Linkbuilding: Sinnvoll – oder reine Zeitverschwendung?

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Linkbuilding: Sinnvoll – oder reine Zeitverschwendung?

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Google hat vielen SEOs einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit dem letzten Penguin Update hat der Suchmaschinenprimus die Latte für externe Verlinkungen deutlich höher gelegt. „Früher“ konnte man noch Links auf drittklassigen SEO-Blogs kaufen und sich so in den Suchergebnissen nach vorne schieben. Vielen dieser Taktiken hat aber Google einen Riegel vorgeschoben und ein Trümmerfeld der Verunsicherung hinterlassen. Welcher Link geht noch, welcher verstößt schon gegen Googles Richtlinien? Soll man die schlechten Links nun alle abbauen? Und wenn ja, welche?

von Markus Hövener

hoevener_markus_2013

Google möchte am liebsten den perfekten Link. Er darf nicht gekauft oder sonstwie „besorgt“ werden. Er muss auf einem thematisch passenden Portal liegen. Er muss ein Zeugnis dafür sein, dass die verlinkte Website wirklich die allerbeste Qualität hat. Er muss eben freiwillig entstanden sein.

Das Ganze hat nur zwei Haken: Von selber kommen die nötigen Links meistens nicht  zustande. Und: Bei manchen Themengebieten ist es leider schwierig bis unmöglich, echte Links zu bekommen, weil es beispielsweise für einen Verkäufer von Spezialkugellagern sehr wenige Fanportale gibt, die auf die Website des Verkäufers verlinken könnten.

Deswegen ist Linkaufbau natürlich nach wie vor sinnvoll. In der Regel kommen Links ansonsten nur in homöopathischen Dosen zustande. Und solange Google bei seinen Ranking-Berechnungen so dermaßen abhängig von Links ist, gibt es leider auch keine Alternative dazu. Zumal es natürlich auch immer Konkurrenten gibt, die auch Links aufbauen, so dass es fatal wäre, sich nicht selber auch um Links zu bemühen.

Linkbuilding: damals und heute

Während in den letzten zehn Jahren der Fokus beim Linkaufbau eigentlich darin bestand, Links einfach irgendwoher zu besorgen, hat Google zumindest teilweise ein Umdenken erzeugt. Wenn es nötig ist, richtig gute Links zu haben und es diese aber meistens nicht in ausreichenden Mengen gibt, muss man eben attraktiver für sein Gegenüber werden. Der derzeitige Hype um das Thema Content-Marketing macht das deutlich: Wenn schon niemand „freiwillig“ und „einfach nur so“ auf einen Online-Shop für Angelbedarf verlinkt, muss man eben mit gut gemachten Inhalten nachhelfen. Also wird bevorzugt in Inhalte investiert – hier entsteht ein Blog, da wird ein Ratgeber für Angelneulinge geschrieben – und so weiter. Der klassische Linkaufbau ist also tot. Der neue Linkaufbau hat viel mehr mit klassischer PR zu tun: Finde Multiplikatoren, rede mit ihnen, bietet ihnen etwas an, das für sie wertvoll ist. Und schon kommen die Links von selber.

Zugegeben: In einigen Branchen wird das schon eine sehr kreative Brechstange benötigen, aber in vielen Themengebieten ist da einiges möglich. Es erfordert eben nur, dass man Linkaufbau nicht mehr einfach an jemanden auslagert und der dann schon irgendwelche Links besorgt. Nein, Unternehmen müssen jetzt mitarbeiten, in Content investieren und einfach „online-iger“ werden.

Das ist harte Arbeit und trifft nicht nur auf Gegenliebe. Aber das sind halt die neuen Spielregeln – und, ehrlich gesagt, waren ja viele Unternehmen auch sehr verwöhnt. Einfach ein paar Links kaufen und der Rubel rollte. Das war einmal. Jetzt muss man halt deutlich mehr Energie reinstecken.

Autor: Markus Hövener ist geschäftsführender Gesellschafter und Head of SEO der SEO-/SEM-Agentur Bloofusion. Darüber hinaus bloggt er zu SEO-Themen für die Internetkapitäne (http://www.internetkapitaene.de/), ist Chefredakteur des SEO-/SEM-Magazins suchradar (http://www.suchradar.de), hält Vorträge auf Konferenzen (SMX, Conversion Conference, SEOkomm, Search Conference usw.) und ist Autor vieler Studien und Analysen.

 Dieser Beitrag erschien erstmals im Schwerpunkt „SEO“ im e-commerce Magazin 07/2013

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