11.05.2021 – Kategorie: Handel

Mit Produktvideos im Onlineshop besser verkaufen

ProduktvideosQuelle: H_Ko/shuttersotck

Die Corona-Pandemie zwingt den gesamten Handel zum Umdenken. Können Kaufentscheidungen nicht mehr vor Ort getroffen werden, sind Produktvideos die beste Alternative. Aber viele Unternehmen haben noch immer Anlaufschwierigkeiten und Probleme dabei, das richtige Videoformat für ihre Zwecke zu finden.

Die Corona-Pandemie dürfte einer der größten Digitalisierungstreiber der letzten Jahre gewesen sein und hat auch den E-Commerce komplett auf den Kopf gestellt. Viele Unternehmen sahen sich gezwungen, sich von jetzt auf gleich auf neue Strukturen einzustellen und mussten dabei auch häufig ihre Komfortzone verlassen. Erzwungene Ladenschließungen und der Wegfall von Messen hatten zur Folge, dass Produkte entweder online sichtbar gemacht wurden oder gar nicht. Dass sich Produktvideos als Medium für solche Präsentationen anbieten, ist natürlich kein Geheimnis. Aber viele Unternehmen haben noch immer Anlaufschwierigkeiten und Probleme dabei, das richtige Videoformat für ihre Zwecke zu finden.

Erklär- und Produktvideos schaffen Vertrauen bei Kunden

Können Kaufentscheidungen nicht mehr vor Ort getroffen werden, sind Videoformate die beste Alternative. Händler:innen können direkt zeigen, wie Produkte funktionieren, welche Vorteile sie bieten und wie sie eingesetzt werden. Eine derartige Präsentation hilft Kund:innen enorm, sich ein besseres Bild von einem Produkt zu machen. Videos können zudem deutlich länger die Aufmerksamkeit potenzieller Interessent:innen binden, als es beispielsweise eine Aneinanderreihung von Bildern oder eine lange Produktbeschreibung könnte. Video schafft Vertrauen, da Händler:innen unter Beweis stellen können, dass sie die Bedürfnisse und Probleme ihrer Zielgruppe wahrnehmen und die passende Lösung dafür bieten können. Über Videoformate können zudem auch persönliche Verbindung zu Endkund:innen besser aufrechterhalten werden – in Zeiten des Lockdowns ist das so wichtig wie noch nie.

Zuschauer interaktiv einbinden: Webcasts für den Produktlaunch 

Wenn ein Unternehmen seine Produktpalette erweitert und den Launch öffentlich bekannt machen möchte, bietet sich ein Webcast an. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ein potenziell globales Zielpublikum und die Möglichkeit, dieses fast in Echtzeit einzubinden. Im Gegensatz zu Produktvorstellungen unterschiedlicher Partner bei vielen verschiedenen, dezentralen Events, können Unternehmen innerhalb eines Webcasts ihr Produkt ganz geplant in Szene setzen und so für den richtigen Effekt bei der Zielgruppe sorgen.

Zudem ermöglichen Webcasts, Zuschauer:innen interaktiv einzubinden: Das geht zum Beispiel über Abstimmungen oder einen eigenen Bereich für Fragen und Kommentare. Auch über Social Media können die Zielgruppen besser angesprochen werden, wenn ein Produktlaunch über dieses Videoformat stattfindet. Einer der wichtigsten Vorteile ist aber, dass ein aufgezeichneter Produktlaunch nicht nur live verfolgbar ist – die Inhalte können auch on-demand zur Verfügung gestellt werden und erreichen so auch die Personen, die am Tag des Launches nicht teilnehmen konnten.

Produktvideos als Teil der Social Media-Strategie

Wer auf Social Media eine deutlich höhere Engagement Rate für sein Unternehmen möchte, der setzt auf Video. Dies ist zwar schon lange kein Geheimnis mehr, wird aber trotzdem von vielen Unternehmen noch nicht oder nicht im vollen Umfang genutzt. Expert:innen) sehen diesen Trend auch so bald nicht abreißen. Für Unternehmen gilt also weiterhin die unbedingte Empfehlung, Videos in ihre Social-Media-Aktivitäten einzubinden und sich fortlaufend mit den neusten Trends auseinandersetzen. 

Unternehmen sollten aber bedenken: Die optimale Länge und auch die Aufbereitung der Videos variiert von Plattform zu Plattform. Es ist daher ratsam, den Content für jeden Kanal einzeln aufzubereiten. Kurze Teaser eignen sich für Instagram beispielsweise besser als längere Erklärvideos oder Webcasts. Diese finden auf YouTube oder LinkedIn ein breiteres Publikum, das auch gewillt ist, mehr Zeit in ein Video zu investieren. 

Einbindung von Produktvideos in E-Mail-Kampagnen

Auch innerhalb von E-Mail-Kampagnen sind Videos ein noch immer häufig unterschätztes Mittel, um die Öffnungs- und Klickrate deutlich zu verbessern. Allerdings ist bei der Einbindung von Bewegtbild in den Mailverkehr Vorsicht geboten: Nicht alle Mailserver sind darauf ausgelegt, Videos im Posteingang auch direkt abzuspielen. Außerdem benötigen E-Mails mit Videos naturgemäß mehr Speicherplatz und landen deshalb auch gerne im Spamfilter. Abhilfe schaffen animierte Playbuttons, GIFs oder statische Bilder – darüber lässt sich auch die Performance besser tracken.

Übergreifendes Monitoring gibt Auskunft über Erfolg

Für die Mitarbeiter:innen aus dem Marketingteam sind einige Kennzahlen natürlich besonders relevant: Wie viele Menschen haben sich das Video angeschaut? Welche Interessen und welches sozioökonomische Profil haben die Nutzer:innen? Wie viel Prozent der Zuschauer:innen haben das Video tatsächlich bis zum Ende gesehen? An welchen Stellen wurde die Wiedergabe besonders häufig abgebrochen oder angehalten? Wurde das Video geteilt? Diese Fragen werden zwar häufig über die Analytics-Funktion der gängigsten Plattformen automatisch beantwortet.

Allerdings müssen diese Daten dann auch übergreifend gemonitort werden, um sie vergleichbar zu machen, denn nicht immer werden die ausgespuckten Werte gleich gemessen. Hier kann es schnell passieren, dass falsche Daten miteinander verglichen werden und man so zu völlig falschen Performance-Ergebnissen kommt. Unternehmen müssen also aufpassen, nicht die berühmten Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen. Nur mit einem übergreifenden Monitoring kann analysiert werden, welches Video auf welchem Kanal am tatsächlich besten läuft. Mit diesen Ergebnissen können dann auch schnell einzelne Stellschrauben nachgezogen werden.

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Produktvideos, Dr. Ingo Hofacker (movingimage)
Bild: movingimage

Über den Autor: Dr. Ingo Hofacker gehört seit 2020 zum Führungsteam von movingimage. Als CEO verantwortet er neben der Strategie insbesondere die Bereiche Produkt und Technologie, leitet den Finanz-, Rechts- und HR-Bereich und kümmert sich um Investor Relations.  


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