Logistik-Ratgeber: Die Dos and Don‘ts für eine smarte E-Commerce Logistik

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Als Online-Händler haben Sie die richtige Entscheidung getroffen: Der E-Commerce Markt entwickelt sich prächtig. Nahezu drei von vier Internetnutzern kaufen gelegentlich oder häufig online ein. (vgl. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 I August 2014) Auch zukünftig wird das Trendbarometer für den E-Commerce nach oben zeigen. Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK werden sich die Onlineumsätze im Einzelhandel bis 2025 nahezu verdoppeln. (vgl. GfK stellt Daten und Prognose zum E-Commerce in den nächsten zehn Jahren vor I Juli 2015)

Um das Potenzial, das der E-Commerce in sich birgt, vollständig zu nutzen, bedarf es jedoch nicht nur einer guten Idee, hohen Conversions durch SEO-optimierte Onlineshops und ansprechender SEA-Kampagnen. Erfolgsentscheidend ist der Prozess, der hinter dem Shop liegt: Die Logistik. Durch Amazon wissen wir, dass eine konstant hohe und fehlerfreie Versandperformance die Wachstumschancen eines Online-Händlers maßgeblich beeinflusst.

Um den Versandprozess unabhängig vom Versandvolumen effizient und schlank zu halten, bedarf es einem ausgefeilten Logistikprozess. Dieser muss nicht immer kompliziert sein und kann schon durch das Justieren an ein paar Stellschrauben dauerhaft verbessert werden.

Die nachfolgenden logistischen Herausforderungen und angeführten Ratschläge fokussieren die intralogistischen E-Commerce Prozesse, da diese durch den Online-Händler aktiv gesteuert und optimiert werden können:  

Das Justieren an den richtigen Stellschrauben kann die Effizienz der Intralogistik maßgeblich verbessern.

Logistik-Herausforderung Nr. 1: Hohe Versandperformance mit optimalem Personaleinsatz vereinen

Wie können Online-Händler gewährleisten, dass Waren innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt der Bestellung an den Paketdienstleister übergeben werden und das alles mit bestmöglichem Personaleinsatz?

1. Logistik-Tipp: Flexible Arbeitszeiten ermöglichen

Kaum ein E-Commerce-Business weist jeden Tag zur gleichen Zeit ein gleich hohes Bestellvolumen auf. Online-Händler sollten bei der Personaleinsatzplanung jene bestellintensiven Wochentage und Zeiten kennen um ausreichend Personal für die Bearbeitung der erhaltenen Bestellungen einplanen zu können. Von starren Arbeitszeiten (max. 8 Arbeitsstunden pro Tag) sollte sich im E-Commerce-Business verabschiedet werden. Flexibilität ist hier das Schlagwort. Clevere Online-Händler sprechen mit ihrem Team offen über versandintensive Zeiten und bieten Mitarbeitern einen Ausgleich an weniger intensiven Tagen oder nach der Saison. Eine elektronische Arbeitszeiterfassung, darunter die Nutzung von Stechkarten, kann bei einer freieren Disposition des Personaleinsatzes unterstützen.

Auch das Mehr an Personal zu besonders versandintensiven Zeiträumen sollte Beachtung finden. Zusätzliche Zeitarbeitskräfte für versandintensive Phasen sollten rechtzeitig akquiriert und frühzeitig angelernt werden. Eine „Wir schaffen das auch ohne ausreichend Personal-Haltung“ ist zwar lobenswert, führt bei Überlastung der Mitarbeiter aber zu deutlich weniger Arbeitsmotivation, geringerer Arbeitsleistung und mehr Fehlern.

2. Logistik-Tipp: Manueller Zahlungsabgleich bedarf klarer Personaldisposition

Online-Händler sollten sich darüber im Klaren sein, dass der manuelle „pick-, pack-, ship-Prozess“ erst nach dem Zahlungsabgleich starten kann. Um eine schnellere Initiierung des internen Versandprozesseses zu ermöglichen und zeitintensive Fehler zu vermeiden, sollte dieser mithilfe von intelligenten Warenwirtschaftssystemen automatisiert abgebildet werden.

