Lebensmittelsicherheit: Wie Technologie das Vertrauen der Konsumenten wiederherstellt

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Lebensmittelsicherheit: Wie Technologie das Vertrauen der Konsumenten wiederherstellt

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Zebra hat jetzt die Ergebnisse einer Studie zur Lebensmittelsicherheit in der Lieferkette präsentiert. Darin werden die Meinungen von Verbrauchern und Entscheidern in der Lebensmittelindustrie beleuchtet, hinsichtlich Sicherheit und Nachverfolgbarkeit – vom Vertrieb über die Lagerung bis hin zum Restaurant.
Lebensmittelsicherheit

Quelle: Zebra

Zu den größten Sorgen der weltweit befragten Experten und Verbraucher bei der Lebensmittelsicherheit zählen die Küchen- und Personalhygiene im Restaurant, lebensmittelbedingte Krankheitsrisiken, Erkrankungen durch kontaminierte Lebensmittel sowie Rückrufaktionen. Und Verbraucher können ziemlich unversöhnlich sein, wenn sie schlechte Erfahrungen machen. So würden sechs von zehn der Befragten laut der Studie Food Safety Supply Chain Vision von Zebra nie wieder in einem Restaurant essen, wenn sie sich dort eine durch Lebensmittel übertragene Krankheit oder Lebensmittelvergiftung zuziehen würden.

Etwas mehr als 80 Prozent gaben an, dass Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Lebensmittelsicherheit spielen und dafür eine ethische Verantwortung tragen. Für die Mehrheit von 70 Prozent der Verbraucher ist es wichtig zu wissen, wie ihre Lebensmittel und Zutaten hergestellt, zubereitet und verarbeitet werden. Das Wissen um die Herkunft der Lebensmittel ist für 69 Prozent ein wichtiges Thema.

Lebensmittelsicherheit immer wichtiger für Verbraucher und Entscheider

In jüngster Zeit gab es viele Lebensmittelskandale, und gleichzeitig ist das Interesse für Gesundheitsthemen gestiegen. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Herkunft, Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln sowohl für Verbraucher wie auch die Branchenentscheider zu einem immer wichtigeren Thema werden. Allerdings gibt es Diskrepanzen zwischen den Meinungen:  69 Prozent der Entscheidungsträger bescheinigen ihrer Branche durchaus Bereitschaft, die Nachverfolgbarkeit und Transparenz von Lebensmitteln zu ermöglichen, aber nur 35 Prozent der Verbraucher stimmen dem zu.

Nur 13 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, die Branche zeige äußerste Bereitschaft, die Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu steuern und den Weg von Lebensmitteln in der Lieferkette transparent zu machen. Bei den Branchenentscheidern geben dies 27 Prozent an. Daran wird sich leider auch in absehbarer Zeit nicht viel ändern: 51 Prozent der befragten Entscheidungsträger gab an, dass die Erfüllung der Verbrauchererwartungen auch in fünf Jahren eine Herausforderung bleiben wird.

Anbieter setzen auf transparente Lieferketten

„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen: Die Branche ergreift zwar Maßnahmen, um eine transparentere Lieferkette zu gewährleisten. Aber es muss noch mehr getan werden, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu verbessern“, erklärt Mark Wheeler, Director of Supply Chain Solutions, Zebra Technologies. „Unternehmen stehen mehr Daten und Informationen zu dem jeweiligen Lebensmittel zur Verfügung als dem Verbraucher. Das können sie nutzen, um das Vertrauen ihrer Kunden in die Herkunft der Lebensmittel zu verbessern – einfach, indem sie ihnen Zugang zu diesen Informationen bieten.“

Mit Technologie Lücken in der Lieferkette schließen

Die Studie zeigt auch, welche Rolle Technologie spielen kann, um die aufgezeigten Lücken kurz- und langfristig zu schließen: Die große Mehrheit von 90 Prozent der befragten Entscheider räumte ein, dass ihnen Investitionen in Lösungen zur Nachverfolgbarkeit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, da sie damit die Erwartungen der Verbraucher erfüllen können.

Auf die Frage nach den wichtigsten Vorteilen von technischen Lösungen zur Nachverfolgbarkeit nannten fast sechs von zehn Entscheidern die Verminderung eines Risikos durch unsachgemäße Behandlung, Transport und Lagerung sowie die Nachverfolgung des Haltbarkeitsdatums bei verderblichen Produkten. 41 Prozent der Branchenentscheider gaben an, dass RFID-Etiketten eine bessere Nachverfolgung von Lebensmitteln innerhalb der Lieferkette ermöglichen als andere Technologien. Allerdings verwenden nur 31 Prozent diese Lösung derzeit in ihrer eigenen Organisation.

