Mobile Commerce: 3 Tipps für Online-Händler, das Potenzial richtig auszuschöpfen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Schnell, leicht und immer zur Hand: Das Einkaufsverhalten der Verbraucher verändert sich durch Mobile Commerce. Bis 2021 werden voraussichtlich 74 Prozent aller E-Commerce-Transaktionen über Mobiltelefone abgewickelt. Online-Händler sollten daher verstärkt die Benutzerfreundlichkeit ihrer Apps verbessern.
Mobile CommerceQuelle: Maxx-Studio - Shutterstock

Mit der Umsetzung von Mobile Commerce müssen sich Online-Händler mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie interagieren Konsumenten mit Shopping-Apps. Und wie können Marketingspezialisten diese Erkenntnisse nutzen, um ihre Wachstumsstrategie darauf aufzubauen? Basierend auf über sieben Milliarden Installationen und 120 Milliarden Sitzungen bietet der „Global App Trends Report“ von Adjust Einsichten in aktuelle Trends, Herausforderungen und Chancen im mobilen Bereich und wirft auch einen Blick auf die Welt der Shopping-Apps. Fabian Schaeffer von Adjust gibt wichtige Tipps, wie Online-Händler die zunehmende Komplexität im E-Commerce beherrschen können.

Mobile Commerce: Hyperrelevante Ads steigern App-Installationen

Für die meisten Branchen ist der organische Traffic wichtigste Quelle für die Installation ihrer Apps. Ganz anders sieht es bei Shopping-Apps aus. Der Report von Adjust zeigte, dass Shopping-Apps im Jahr 2018 die beste Performance im Bereich Paid Ads aufwiesen: Rund 65 Prozent der Installationen stammen aus einer bezahlten Quelle. Das ist ein deutlicher Unterschied zu den Ergebnissen in anderen Branchen, wie Casual Gaming (38 Prozent über Paid Ads) oder Gesundheits-Apps (13 Prozent).

Mobile CommerceQuelle: Adjust
Das Verhältnis von installierten Paid-Apps und organischen Apps in wichtigen Online-Märkten.

Das starke Wachstum im E-Commerce zeigt, dass die Händler von einer präzisen Zielgruppenansprache und Retargeting sowie effektiver Ad-Gestaltung (Creative) profitiert haben. Für Marken, die weiterhin auf bezahlte Installationen setzen wollen, ist es daher entscheidend, die dynamischen Produktanzeigen zu perfektionieren. Hyperrelevante Anzeigen, die in jeder Phase des Funnels ausgespielt und auf diese zugeschnitten werden, vereinfachen den Weg zur erfolgreichen Transaktion enorm.

Die vier zentralen Bausteine, die Marketer tracken sollten, sind wichtige Events (was wird getrackt), Zielgruppen (wer soll angesprochen werden), Produktsortiment (was soll beworben) und Deep Links (wie die Kunden die beworbenen Produkte finden).

Mobile Commerce: Nachhaltige Kundenbindung bei Shopping-Apps

Ein Blick auf die Kundenbindung zeigt, dass 25 Prozent der Käufer am Tag nach der Installation die App erneut öffnen. Am siebten Tag sank dieser Wert auf nur noch 14 Prozent. Das ist nicht weiter überraschend. Im Gegensatz zu App-Kategorien mit hoher Kundenbindung, die darauf basieren, dass Nutzer immer neue Inhalte konsumieren, werden Shopping-Apps in der Regel nur für die jeweilige Transaktion genutzt. Nutzer installieren, kaufen und springen noch am selben Tag wieder ab oder kehren einige Wochen nach dem ersten Kauf zurück.

Ein Fokus auf die Kundenbindung kann sich auszahlen – und dafür müssen die Händler die Interaktion ihrer Kunden mit der App ausbauen. Nike hat mit seiner SNKRS-App den Fokus auf Content gelegt und damit enormen Erfolg gehabt. Der Erfolg basiert auf drei Säulen:

  • Content: Zum Beispiel durch exklusiven Content mehr über die Inspiration und die Geschichte der präsentierten Sneaker erfahren
  • Komfort: Die Sneaker in Sekundenschnelle direkt in der App kaufen
  • Exklusivität: Sich für ein Losverfahren registrieren, um begehrte Sneaker-Modelle zu bekommen.

Mark Parker, CEO von Nike, hat den Wert der App kürzlich in einem Interview betont: „Die SNKRS-App ist zu einem unglaublichen Gewinn für unsere Marke geworden, da die Nutzer täglich einchecken. So haben wir mit der App mehr neue Mitglieder gewonnen als über jeden anderen digitalen Kanal bei Nike. Die App hat ihre monatlich aktiven Nutzer verdoppelt und macht nun etwa 20 Prozent unseres gesamten digitalen Geschäfts aus.“

Mobile Commerce: Saisonales Einkaufen an der Spitze

Die Preise für App-Installationen schwankten das ganze Jahr über auf und ab. Erwartungsgemäß verzeichnete der November 2018, mit der „heiligen Shopping-Dreifaltigkeit“ Black Friday, Singles‘ Day von Alibaba und Feiertags-Einkäufen, 33 Prozent mehr Downloads als im Jahresdurchschnitt. Im Vergleich dazu gab es im Dezember 3,3 Prozent weniger Installationen als im Durchschnitt.

Auch wenn sich die Branche zunehmend auf den durchgehend einkaufsfreudigen Kunden verlässt, ist die Bedeutung von großen Verkaufsveranstaltungen zur massiven Umsatzsteigerung nicht von der Hand zu weisen. Dies gilt insbesondere für die erst kürzlich eingeführten Einkaufstage wie den Amazon Prime Day, die sogar einen positiven Einfluss auf die Umsätze anderer Händler haben.

Der Erfolg des diesjährigen Amazon Prime Day hat gezeigt, dass neue Einkaufstage immer noch eine große Anzahl von Kunden anziehen können. Und da sich die Einkaufstage inzwischen global von China bis in die USA ausbreiten, bieten sie Händlern umso mehr die Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und ihnen das perfekte Nutzererlebnis zu bieten. (sg)

Lesen Sie auch: Rabattcoupons: warum sie bei deutschen Konsumenten weniger beliebt sind

Über den Autor: Fabian Schaeffer verantwortet als Regional Vice President Sales EMEA bei Adjust die Leitung des Sales Teams in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Als Experte im Bereich Mobile Advertising und Analytics vermittelt er sein Wissen, um das App-Marketing einfacher, besser und sicherer zu gestalten. Adjust ist spezialisiert auf Lösungen für Mobile Measurement und Fraud Prevention.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.