Diejenigen, die sich noch nicht für ein Warenwirtschaftssystem entscheiden konnten, sollten mit dem Zahlungsabgleich innerhalb der Buchhaltung früh beginnen (spätestens 7:00 Uhr), damit viele Bestellungen zeitnah zur internen Weiterbearbeitung freigegeben werden können und manuelle Fehler zu nicht allzu langen Wartezeiten führen. Die zeitliche Planung der unterschiedlichen Tätigkeiten ist essentiell und sollte durch eine klare Personaldisposition unterstützt werden.

3. Logistik-Tipp: Lagermitarbeiter – die Alleskönner

Damit jeder Lagermitarbeiter weiß, was er zu tun hat, ist jeder auf einen Bereich der Intralogistik spezialisiert. Doch was passiert, wenn einer oder mehrere krank werden und ausfallen? Es sollte gewährleistet werden, dass jeder Mitarbeiter, neben seiner Spezialisierung, zusätzlich alle weiteren Lagerprozesse kennt, um im Falle eines Ausfalls problemlos einspringen zu können. Nur so kann ein reibungsloser Versandprozess weiterhin gesichert werden. Diese Flexibilität ermöglicht den Mitarbeitern nebenbei noch Abwechslung und Vielfalt im Arbeitsalltag.

Auch sollte darauf geachtet werden, dass ein „Prozessschritt“ im Lager innerhalb von 10 Minuten erklärt und von einem neuen Kollegen verstanden werden kann. Ist dies nicht der Fall, ist dieser Prozess zu komplex und Bedarf einer intensiven Betrachtung und ggf. längeren Schulung.

Logistik-Herausforderung Nr. 2: Anforderungen für einen effizienten, taggleichen Versand meistern

Amazon setzt die Messlatte für einen effizienten Versandprozess sehr hoch. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit ein taggleicher Versand auch für weitere Online-Händler problemlos möglich ist?

4. Logistik-Tipp: Klare Kommunikation mit dem Kunden

Online-Händler sollten in ihrem Web-Shop kommunizieren, dass ein taggleicher Versand nur dann ermöglicht werden kann, wenn die Bestellung vom Kunden vor 14 Uhr bzw. vor 16 Uhr des gleichen Tages aufgegeben wird. Artikel die aktuell nicht auf Lager liegen, einen Tag Lieferzeit benötigen oder erst nach dem Wochenende geliefert werden können, sollten ebenso gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung ist auch für heterogene Warenkörbe (d.h. Warenkörbe mit Artikeln, die umgehend versandt und Artikeln, die erst zu einem späteren Zeitpunkt versandt werden können) relevant. So sollten Produkte im Warenkorb eines Kunden, bei denen ein taggleicher Versand möglich ist, markiert werden, um dem Kunden die Möglichkeit anzubieten die Bestellung in kleinere Bestellungen, abhängig vom möglichen Lieferzeitpunkt, zu unterteilen. Kunden werden die ehrliche Kommunikation schätzen und sich nicht aufgrund von fehlerhaften Versand-Informationen bzw. falschen Versandversprechen vom Shop abwenden.

5. Logistik-Tipp: Das richtige Timing

Strategisches Zeitmanagement ist für den taggleichen Versand das A&O. So sollten im Vorfeld Zeitfenster definiert werden, die vorgeben, welche Arten von Bestellungen zu welcher Zeit abgearbeitet werden können. Bestellungen, bei denen kein taggleicher Versand angeboten wird oder Artikel, die noch beim Lieferanten bestellt werden müssen, können schwerpunktmäßig am Vormittag, zum Beispiel zwischen 7:00-11:00 Uhr, bearbeitet werden. Damit wird gewährleistet, dass die bestellten Waren nach Erhalt schnellstmöglich an den Kunden weitergeleitet werden können.

