Millionen-Verluste: Playboy erwägt Verkauf

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Der US-amerikanische Playboy-Konzern denkt offen über einen Verkauf nach. Eigenen Angaben zufolge gerät das von Erotikguru Hugh Hefner gegründete Unternehmen in Folge der Wirtschaftskrise immer stärker unter Druck. Schon in den vergangenen Monaten verdichteten sich die Gerüchte um ein mögliches Aus des Kultmagazins. Angesichts schrumpfender Werbeeinnahmen und Leserschwund muss Playboy nun die Reiß;leine ziehen. Im Abo-Geschäft verzeichnete der Verlag deutliche Rückgänge, weshalb sich der Konzern zu Spar- und Restrukturierungsmaß;nahmen gezwungen sah. Der Publikumsschwund des Magazins sei auf das wachsende Konkurrenzangebot im Bereich der Erwachsenenmedien zurückzuführen.

„Die Magazinlandschaft steckt in einer Entwicklung, die vorauszusehen war“, meint Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Darüber ist offenbar auch der US-Verlag Condé Nast gestolpert, der die deutsche Ausgabe des Magazins Vanity Fair einstellen wird, wie bekannt gegeben wurde. „Deutschland verfügt über einen äuß;erst dichten Markt für Publikumszeitschriften. Der Wettbewerb unter den Anbietern ist ohnehin intensiv. Angesichts des aktuellen konjunkturell bedingten Rückgangs von Lesern und Abonnenten geraten die Verleger noch stärker unter Druck. Die Weiterentwicklung der Medienlandschaft durchläuft derzeit einen noch heftigeren Prozess als bislang üblich“, erklärt der Experte.

Technische Veränderungen wie die zunehmende Verlagerung hin zu Online-Medien setzen den Printausgaben der Publikumszeitschriften zu. „Die Werbewirtschaft muss sich aber bewusst sein, dass sie auf einen Trägermarkt angewiesen ist, der über eine ausgeprägte Vielfalt verfügt“, betont Nickel. So müsse das Angebot die individuellen Bedürfnisse der Gesellschaft bedienen. Ein Rückgang der Werbeträger sei schlecht für die gesellschaftliche Entwicklung. Über die Publikumszeitschriften hinaus sei der Veränderungsprozess auch bei Medien wie Fernsehen oder Kino zu beobachten. „Es wird zu weiteren Verlusten von Titeln und Einstellungen von Medien kommen“, so Nickel.

Playboy konnte zwar mit anderen Formaten punkten als mit seinem Flaggschiff Magazin. So verzeichnete der Konzern etwa im TV-Segment oder bei Video on Demand deutliche Zuwächse. Im Schlussquartal des Vorjahres weiteten sich die Verluste dennoch auf 145,7 Mio. Dollar aus. Angesichts der schwachen Nachfrage knickte der Umsatz um 20 Prozent auf knapp 70 Mio. Dollar ein. Im laufenden Quartal erwartet das Unternehmen zudem einen weiteren Einbruch der Werbeumsätze um 27 Prozent. Für Angebote zum Komplett-Verkauf sei der Konzern daher nunmehr offen. Darüber hinaus seien auch strategische Neuausrichtungen denkbar.

Info http://www.playboy.com/

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