Lieferkette: Höhere Kundenansprüche erfordern moderne Technologien

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Mit den wachsenden Ansprüchen der Kunden an ihre Lieferungen steigt der Druck auf die Logistikbranche. Sie muss Höchstleistungen erbringen, um Lieferdaten einzuhalten und die Lieferkette effizient zu gestalten.
Lieferkette

Quelle: iStock

Kunden wünschen sich ein positives Einkaufserlebnis – sowohl beim Einkauf im stationären Handel als auch in Onlineshops. Ein Geschäft in der Innenstadt überzeugt mit den besten Angeboten und der Verfügbarkeit der Produkte in unterschiedlichsten Varianten – die Auswahl und die Beratung muss stimmen, damit es zum Kaufabschluss kommt. Ähnlich ist das beim Einkauf online, denn auch hier muss der Onlineshop übersichtlich sein und die besten Preise bieten. Dies hat auch Auswirkungen auf die Lieferkette.

Die Kaufentscheidung wird auch durch einen einfachen Bestellvorgang und gute Lieferkonditionen beeinflusst. Denn der Versandprozess ist ebenso wichtig wie die Schritte im Bestellprozess zuvor. So soll die Zustellung in Rekordzeit und idealerweise ohne zusätzliche Kosten erfolgen. Außerdem soll der Käufer die Flexibilität besitzen, Liefertermine noch kurz vor der Zustellung zu einem anderen Ort oder auf ein anderes Zustelldatum zu verändern.

Click-and-Collect gehört im stationären Handel zu den Herausforderungen, denn hier muss das richtige Produkt im richtigen Geschäft verfügbar sein, ohne den eh schon geringen Lagerplatz länger als nötig zu nutzen. Alle Akteure entlang der Lieferkette, gerade die Lagerhaltung und Logistik, stellt dies vor besondere Herausforderungen: Sie müssen sich kontinuierlich verbessern, um in diesem wettbewerbsfähigen Markt herauszustechen.

Moderne Lieferkette durch proaktives Management

Unternehmen wollen die Pünktlichkeit von Lieferungen verbessern und die steigenden Transportvolumina effizient managen. Gleichzeitig ist das Ziel, die Lieferkosten für das Unternehmen zu senken. Traditionelle Lieferketten verwenden ausschließlich Wetterdaten und aufgezeichnete Straßenverhältnisse, um Liefertermine zu schätzen. Die vielen, kurzfristigen Änderungen und Störfaktoren in der Lieferkette können sie jedoch nicht abwickeln, da Einblicke in Echtzeit fehlen.

Um die Informationen in Echtzeit zu erhalten und die Lieferkette proaktiv auszurichten sowie auf kurzfristige Störungen vorzubereiten, ist eine moderne Supply-Chain unerlässlich. Zu den Störfaktoren zählen beispielsweise schlechte Straßenverhältnisse, Zeitverluste bei Grenzkontrollen, Staus, politische Unruhen oder Verzögerungen beim Be- und Entladen von Waren an den jeweiligen Logistikstandorte. Wie können die Akteure entlang der Lieferkette diesen Veränderungen zeit- und kosteneffizient begegnen?

Modernisierung aller Prozesse als Grundvoraussetzung

Eine kurzfristige Reaktion auf unerwartete Störungen in der Lieferkette setzt voraus, dass alle Systeme und Prozesse modernisiert sind und sich alle Akteure entsprechend darauf ausrichten. Um Lieferwege zu optimieren und die bestmögliche, schnellste Route zu den besten Konditionen zu finden, braucht es alle verfügbaren Daten. Sie geben Auskunft über den Status der Lieferung und benachrichtigen den Kunden, wenn sich Sendungen verzögern oder es sonstige Probleme gibt. Dieselben Daten können aber auch verwendet werden, um andere Routen und Lösungen zu identifizieren und um zu vermeiden, dass es eine weitere fehlerhafte Sendung gibt.

In der Logistik kann die Verfügbarkeit dieser Daten dazu beitragen, potenzielle Probleme frühzeitig zu beheben. Sendungen treffen somit rechtzeitig ein und sind zugleich kostengünstiger. Die Menge dieser verfügbaren Daten ist enorm und um diese auszuwerten, werden moderne Technologien benötigt, die die Abläufe automatisieren. Zu ihnen zählen beispielsweise Machine-Learning-Algorithmen und künstliche Intelligenz, die zunächst alle aufgezeichneten Daten auswerten und miteinander verknüpfen. So entstehen Muster über Lieferwege und durch die Verfügbarkeit von Echtzeit-Daten werden die Lieferungen angepasst.

Plattform bietet Überblick über die Lieferkette

Eine moderne Lieferkette zeichnet sich dadurch aus, dass alle Daten in Echtzeit für alle Akteure, darunter Spediteure und Mitarbeiter, bereitgestellt werden und ein schneller Informationsaustausch ermöglicht wird. Hierbei hilft eine globale Plattform, diese Daten zu verwalten und einen detaillierten Überblick über alle Sendungen bereitzustellen. Meist basieren diese Plattformen auf Maschinellem Lernen, die alle Routen und Prozesse optimieren und bessere Ergebnisse für alle beteiligten Parteien schaffen.

Durch den Einsatz moderner Technologien erreichen Unternehmen nicht nur eine reibungslose Übergabe von Gütern für den Transport außerhalb des Unternehmens, sondern ermitteln auch den bestmöglichen Lieferweg und ein positives Kundenerlebnis. Sie setzen auch Ressourcen frei, um die Supply Chain 4.0 voranzubringen und weitere Innovationen im Prozessablauf zu entwickeln.

C.H. Robinson Lieferkette
Dave Fraas ist Director of Software Engineering bei C.H. Robinson.

Über den Autor: Dave Fraas ist Director of Software Engineering bei C.H. Robinson. Seit seinem Eintritt in C.H. Robinson 2004 hat er in drei verschiedenen Abteilungen gearbeitet und war maßgeblich an der Entwicklung der neuesten Verfahren und Technologien in jeder dieser Abteilungen beteiligt. In der aktuellen Position als Director of Information Technology ist Dave Fraas für die Leitung der IT-Entwicklungen für den Bereich European Surface Transportation verantwortlich. (sg)

Lesen Sie zu Lieferketten auch: Revival von „Made in Germany“ im globalen Wirtschaftssytem

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