Lebensmittelsicherheit
Für die Studie zur Lebensmittelsicherheit in der Lieferkette befragte Zebra Entscheider und Verbraucher zu ihren Einschätzungen. (Grafik: Zebra)

Lebensmittelsicherheit: Anbieter benötigen transparentere Informationen

Mobile Computer, mobile Barcode-Etiketten/Thermodrucker, robuste Scanner sowie Spezialetiketten und -anhänger werden ebenfalls entscheidend dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen und ihnen transparentere Informationen zu liefern. Etwa 90 Prozent der befragten Branchenvertreter gehen davon aus, innerhalb der nächsten fünf Jahre robuste mobile Handheld-Computer mit Scannern, robuste Barcode-Scanner und mobile Barcode-Etiketten-/Thermodrucker einsetzen zu können. Mit diesen lassen sich Lebensmittel und damit verbundene Informationen digital verwalten und nachverfolgen. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie in Europa:

  • 15 Prozent der Verbraucher vertrauen Lebensmittelhändlern voll und ganz und glauben, dass diese die Sicherheit der Lebensmittel für die Verbraucher gewährleisten können.
  • 62 Prozent der Verbraucher nannten lebensmittelbedingte Infektionsrisiken als ihre Hauptsorge.
  • 53 Prozent der befragten Branchenentscheider stimmen voll zu, dass ihre Unternehmen eine ethische Verantwortung für die sichere Verarbeitung von Lebensmitteln haben – der niedrigste Wert in allen Regionen.

Kommentar zum Stellenwert der Lebensmittelsicherheit

Zebra Honigmann
Alexander Honigmann ist Sales Director Retail and Logistics Germany bei Zebra. (Bild: Zebra)

Alexander Honigmann, Sales Director Retail and Logistics Germany bei Zebra, kommentiert die Studienergebnisse zur Lebensmittelsicherheit:

Manchmal vergeht den Deutschen schon bei den Abendnachrichten der Appetit – und das durchaus zu Recht: Der Corona-Ausbruch unter Mitarbeiter in der fleischverarbeitenden Industrie hat auch die generellen Produktions- und Arbeitsbedingungen in dieser Branche beleuchtet. Ein weiteres Beispiel ist der Skandal um Dioxin-verseuchte Eier letztes Jahr, der zu einem massiven Vertrauens- und Nachfrageeinbruch geführt hat.

Deshalb ist es höchste Zeit, das Vertrauen der Verbraucher in die Lebensmittelindustrie wieder zu stärken. Transparenz muss her: Laut der Studie von Zebra Technologies Corporation möchten 70 Prozent der Konsumenten wissen, wie ihre Lebensmittel hergestellt werden. Dabei zweifelt die Mehrheit der Verbraucher, ob die Lebensmittelindustrie diesen Wünschen nach Transparenz gerecht werden kann: Laut der Studie bescheinigen zwar fast sieben von zehn (69 Prozent) Entscheidungsträgern ihrer Branche eine Bereitschaft zur  Nachverfolgbarkeit und Transparenz von Lebensmitteln – dem stimmen allerdings nur 35 Prozent der Verbraucher zu.

Die Branche muss also in punkto Transparenz aufholen, Technologie kann hier entscheidend helfen: Beispielsweise können RFID-Etiketten die Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln innerhalb der Lieferkette verbessern. Fast 90 Prozent der Befragten der Studie planen den Einsatz von Handheld-Computer mit Scannern oder auch von mobilen Barcode-Etiketten-/Thermodruckern innerhalb der nächsten fünf Jahre. Mit diesen lassen sich dann Lebensmittel und damit verbundene Informationen digital verwalten und nachverfolgen.

Zur Methodik der Studie: Für die „Food Safety Supply Chain Vision Study“ von Zebra wurden 4.957 Verbraucher und 462 Entscheidungsträger der Lebensmittelindustrie in den Bereichen Herstellung, Transport und Logistik, Einzel- und Großhandelsvertrieb in Nordamerika, Südamerika, Asien-Pazifik und Europa befragt. Die Studie wurde im Januar 2020 in Kooperation mit Azure Knowledge Corporation durchgeführt. Die branchenspezifischen End-to-End-Lösungen von Zebra Technologies ermöglichen es Unternehmen aus Handel, E-Commerce, Fertigung, Transport und Logistik, Gesundheitswesen und weiteren Branchen, ihre Mitarbeiter und Güter sichtbar machen und optimal miteinander zu vernetzen.  Die Lösungen verbessern das Einkaufserlebnis, helfen bei der Nachverfolgung und Verwaltung von Inventar und erhöhen die Effizienz der Lieferkette. (sg)

Lesen Sie auch: Lieferkette: Höhere Kundenansprüche erfordern moderne Technologien

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