Mehrheit der Nutzer auf Social-Networking-Sites ist weiblich

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Die Mehrheit der Nutzer von sozialen Netzwerken im Internet ist weiblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschungsarbeit von Brian Solis, der die entsprechenden Daten ausgewertet hat

Demnach wird einzig die Social-Bookmarking-Seite Digg von Männern dominiert, auf allen anderen Plattformen tummeln sich hingegen zum Teil viel mehr Frauen als Männer. Bei Facebook und Twitter zum Beispiel sind 57 Prozent aller Nutzer weiblich, bei MySpace sogar 64 Prozent.

Ursula Seethaler, Partnerin der AG GenderCommunication, ist über die Ergebnisse der Studie wenig verwundert. “Das gesellschaftliche Stereotyp, wonach Frauen auf der kommunikativen Ebene stärker engagiert sind als Männer, schlägt sich auch im Web 2.0 durch”, berichtet Seethaler. Die Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit Freunden über Facebook, MySpace und Co. werden von Frauen demnach intensiver genutzt als von Männern, die diese Portale eher zu Selbstdarstellungszwecken und weniger zum Dialog mit anderen verwenden, erläutert die Kommunikationsberaterin die Unterschiede im Nutzungsverhalten der beiden Geschlechter.

Ein umgekehrtes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Mitgliedern zeige sich allerdings in Business-Netzwerken wie LinkedIn oder Xing, weiß; Seethaler. Diese und ähnliche Plattformen für geschäftliche Kontakte seien immer noch klare Männerdomänen. Xing zum Beispiel verzeichnet im deutschen Sprachraum einen Frauenanteil von lediglich 35 Prozent. Generell sind in Deutschland mehr Männer im Internet unterwegs als Frauen. Während bereits 76 Prozent aller deutschen Männer Internetnutzer sind, hinkt der Anteil von internetnutzenden Frauen mit 62 Prozent etwas hinterher.

Wie Ute Kempf vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit berichtet, bleibt diese Schere zwischen den Geschlechtern seit vielen Jahren gleich. “Interessant ist allerdings, dass junge Frauen zwischen 14 und 19 Jahren ihre männlichen Alterskollegen in der Internetnutzung bereits überholt haben”, weiß; die Expertin. Laut Kempf hätten soziale Netzwerke daran einen entscheidenden Anteil. Auch sie zeigt sich von der Erkenntnis, dass auf Social-Networking-Sites mehr Frauen als Männer anzutreffen sind, wenig überrascht. “Frauen sind eher nutzenorientiert, d.h. sie überlegen zuerst, ob ihnen die Nutzung überhaupt etwas bringt. Männer hingegen begeistern sich eher für die technische Seite der vielfältigen Anwendungen im Internet”, lautet Kempfs Erklärung für das unterschiedliche Nutzungsverhalten. Letztlich spiegle auch der “Geschlechterkampf” im Web nur reale Verhältnisse und geschlechterspezifische Vorurteile in der Gesellschaft wider, stellen Seethaler und Kempf übereinstimmend fest.

Info: www.pressetext.de

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