In der Zeit zwischen 11:00 Uhr und 19:00 Uhr kann sich dann auf die Bestellungen konzentriert werden, die keine Lieferantenbestellung erfordern und ad hoc versendet werden können. Online-Händler sollten für eine effiziente Abbildung des Versandprozesses auch mit Ihren Logistik-Dienstleistern sprechen um Abholbedingungen für sehr späte Abholzeiten, den sogenannten „Nachtsprung“ über Postverteilzentren zu vereinbaren.

Auch hier sollte auf die richtige Personaldisposition (Siehe hierfür 1. Logistik-Tipp: Flexible Arbeitszeiten ermöglichen) geachtet werden, um die Versandmenge zwischen der Order-Deadline und der Abholung vom Logistikdienstleister effizient bewältigen zu können.

6. Logistik-Tipp: Taggleicher Versand für „Greenhorns“

Für diejenigen, die mit dem taggleichen Versand gerade erst starten oder noch wenig Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt haben, ist es empfehlenswert, das Angebot des taggleichen Versands vorerst nur für spezielle Artikelgruppen anzubieten, die direkt am Versandbereich gelagert werden können. So lässt sich auch bei noch ungeübten Prozessen ein schneller Versandprozess erzielen.

Logistik-Herausforderung Nr. 3: Proaktive und regelmäßige Planung der Lagerreichweite für die Gewährleistung des (taggleichen) Versands

Die Lagerreichweite gibt Aufschluss darüber, wie lange Online-Händler (taggleich) versenden können. Hierfür ist es unabdingbar, ausreichend hohe Sollbestände auf Lager zu haben und den Wareneingang möglichst clever abzubilden. Welche Aspekte sollten Online-Händler hierfür beachten?

7. Logistik-Tipp: Den Einkauf proaktiv und regelmäßig planen

8. Logistik-Tipp: Wareneingang – Zur richtigen Verwendung am richtigen Ort!

9. Logistik-Tipp: Automatisierung spart Zeit und erhöht die Produktivität

Logistik-Herausforderung Nr. 4: Gesteigerte Leistungsfähigkeit des Teams durch effizientes Picken und Packen

Kleine Fehler im „pick-, pack-,ship-Prozess“ können große Auswirkungen auf die Effizienz des Versandprozesses haben. Wie können Online-Händler mit einfachen Mitteln ein Mehr an Leistung erzielen?

10. Logistik-Tipp: Vorläufige Inventur verhindert mühseliges Suchen

11. Logistik-Tipp: Konstantes Nachfüllen des Picklagers

12. Logistik-Tipp: Die richtige Laufwegstrategie

13. Logistik-Tipp: Verpacken leichtgemacht

Lesen Sie die Ausführungen von Tipp 7 bis Tipp 13 im kostenlosen Whitepaper „Logistik-Ratgeber: Die Dos and Don‘ts für eine smarte E-Commerce Logistik“. Hier geht’s zum kostenlosen Whitepaper

Online-Händler, die sich die Zeit für die Optimierung ihrer Lagerprozesse nehmen, sparen nicht nur Kosten und Zeit, sie verbessern im gleichen Schritt die Kundenbindung. Durch einen schnelleren und transparenteren Versandprozess werden Prozesse verschlankt und zudem die Mitarbeitermotivation und -Leistung mittels aktiver Personaldisposition und -Kommunikation gesteigert.

Eine Vielzahl an Online-Händlern, darunter Kofferprofi.de, weststyle.de, calida-shop.de oder arktis.de nehmen die Prozess- und Logistik-Beratung der pixi* Software GmbH in Anspruch und erzielen durch die individuelle Beratung eine deutliche Steigerung der Effizienzleistung.

Weiterlesen im Logistik-Ratgeber unter http://www.pixi.eu/downloads/whitepaper-logistik-ratgeber/

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Quelle: WIN-Verlag

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