Mobile Information vor dem Kauf liegt im Trend

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Fast Dreiviertel aller Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs (74,1 Prozent) haben sich schon einmal mobil über einen Kaufgegenstand informiert. Bevorzugt werden Informationen über Computer, Unterhaltungselektronik und elektronische Medien wie CDs oder DVDs abgerufen, aber auch Informationen über Bücher, Kleidung & Accessoires sowie Reisen sind gefragt. Wer sich mobil informiert, kauft nicht unbedingt auch stets mobil – umgekehrt basiert nicht jeder mobile Kauf auch auf einer mobilen Recherche. Moderne Verbraucher informieren sich und kaufen über alle Kanäle: online, offline und mobil. Dies ergibt die gemeinsame repräsentative Studie mit dem Titel „Smart Shopping“ der  Verbraucherinitiative. und des weltweiten Online-Marktplatzes eBay.


Noch ist die Recherche per PC im Internet der beliebteste Weg, sich vor einem geplanten Kauf zu informieren. 87,4 Prozent der befragten Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs geben an, dass sie sich „sehr oft“ auf diesem Wege Informationen einholen. Gleich an zweiter Stelle folgt aber schon die mobile Informationsbeschaffung per Smartphone oder Tablet-PC – 46,2 Prozent der Befragten informieren sich „sehr oft“ mobil. Damit steht die mobile Recherche sogar noch besser da als die Vorabinformation im Ladengeschäft, von der nur 36 Prozent der Mobilgerätebesitzer angeben, dass sie sich „sehr oft“ so informieren.


Vor allem jüngere Verbraucher informieren sich mobil: 81,7 Prozent der 14- bis 29-jährigen Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer haben schon einmal mobil nach Produktinformationen gesucht. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind dies 75,6 Prozent und bei Verbrauchern im Alter ab 50 Jahren immer noch 62,8 Prozent – vorausgesetzt sie besitzen ein mobiles Endgerät.


Vor dem Kauf von Unterhaltungselektronik gehen 68,3 Prozent der Besitzer von Smartphones und Tablet-PCs mobil ins Netz – sie sagen, dass sie sich darüber „sehr oft“ oder wenigstens „manchmal“ mobil informieren. Ähnlich häufig informieren sie sich über Computer (67,1 Prozent), elektronische Medien wie CDs oder DVDs (65,9 Prozent) und Programme sowie Applikationen (63,8 Prozent), dicht gefolgt von der Information über Bücher (63,7 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte der Mobilgerätebesitzer (54,4 Prozent) nutzen das Gerät auch vor dem Fahrzeugkauf oder vor dem Kauf von Fahrzeugzubehör. Potenzial hat die mobile Vorabinformation noch im Bereich Lebensmittel (51,6 Prozent), Werkzeuge (45,4 Prozent) und Spielzeug (44 Prozent).


Durchschnittlich betrug der Gesamtwert der Waren, welche die Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs in den vergangenen vier Wochen mobil recherchiert haben, 670 Euro. Informationen zum Preis wurden als Vorabinformation von 82,2 Prozent der Befragten, die das Mobilgerät zur Recherche nutzen, „sehr oft“ abgefragt. 69,4 Prozent der Informationssuchenden gaben an, „sehr oft“ funktionelle Produkteigenschaften mobil recherchiert zu haben. 62 Prozent der Befragten haben sich mobil „sehr oft“ über die Bewertung des Produktes oder der Dienstleistung durch andere Verbraucher informiert, was zeigt, wie sehr die Meinung anderer Verbraucher bei einer Kaufentscheidung interessiert. 53 Prozent der Personen waren an der Verfügbarkeit des Produktes interessiert und 57,3 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich „manchmal“ auch über die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeitseigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung erkundigen.


