Mit Schnittstellen den Vertrieb über Online-Plattformen ausweiten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Mit Schnittstellen den Vertrieb über Online-Plattformen ausweiten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Für viele B2B-Automotive-Händler ist der Verkauf über Online-Kanäle ein wichtiges Standbein. Hierfür muss das Produktangebot mit allen Artikeln vom Warenwirtschaftssystem an die Verkaufsplattformen übertragen werden. Häufig sind aber die Schnittstellen zwischen den Systemen nicht kompatibel.
Schnittstellen

Quelle: Syda Productions_shutterstock

Das Wachstum des Onlinehandels schreitet kontinuierlich fort. Allein im ersten Halbjahr 2020 lag das Plus in Deutschland wieder bei 9,2 Prozent. Nicht nur Waren des täglichen Bedarfs laufen über den virtuellen Ladentisch, auch der Onlinehandel mit Reifen und Kfz-Ersatzteilen für Fahrzeuge wird immer beliebter. Kein B2B-Händler kann es sich daher noch erlauben, seine Waren nur im stationären Handel und eigenen Onlineshop anzubieten. Vielmehr ist für mehr Umsatz der Verkauf über mindestens zwei bis drei Online-Kanäle nötig. Da häufig jedoch die Schnittstellen zwischen ERP- und E-Commerce-System nicht miteinander kompatibel sind, wird eine leistungsstarke Middleware benötigt, die den Anbietern das Andocken an die Online-Plattformen ermöglicht

Schnittstellen: Anbindung zwischen ERP-System und der Online-Handelsplattform

Wer sich entschlossen hat, seine Artikel zum Beispiel über eine B2B-Plattform zu verkaufen, schreckt allerdings erst einmal vor der technischen Hürde zurück. Es stellen sich zahlreiche Fragen, die die technische Umsetzung betreffen: „Wie funktioniert das Einpflegen der Daten in die Plattform?“, „Wie zuverlässig ist die Verkaufsabwicklung?“, „Werden Zahlungen richtig zugeordnet?“. Insbesondere die Anbindung zwischen dem eigenen ERP-System und der Handelsplattform als Online-Verkaufskanal stellt dabei eine neuralgische Stelle dar. Denn Kompatibilität muss in nicht wenigen Fällen zunächst einmal überhaupt erst geschaffen werden.

Damit der Datenfluss zwischen Anbietern und Interessenten gelingt und sicher sowie vertrauenswürdig abläuft, braucht es E-Commerce-Schnittstellen, die wie eine Datendrehscheibe zwischen dem ERP- oder Warenwirtschaftssystem des Händlers sowie der Verkaufsplattform funktionieren.

ERP-Systeme sind nicht für Onlinehandel ausgelegt

In der Praxis müssen viele Händler feststellen, dass ihre internen Systeme nicht für E-Commerce ausgelegt sind. „Es gibt etwa 400 nennenswerte ERP-Systeme in Deutschland und darüber hinaus noch eine praktisch unüberschaubare Zahl an Eigenentwicklungen. Historisch gesehen sind diese Systeme aber nicht für den E-Commerce ausgelegt und funktionieren nur mit Plug-ins. Oder neuere Systeme sind zwar aus dem E-Commerce entstanden, ihnen fehlen aber für den Automotive-Sektor wichtige Funktionen, wie die Fahrzeugauswahl”, berichtet Wolfgang Vogl, Director Business Development bei der Speed4Trade GmbH beobachtet. Das Unternehmen bietet unter anderen Middleware-Lösungen an, die durch flexible Schnittstellen das Andocken an mehrere Kanäle möglich machen.

Um die E-Commerce-Abläufe im Reifen- und Ersatzteilhandel ins Rollen zu bringen, sind Händler immer stärker auf Partner wie Speed4Trade angewiesen, um Warenwirtschafts-, ERP- oder Verkaufsabwicklungs-Lösungen mit Plattformen wie eBay, Amazon oder Tyre24 kompatibel zu machen. Denn wenden sie sich an den Hersteller ihrer ERP-Software, haben diese meist nicht die freien Kapazitäten, die es braucht, sich um Plugins oder Kompatibilitätslösungen zu kümmern. Zu klein ist hier noch das Volumen, schließlich ist für viele Softwareanbieter E-Commerce noch ein Randkanal. Händler aus dem Automotive-Bereich haben zudem im seltensten Fall eine eigene IT-Abteilung, sodass auch ihnen selbst die Ressourcen fehlen, um Plugins zu entwickeln. Die Lösung, um die etwas behäbigen ERP-Systeme mit der dynamischen Welt des E-Commerce zu verbinden, lautet zwangsläufig: Middleware.

