Maskenpflicht beim Einkaufen – so ändert sich das Konsumverhalten in der Corona-Krise

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Maskenpflicht beim Einkaufen – so ändert sich das Konsumverhalten in der Corona-Krise

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Ändert der Corona-Ausnahmezustand das Einkaufsverhalten der Verbraucher, und, wenn ja, wie? Eine aktuelle Umfrage von marktguru hat die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Konsumverhalten untersucht.
Konsumverhalten

Quelle: FamVeld/shutterstock

  • Digitale Kanäle erste Wahl bei der zeitlichen Einkaufsplanung – Einkäufe verlagern sich während der Corona-Pandemie auf Randzeiten.
  • Höheres Preisbewusstsein, aber mehrheitlich keine grundsätzlichen Einschränkungen beim alltäglichen Einkauf.
  • Konsumverhalten: Gesundheitsschutz beeinträchtigt Einkaufserlebnis in stationären Geschäften nicht wesentlich.

Ändert der Corona-Ausnahmezustand das Konsumverhalten der Verbraucher, und, wenn ja, wie? Welche Informationskanäle nutzen die Verbraucher in der aktuellen Situation zur zeitlichen Planung ihrer Einkäufe – und wann erledigen sie diese? Schränken sich die Konsumenten bei ihren Alltagseinkäufen ein oder bleibt der Einkaufskorb weitgehend unverändert?

Antworten auf diese und andere Fragen liefert eine aktuelle Umfrage zum Konsumverhalten während der Corona-Krise von marktguru, die der Online-Prospekte und Cashback-Anbieter bei über 3.000 Nutzern seiner Plattform durchgeführt hat.

Konsumverhalten: Digitale Kanäle erste Wahl bei der Einkaufsplanung

Kleine Ursache, große Wirkung: Mit Ausbruch des Corona-Virus findet Shopping unter neuen Rahmenbedingungen statt: Maskenpflicht, Abstandsregeln, Beschränkungen der Kundenzahl in Geschäften und mehr verändern das Einkaufen zum Teil erheblich. Wie Verbraucher den Wandel wahrnehmen und wie sie damit umgehen, zeigen die folgenden Umfrageergebnisse.

Geht es um die zeitliche Planung der Einkäufe, setzen die befragten Konsumenten derzeit vor allem auf digitale Kanäle. Aktuelle Informationen zu Ladenöffnungszeiten werden vor allem auf den Websites bzw. in den Apps der Einzelhändler recherchiert (56,7 Prozent der Befragten). Auf den Plätzen zwei und drei folgen digitale Handelsprospekte (42,1 Prozent) und Soziale Netzwerke (17,6 Prozent). Ein Viertel der Befragten (24,9 Prozent) zieht auf gut Glück los, 13 Prozent verlassen sich auf die Angaben von Freunden und Bekannten.

KonsumverhaltenQuelle: marktguru

Bei den Einkaufszeiten gibt es eine deutliche Verschiebung: Während knapp die Hälfte der Befragten nicht an gewohnten Einkaufsroutinen rüttelt, sind über 50 Prozent bestrebt, Stoßzeiten mit hohem Einkaufsaufkommen zu vermeiden und ihre Shoppingaktivitäten gezielt auf Randzeiten zu verlagern. Knapp 60 Prozent (58,4 Prozent) gestalten darüber hinaus auch ihre Einkaufsvorbereitungen gezielter und bündeln bspw. Einkäufe zu Effizienzwecken.

Etwas mehr als 40 Prozent (41,4 Prozent) gehen nach wie vor immer dann einkaufen, wenn sie etwas benötigen. Ungefähr gleich viele Umfrageteilnehmer (42,5 Prozent) planen der anhaltenden Ausnahmesituation geschuldet grundsätzlich mehr Zeit für ihren Einkauf ein, rund 58 Prozent belassen ihr entsprechendes Zeitbudget unverändert.

Kaum Änderungen bei den Einkaufswegen

Der Radius der Einkaufsaktivitäten hat sich bei 78 Prozent der Befragten indes nicht verändert. Bei rund 15 Prozent hat er sich verringert, bei fast sieben Prozent sogar vergrößert. Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer kauft Produkte des täglichen Bedarfs bei Geschäften im Umkreis von zwei bis fünf Kilometern ein. Ein Viertel (24,4 Prozent) hat einen Aktionsradius von bis zu zehn Kilometern, nahezu jeder Fünfte (17 Prozent) von maximal einem Kilometer.

