befragt.
 
Die Shopper haben im Durchschnitt in der letzten Woche fünf Geschäfte aus den Bereichen Supermarkt, Discounter und Drogerie besucht, ebenso kleinere Fachgeschäfte wie Bäckereien, Fleischereien sowie Gemüseläden und auch die „systemrelevanten“ Apotheken. Von den 3.000 bundesweit agierenden Testern haben vom 22. bis 23. März 812 Tester eine Rückmeldung gegeben – repräsentativ verteilt nach Region und Bundesland. Somit ist eine flächendeckende Vermessung der LEH-Landschaft inklusive der Drogerien und Apotheken in der aktuellen Krise entstanden.

Lebensmittelhandel in der CoronakriseQuelle: Bonsai GmbH

Auswirkungen auf die Apotheken

Trotz des massiven Ansturms in den letzten beiden Wochen – die Apotheker haben übergreifend sehr gut reagiert. „Alles unter Kontrolle“ – dies bestätigen 95 Prozent der Tester, die als Kunden in den letzten Tagen unterwegs waren. Auch wenn relativ schnell Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken ausverkauft waren, sind wir von einem Ausverkauf bei den Apotheken weit entfernt. Die Warenverfügbarkeit schätzen die Bonsai-Tester zu 85 Prozent als sehr gut ein. 94 Prozent bestätigen dem Fachpersonal, dass sie einen tollen Job machen und trotz der Einschränkungen ein offenes Ohr für die Kunden haben.
 
„Dies ist ein wichtiges Ergebnis“, kommentiert Jens Krüger, CEO bei Bonsai und studierter Soziologe. „Die Menschen vertrauen den Apothekern, das ist wichtig. Gerade weil sich in den sozialen Medien aktuell eine Menge Mythen verbreiten, ist es wichtig, Orientierung zu geben. Viele hatten in den letzten Jahren der stationären Apotheke ein weiteres Aussterben vorausgesagt. Vielleicht werden jetzt die Karten noch einmal neu gemischt.“

Supermärkte und SB-Warenhäuser

Diese Läden hatten neben den Discountern in den letzten Tagen mit dem größten Ansturm zu kämpfen. Trotzdem bescheinigen knapp 80 Prozent der Tester dem Lebensmittelhandel in der Coronakrise – insbesondere Edeka und Rewe – dass sie Herr der Lage sind und trotz der Umstände für eine positive Einkaufsatmosphäre sorgen.
 
„Auch das ist wichtig“, betont Krüger. „Gerade wenn uns geregelte Strukturen und Rituale fehlen, droht die Gefahr der Verrohung und Verwahrlosung. Nicht nur zu Hause, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen. Hier ist der Lebensmittelhandel in der Coronakrise ein sehr gutes Vorbild.“ Hier sind es vor allem die Mitarbeiter, die den Unterschied machen. Deren Stimmung und Freundlichkeit im Supermarkt bewerten 87 Prozent der Tester als sehr gut.

Lebensmittelhandel in der Coronakrise: Die Discounter

Die Discounter hatten sicherlich auch gerade in den ersten Tagen einen schweren Stand. Es kursierten sehr schnell die ersten Bilder von leeren Regalen. Aber auch hier zeichnen die Bonsai-Tester ein differenziertes Bild. Zwar taten sich einige Discounter zunächst schwerer, wie Netto und Norma, aber auch hier sind die Bewertungen der Tester insgesamt auf einem guten Niveau. Aldi und Lidl schaffen es sogar fast in die Liga von Edeka und Rewe – die Märkte bewerteten mehr als 75 Prozent der Tester als aufgeräumt, kontrolliert und gut geführt.

Die lokalen Fachhändler

Bäckereien, Fleischereien und Gemüsehändler sind vielerorts die „Local Heroes“. Mit ihren frischen, regionalen Angeboten und einer immer noch relativen hohen Verfügbarkeit an Waren (91 Prozent) bekommen sie von den Bonsai-Testern in der Krise Top-Noten. 83 Prozent bescheinigen ihnen, dass sie insgesamt einen (sehr) guten Job machen. Die Stimmung der Mitarbeiter wird zu 98 Prozent positiv bewertet – mehr geht kaum. Lokale Händler zu unterstützen, macht aus Sicht von Jens Krüger Sinn, „Insbesondere wenn die Krise weiter anhält, werden regionale Angebote das Rückgrat unserer Versorgung sein.“

Lebensmittelhandel in der Coronakrise: Drogerien

Mit dem Vorteil der meist im Vergleich zu den Supermärkten kleineren Flächen, schaffen die Drogerien insgesamt eine Top-Bewertung. 85 Prozent der Bonsai-Tester attestieren den Drogisten, ihre Läden aufgeräumt zu halten. Die Warenverfügbarkeit bewerten 55 Prozent etwas besser als bei den Supermärkten und Discountern. Und auch die Mitarbeiter werden von 91 Prozent als (sehr) gut bewertet.

Lebensmittelhandel in der Coronakrise: Was ist bei den Kunden los?

Was dem Handel insgesamt helfen würde: Kunden, die sich der Situation angemessen verhalten. Hier berichten die Tester von zum Teil verstörenden Situationen, die aber auch nicht die Mehrheit der Kundschaft widerspiegelt. Mehr als zwei Drittel der Tester schätzen die Stimmung unter den Kunden insgesamt eher positiv ein.
 
„Wir können die Unsicherheit vieler Menschen in diesen Tagen verstehen“, sagt Krüger. „Die aktuelle Lage führt bei vielen Konsumenten zu einem irrationalen Kaufverhalten. Der Handel ist mit seinen Mitarbeitern ein sehr gutes Vorbild in der Krise. Jetzt sollten auch die wenigen bisher Unbelehrbaren verstehen, dass wir alle – Industrie, Handel und die Konsumenten – zusammenhalten müssen.“

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