Daten aus dem Warenwirtschaftssystem aufbereiten

Damit der Datenaustausch problemlos funktioniert, ist es besonders beim Verkauf von Reifen und Ersatzteilen wichtig, auch die dazugehörigen Fahrzeugdaten zu übermitteln, damit Käufer Suchergebnisse nach Fahrzeug-Kompatibilität der Reifen und Teile filtern können. Bevor es also überhaupt dazu kommt, dass die Artikel korrekt auf der Verkaufsplattform angezeigt werden können, ist umfangreiche Feinarbeit nötig, die per Schnittstelle übernommen werden muss. „Das Warenwirtschaftssystem liefert Daten wie Fotos und Beschreibungen nicht so, wie sie Onlineplattformen für den automobilen Aftermarket brauchen. Eine passende Middleware hingegen ist in der Lage, mit der Standard Exportfunktion des ERP-Systems zu kommunizieren und die Daten optimal mittels vollautomatischer Massendatenverarbeitung aufzubereiten”, erklärt Vogl.

Middleware-Anbieter beschleunigen als Dolmetscher die Prozesse

Vor allem für Händler, die ihre Produkte über mehrere Online-Kanäle vertreiben, ist die Verwendung von Middlewares essenziell. Der Partner fungiert hier zwischen Anbieter und Interessent letztlich auch als Dolmetscher, der die Prozesse beschleunigt. Zudem entfällt für den Anbieter auch die Wartung seiner E-Commerce-Schnittstellen, da Middlewares diese stets aktuell halten. Für Automotive-Händler entfällt somit die Notwendigkeit, sich zwangsläufig mit der technischen Anbindung oder der Datenübertragung via REST- oder SOAP-Datenprotokoll befassen zu müssen. „Stattdessen genügt es, im Zusammenspiel mit der Middleware das Artikelsortiment mittels Textdatei regelmäßig zu aktualisieren“, sagt Vogl.

E-Commerce-Schnittstellen in Form von Middlewares bieten zudem Vorteile, um weitere Online-Vertriebskanäle zu erschließen. „Mit der Anbindung an Middlewares ist ein initialer Schritt getan, der dann je Onlinekanal nicht nochmal extra wiederholt werden muss“, so Vogl. „Sobald die Middleware am ERP-System des Händlers angeschlossen ist, lassen sich relativ leicht und mit geringem Zeitbedarf weitere Kanäle dem Portfolio hinzufügen.“

Große Auswahl von Schnittstellen der Middleware-Anbieter

Verkauft ein Anbieter seine Reifen und Ersatzteile bereits auf eBay, ist es also nur ein kleiner Schritt, bis er seine Artikel auch auf spezialisierten B2B-Plattformen für den Kfz-Aftermarket wie Tyre24 anbieten kann. Die große Anzahl flexibler Schnittstellen von Middleware-Anbietern ermöglicht dabei eine hohe Kompatibilität von Shop-Systemen und Warenwirtschafts-, ERP- oder Verkaufsabwicklungs-Lösungen. Daten werden optimal aufbereitet, sodass Artikel korrekt angezeigt werden und Zahlungen sowie Versandhinweise auch richtig zugeordnet werden.

Damit Daten im E-Commerce problemlos zwischen Anbietern und Interessenten übermittelt werden, sind leistungsstarke Schnittstellen nötig. Für einen optimalen Datenaustausch empfiehlt es sich, Middlewares zu nutzen, die wie eine Datendrehscheibe zwischen ERP- oder Warenwirtschaftssystem und der Handelsplattform funktionieren. Ihre vollautomatische Massendatenverarbeitung ist gerade für den Reifen- und Ersatzteilmarkt wichtig, damit die mehreren Hunderttausend Artikel der Händler komplett und korrekt auf der Plattform dargestellt werden. So wird ein schneller Zugang zum Onlinehandel durch simples und einfaches Andocken an B2B-Verkaufskanäle möglich. (sg)

Über die Autorin: Claudia Ballhause ist IT-Journalistin und für Wordfinder PR tätig.

Lesen Sie auch: Digitalisierung des Lagers bei stark ansteigenden Online-Bestellungen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Episerver bereitet die Übernahme von Experience-Optimization-Plattform Optimizely vor. Durch den Zusammenschluss der Unternehmen wird Episerver zu einer der modernsten und leistungsstärksten Digital-Experience-Plattformen am Markt.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fashion commerce

Wann jetzt handeln gefragt ist

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.