Cloud Computing macht aktuell Schlagzeilen. Aber auch wenn das Thema jetzt heiß diskutiert wird, ist es im Kern nicht neu. Unternehmen aus dem E-Commerce-Sektor verzeichnen mit Cloud-Services bereits einige Erfolge bei der Kunden- und Markenkommunikation und kurbeln so ihren Online-Absatz an. Verfügbarkeit, Performance und Skalierbarkeit bilden das Herzstück des Cloud-Modells. Online-Händlern bietet Cloud Computing sofort die benötigte On Demand-Skalierbarkeit, um Bandbreitenprobleme, die einer optimalen Performance ihrer Website entgegenstehen, zu umschiffen. Dies ist insbesondere kritisch bei Websites mit Rich Media und dynamischem Content wie beispielsweise Video oder komplexen Online Tools für die Produktsuche. Gerade hier kann die Cloud helfen. Das Ergebnis: Mehr Umsatz ohne kostenträchtige Investitionen in den Ausbau der eigenen Infrastruktur.

Was genau ist Cloud Computing?

Vereinfacht gesagt: Cloud Computing ist eine Art der Datenverarbeitung, bei der die Rechenleistung als skalierbare und oftmals virtualisierte Ressource über das Internet bereitgestellt wird. Cloud Computing im “Pay-per-Use”-Modell ermöglicht dabei einen bequemen on Demand-Zugang zu diesen Ressourcen, die schnell und mit minimalem eigenen Administrationsaufwand zur Verfügung gestellt werden können. Denn ein Anwender braucht keinerlei Fachwissen über die technologische Infrastruktur, auf welcher dieser Service basiert. Die Akamai-Cloud – bestehend aus über 50.000 weltweit verteilten Servern – beispielsweise erfüllt bereits einen Groß;teil der Erwartungen, die heute an das Cloud Computing gestellt werden, wie u.a. das Hosten und Ausliefern von kundenspezifischen Applikationen.

Die E-Commerce Herausforderung

In der Online-Welt gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Website-Performance, Kundenbindung, Dauer eines Website-Besuchs und Verlassen der Seite oder Abbruch eines Kaufvorgangs. Verbraucher wollen ein schnelles Surfen von Seite zu Seite ebenso wie zügige Checkout-Prozesse. Auch erwarten sie zunehmend einen hohen Grad an Personalisierung. Eine sehr gute Website-Performance, auch bei hohem Traffic-Aufkommen, ist daher heute mehr denn je erfolgskritisch für das Online-Geschäft.

Die traditionelle Struktur des World Wide Web ist aber nicht dafür geschaffen, effizient und kosteneffektiv auf die sich permanent verändernde und unvorhersehbare Nachfrage der Verbraucher zu reagieren. Folglich bleibt die Performance und Verfügbarkeit von Online-Applikationen häufig hinter den Erwartungen zurück – insbesondere jetzt, da Online-Händler verstärkt auf die Web 2.0-Interaktivität setzen. Das heiß;t beispielsweise, dass ein Verbraucher, der weit entfernt vom Applikationsserver auf eine Anwendung zugreifen möchte, zehnmal längere Wartezeiten in Kauf nehmen muss, als der Verbraucher, der sich in unmittelbarer Nähe des Servers befindet. Der Betreiber eines Online-Angebots kann die Qualität des Onlineerlebnisses für seine Kunden selbst nicht garantieren oder beeinflussen. Webseiten mit einem hohen Abfrageaufkommen, etwa bei speziellen Promotions, viralen Angeboten oder Kampagnen, gehen dann oftmals in die Knie.

Performance ist das Stichwort

Online-Händler schöpfen heute die Möglichkeiten des Web 2.0 voll aus. Dazu binden sie in ihre Websites zunehmend Rich Media Content mit Funktionen wie Preisvergleich, Verbraucherbewertungen oder Produktkonfiguratoren ein, mit denen Online-Besucher sich ein besseres Bild von Farbe, Schnitt oder Kombinationsmöglichkeiten machen können. Auch das Streaming von Online-Videos wird immer mehr zum integralen Bestandteil von Werbestrategien, insbesondere bei Automobilherstellern und in der Bekleidungsbranche. Deshalb müssen Online-Händler heutzutage in der Lage sein, die Auslieferung ihrer Webseiten sowie der darin eingebundenen Rich Media-Inhalte zu beschleunigen. Gleichzeitig ist es notwendig, die eigene Webinfrastruktur zu entlasten, unabhängig davon, wie stark die Nachfrage ist.

Des Rätsels Lösung

Die effektive Nutzung von Application Delivery und Acceleration Services über die Cloud-Infrastruktur versetzt Online Retailer in die Lage, die zentrale Schwäche des Public Internet zu überwinden und es als zuverlässige und effektive Business-Plattform mit all seinen Benefits zu nutzen. Indem Online-Händler beispielsweise die Cloud-Services von Akamai für die Auslieferung ihrer Inhalte einsetzen, können sie ihren Kunden, unabhängig vom Traffic-Aufkommen, LAN-ähnliche Antwortzeiten, schnelle Content Downloads sowie eine optimierte Website-Performance bieten, die sich im Umkehrschluss in gesteigerten Konversionsraten und höheren Umsätzen niederschlagen. Dieser Ansatz beinhaltet auch die umfassende Replikation und Synchronisation von Daten, die sonst einen zusätzlichen Kosten- und Risikofaktor darstellen.

Die Händler, die sich “die Cloud” richtig zunutze machen, können von einer Vielzahl intelligenter Zusatzservices profitieren. Durch den Einsatz von Geo-Targeting- und Geo-Streaming-Technologien werden Besucher einer globalen Homepage automatisch auf länderspezifische Webseiten, regionale Produktangebote oder Shop-Finder weitergeleitet. Nutzen die E-Commerce-Applikationen besondere logische Caching-Techniken, können den Kunden hochpersonalisierte Dienstleistungen und individualisierte Empfehlungen angeboten werden. So werden beispielsweise aufgrund der Produkte, die Kunden in den Einkaufswagen gelegt oder angeschaut haben, bestimmte Aktionen angeboten.

Der Return on Investment für Cloud Computing generiert sich aus reduzierten Kosten für Bandbreite, eigene Hardware, Netzwerk und Instandhaltung, aus einer vereinfachten E-Business-Infrastruktur, die geringere Anforderungen an die eigenen Server stellt, sowie einem gestrafften Anwendungs- und Content Management bis hin zur Verlagerung von Java-Anwendungen in die Cloud.

Mit Cloud Computing befreit sich der Online-Handel nicht nur von den Nachteilen, die die Nutzung des Public Internet mit sich bringt, sondern er profitiert zusätzlich: Neben der höheren Flexibilität, mit der schneller und effektiver auf den Markt reagiert werden kann, behalten Online-Retailer die volle Kontrolle über ihre Geschäftsprozesse und die Anwendungen, die sie für ihren Webauftritt einsetzen. Zudem müssen sie sich nicht mehr mit den technischen Fragen der Implementierung und Instandhaltung herumschlagen und zahlen lediglich für die Verwendung der Ressourcen, die sie auch wirklich nutzen.

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