Verbraucher, die sich mobil informieren, kaufen nicht gezwungenermaßen auch mobil. 65,1 Prozent der Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs geben an, dass sie sich mobil informieren und anschießend online kaufen. 59,9 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich mobil informieren und anschließend im Ladengeschäft kaufen. Erst an dritter Stelle (51,1 Prozent) geben die Befragten an, dass sie sich mobil informieren und anschließend auch mobil kaufen. Diesen Effekt gibt es allerdings auch umgekehrt: 45,2 Prozent der Mobilgerätebesitzer informieren sich offline und kaufen anschließend mobil ein, während 51,3 Prozent der Befragten online recherchieren, bevor sie per Smartphone oder Tablet-PC einen Einkauf tätigen. 


Nikolaus Lindner, Leiter Government Relations und Experte für Verbraucherthemen bei eBay: „Die Zahlen der Studie belegen eindrucksvoll, dass online, offline und mobil nicht in Konkurrenz stehen, sondern einander ergänzen und stützen. Gerade die Recherche von Produktinformationen per Smartphone oder Tablet-PC vor einer Kaufentscheidung stellt eine wertvolle Ergänzung dar, da jederzeit und überall Zusatzinformationen etwa auch durch Bewertungen und Empfehlungen anderer Verbraucher zur Verfügung stehen.“


Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der  Verbraucherinitiative, ergänzt: „Wer eine mündige Kaufentscheidung treffen will, sollte sich zunächst ausführlich über die Produkte informieren. Verbraucher nutzen dazu immer mehr  die neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Wer im Geschäft oder im Internet die nötigen Informationen nicht findet, greift zunehmend zum Smartphone und kann so auch unterwegs recherchieren.“


Der durchschnittliche Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs informiert sich, wenn er einen Kaufgegenstand recherchiert, zu Hause im Wohnzimmer auf dem Sofa (67,3 Prozent) oder auch im Arbeitszimmer am Schreibtisch (56,1 Prozent). Eher selten, aber immerhin noch zu 10,2 Prozent, recherchiert er zu Hause sogar im Bad mobil. Außer Haus recherchiert er oft dort, wo das Produkt oder die Dienstleistung auch zu kaufen ist (47,1 Prozent) sowie im Café (39,4 Prozent) und auch im Büro (36,9 Prozent).


Frauen sind mehr als Männer an Kleidung, Schuhen und Schmuck interessiert – jede zweite Frau (52,1 Prozent), die sich mobil informiert, holt “sehr oft” Informationen darüber vor einem Kauf ein – bei Männern tut das nur jeder Vierte (27,9 Prozent). Darüber hinaus interessieren sich Frauen überdurchschnittlich viel für Bücher (51,1 Prozent) sowie Kosmetik und Arzneimittel (43,1 Prozent). Über Computer recherchieren hingegen überwiegend Männer – 55,1 Prozent der sich informierenden männlichen Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs holen Informationen darüber ein, während das Interesse der Frauen hierfür geringer ist (42,9 Prozent). Ausgewogen ist das Verhältnis bei Downloads wie eBooks, Musik, Filmen und Spielen, bei elektronischen Medien wie CDs und DVDs und auch bei Sportartikeln.


Mehr Smartphone-Besitzer als Tablet-PC-Besitzer nutzen für das Recherchieren von Kaufinformationen ihr Mobilgerät – 68,8 Prozent der Smartphone-Besitzer haben schon einmal mobil recherchiert, während nur 58,6 Prozent derjenigen, die einen Tablet-PC besitzen, schon einmal mobil nach Informationen gesucht haben. Darüber hinaus haben 92 Prozent der Befragten, die sowohl Smartphone als auch Tablet-PC ihr Eigen nennen, schon einmal vor einem Kauf mobil Informationen eingeholt.


Im Großen und Ganzen sind die Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer mit den Ergebnissen ihrer mobilen Recherche zufrieden. Sie geben den Ergebnissen ihrer Produkt- und Informationssuchen durchschnittlich die Note „gut“.


 

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