Mobile-TV: Halbe Milliarde Nutzer bis 2013

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Mobile-TV: Halbe Milliarde Nutzer bis 2013

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Bis zum Jahr 2013 wird es weltweit über 500 Millionen Nutzer geben, die Fernsehinhalte unterwegs auf einem mobilen Endgerät konsumieren.Zu diesem Ergebnis kommt der aktuell vorgelegte Bericht “The Mobile TV Market” des Marktforschungsinstituts ABI Research. Von dem starken User-Zuwachs würden in den kommenden Jahren sowohl die Content-Anbieter als auch die Gerätehersteller und Betreiber der hierfür notwendigen Netzwerkinfrastruktur profitieren. “Mobile-TV wird sich bald in einer wesentlich angemesseneren Rolle als Erweiterung der traditionellen Fernsehangebote am Medienmarkt positionieren”, ist Jeff Orr, Senior Analyst bei ABI Research, überzeugt. Zunächst gehe es aber noch darum, den Wert des neuen Services für die Nutzer klarer herauszustellen.

“Der Mobile-TV-Markt kämpft in Deutschland derzeit noch mit einigen groß;en Problemen. Diese betreffen sowohl den administrativen als auch den vertriebstechnischen Bereich”, stellt Klaus Böhm, Director beim Unternehmensberater Deloitte fest. Seit dem Ende des Mobile-3.0-Konsortiums und der Rückgabe der entsprechenden Sendelizenz für den Übertragungsstandard DVB-H an die zuständigen Landesmedienanstalten sei der mobile TV-Markt ein “tiefes Tal der Tränen”. “Für die weitere Entwicklung von Mobile-TV in Deutschland ist dies ein herber Rückschlag. Ein potenzieller Nachfolger, der als Treiber im Markt fungieren könnte, ist bislang noch nicht in Sicht”, erklärt Böhm.

Dass der Markt für Mobile-TV bis 2013 weltweit bereits über eine halbe Milliarde Nutzer vorweisen kann, hält der Deloitte-Experte für eher unwahrscheinlich. “Gegenwärtig gibt es keine aussagekräftigen Zahlen, die einen derartig starken Zuwachs rechtfertigen würden”, betont Böhm. Die Situation in diesem Bereich weise zudem groß;e länderspezifische Unterschiede auf. “In Deutschland gibt es derzeit keinen expliziten Handy-TV-Anbieter und die zur Übertragung des DVB-H-Standards notwendigen Netzwerkkapazitäten sind nur rudimentär vorhanden”, fasst Böhm die aktuelle Lage zusammen. Auch in puncto Vertriebspartner würden die unverzichtbaren Vermarktungsvereinbarungen mit den Mobilfunkanbietern noch ausstehen. “Insgesamt muss man feststellen, dass sich das Geschäftsmodell Mobile-TV noch nicht am Markt bewährt hat. Das zeigt auch der internationale Vergleich ganz deutlich”, meint Böhm.

Was den mobilen TV-Bereich betrifft, sind zwei grundlegende Bereiche zu unterscheiden: Das Streamen von Inhalten auf Handys über ein Mobilfunknetz und die freie Nutzung von regulären TV-Inhalten, die nur mit solchen Mobiltelefonen möglich ist, die mit einem integrierten mobilen TV-Tuner ausgestattet sind. “Die DVB-T-Variante wird zwar mittlerweile von allen vier groß;en Mobilfunkprovidern in Deutschland angeboten, ihre Verfügbarkeit beschränkt sich aber noch vorwiegend auf städtische Ballungszentren”, schildert Böhm. Zwischen 14 und 16 TV-Sender könnten auf diese Weise bereits empfangen werden. “DVB-T ist aber eine Einbahnstraß;e, da das Sendernetz hier nicht für eine mobile Nutzung ausgelegt ist. Berichte über negative User-Erfahrungen wie Empfangsschwierigkeiten und unzureichende Akku-Laufzeiten bestätigen diese Einschätzung”, so Böhm abschließ;end.

Info: http://www.abiresearch.com/

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Nicht erst seit der Corona-Pandemie spricht man vom Boom des Onlinehandels. Aber mit der Krise ist es ein regelrechter Siegeszug geworden – ein, wie es häufig heißt, alternativloser. Mit rund 88 Milliarden Euro Umsatz erreichte der E-Commerce hierzulande 2020 einen neuen Rekordwert. Ein Kommentar von Andreas Reuter, CEO von SSI Schäfer Shop.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Hacked

Security

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

Form is deprecated, please cotact the webmaster to upgrade this form.

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.