Nur 9,4 Prozent) legen zur Deckung des täglichen Bedarfs Einkaufswege von mehr als zehn Kilometern einfache Strecke zurück. Einkäufe für die Familie (75,1 Prozent der Befragten) und für die eigene Person (61,6 Prozent) stehen dabei Vordergrund. Für Freunde und Bekannte oder Nachbarn geht nur rund jeder Zehnte (mit) einkaufen (10,6 beziehungsweise 9,7 Prozent).

Grundsätzlich keine Einschränkungen beim Alltagseinkauf

In Anbetracht der für viele wirtschaftlich angespannten Situation und ungewisser Zukunftsperspektiven reduzieren derzeit rund ein Viertel der befragten Verbraucher (23,5 Prozent) ihr Budget für alltägliche Einkäufe auf das „absolut Notwendige“. Knapp 30 Prozent geben gleich viel wie in der Vor-Corona-Zeit aus und gönnen sich bewusst auch Belohnungen. Fast die Hälfte (46,8 Prozent) gibt an, preisbewusster einzukaufen, ihren Konsum ansonsten aber nicht wesentlich einzuschränken. 28,3 Prozent der Befragten setzen für Einkaufsersparnisse verstärkt auf Preisvorteile durch Angebote, Coupons und Cashback.

KonsumverhaltenQuelle: marktguru

Gesundheitsschutz beeinträchtigt stationäres Einkaufserlebnis nicht wesentlich

Fragt man die Umfrageteilnehmer, wie sie die aktuellen Auflagen mit Blick auf das Einkaufserlebnis und den Schutz ihrer persönlichen Gesundheit empfinden, so hält fast die Hälfte (46,4 Prozent) die im Einzelhandel zur Anwendung kommenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen für angemessen. Ein Viertel (25,1 Prozent) finden sie hilfreich und jedem Fünften (22,3 Prozent) vermitteln sie ein „gutes Gefühl“. Nahezu ebenso viele Befragte (21,8 Prozent) bewerten sie indessen für „überzogen“, und von einem Viertel (25,7 Prozent) werden sie als störend empfunden. Rund 13 Prozent (12,7 Prozent) beurteilen sie als unwirksam.

Wenn es um die Rolle des stationären Handels bei der Bereitstellung von Schutzmitteln wie Masken und Handschuhe für den Einkauf geht, sieht eine Mehrheit von rund 60 Prozent (58,7 Prozent) der befragten Verbraucher die Einzelhändler in der Pflicht. Ein Drittel der Befragten (33,1 Prozent) wäre bereit, für diesen Service einen Unkostenbeitrag zu zahlen, die anderen (66,9 Prozent) würden dies als kostenloses Angebot erwarten. Trotz der klaren Erwartungshaltung ist das mit einem solchen kostenlosen Service verbundene Neukundenpotenzial vergleichsweise gering: Nur ein Drittel der Umfrageteilnehmer (32,8 Prozent) wäre dafür zu einem Wechsel bereit, bei den übrigen Umfrageteilnehmern überwiegt die Händlertreue.

KonsumverhaltenQuelle: marktguru

Konsumverhalten in der Corona-Krise: Kundennähe steht im Vordergrund

„Die marktguru Umfrage gibt dem Handel wertvolle Einblicke in das Denken und Einkaufsverhalten von Verbrauchern in der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausnahmesituation“, erklärt Dr. Marc-Etienne Gessner, Geschäftsführer marktguru. „Die Ergebnisse liefern zahlreiche Impulse und Ansatzpunkte für ein smartes, datenbasiertes Handelsmarketing. Und sie zeigen, dass eine digitale Plattform wie marktguru, die attraktive Konsumentenzielgruppen mit vielseitigen nutzbringenden Shopping-Services bedient, mit ihrer großen Kundennähe und -resonanz ein starker Partner für Verkaufsförderungsaktionen im Einzelhandel ist.“

Gessner Marktguru
Dr. Marc-Etienne Gessner ist Geschäftsführer der marktguru GmbH.

Zur Methodik der Umfrage: Für die Umfrage zum Konsumverhalten während der Corona-Pandemie hat marktguru im Mai und Juni 2020 mehrere tausend Nutzer seiner integrierten Online-Prospekte- und Cashback-Angebote in Deutschland online befragt. Grundlage der qualitativen Erhebung ist ein Fragenkatalog zu soziodemografischen Merkmalen (Alter, Geschlecht, Haushaltsnettoeinkommen), Einstellungen sowie dem Kaufverhalten. Die Ergebnisse beruhen auf den Angaben von über 3.000 Nutzern, die den Fragebogen vollständig ausgefüllt haben.

Lesen Sie auch: Shopping-Apps: Warum nach der Corona-Krise der E-Commerce-Aufschwung kommt

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