Mehrheit der Banken ignoriert Facebook, Twitter & Co.

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60 Prozent der Anbieter haben keine oder nur sporadische Aktivitäten in sozialen Medien – Deutsche Bank, Crédit Agricole und BNP mit bestem Auftritt.

Die Angebote der Deutschen Bank, Crédit Agricole und BNP Paribas in sozialen Medien sind die Gewinner eines Rankings der Social-Media-Auftritte der 30 grössten Banken und Vermögensverwalter weltweit. In der Erhebung der Schweizer Beratungsfirma MyPrivateBanking Research liegt die Deutsche Bank mit 38 von möglichen 50 Punkten auf dem ersten Platz.

Die Deutsche Bank erzielte insbesondere für ihre Angebote in Facebook, LinkedIn und Twitter eine hohe Punktzahl. Crédit Agricole und BNP Paribas waren in diesen Netzwerken vergleichsweise schwächer, aber haben Stärken in ihren Angeboten für YouTube und mobile Applikationen.

Insgesamt kommt die Studie „Wealth Management and Social Media“ zu dem Ergebnis, dass die Auftritte der 30 grössten Banken in den sozialen Medien viele Wünsche offen lassen: Nur eine kleine Gruppe von vier Banken (Deutsche Bank, Crédit Agricole, BNP Paribas und Credit Suisse) zeigt zumindest eine einheitliche und umfassende Strategie in den sozialen Medien.

Eine zweite Gruppe von lediglich sechs Banken nutzt immerhin teilweise soziale Netzwerke, um mit Kunden und Nutzern zu interagieren.  Aber ein erschreckend hoher Anteil von zwei Dritteln der führenden Banken hat entweder keine Präsenz in den sozialen Medien oder ist dort nur sporadisch aktiv. Überraschenderweise kommt keine US-amerikanische Bank mit ihrem Angebot in die Top 10 der Anbieter.

„Trotz des rasanten Wachstums der sozialen Medien hat die Mehrheit der Banken und Vermögensverwalter versäumt, das Potential der sozialen Medien zu nutzen.” sagt Steffen Binder,  Research-Director von MyPrivateBanking. ”Insbesondere enttäuscht, dass 20 der 30 Banken keinen offiziellen Facebook-Auftritt für ihre Kunden hat.“ Die spezifische Analyse der Angebote für vermögende Kunden zeigt ein noch schlechteres Bild. Selbst die Banken mit den besten Strategien haben wenig bis gar keine Aktivitäten für diese attraktive Zielgruppe in den sozialen Medien.

Die Angebote von sozialen Medien auf der eigenen Website sowie von Applikationen für Mobilgeräte sind ebenfalls verbesserungswürdig. Nur 40 Prozent der Banken bietet eine Form von sozialen Medien (bspw. Blogs, Social Bookmarks, Podcasts oder Videocasts) auf ihrer Website an. Nur 50 Prozent der Banken haben eine oder mehrere Mobilapplikationen für ihre Kunden – keine bietet spezielle mobile Applikationen für vermögende Kunden an. “Wir empfehlen Banken schnell den Fokus auf soziale Medien zu richten und sie nicht als Spielwiese für Jugendliche abzutun.” betont Christian Nolterieke, Geschäftsführer von MyPrivateBanking Research. “Die Anbieter benötigen dringend eine Strategie für ihren Auftritt in dieser interaktiven Entwicklung des Internet.“

MyPrivateBanking empfiehlt Banken umgehend drei Massnahmen einzuleiten: Zum ersten sollte sich das Top-Management jeder Bank muss für den Einsatz sozialer Medien öffnen und entscheiden, wie sich das Unternehmen in den verschiednen Netzwerken positionieren will. Zum zweiten sollte jede Bank in Facebook, LinkedIn, Twitter, Youtube und Flickr präsent und aktiv sein. Allein dieser Schritt erlaubt mit geringen Kosten den Zugang zu fast einer Milliarde Menschen. Eine Präsenz in diesen Netzwerken ist allerdings nur der Anfang. In einem dritten Schritt muss jeder Auftritt in den sozialen Medien durch das kontinuierliche hinzufügen von relevanten Inhalten sowie schnelle Reaktion auf Anfragen lebendig gehalten werden.

Die Studie analysiert im Detail die Stärken und Schwächen der Social-Media-Auftritte der 30 grössten Banken und Vermögensverwalter weltweit. Basierend auf 32 Kriterien werden die Aktivitäten in sozialen Medien bewertet und verglichen. Die Bewertung wurde abgeleitet von der individuellen Analyse der Bankenauftritte in Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube and Flickr sowie den Angeboten auf der eigenen Website bzw. von Mobilapplikationen.

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