MobileTech Conference 2011: Positives Resümee

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Um 18:15 Uhr endete der letzte Vortrag und wenig später beendete der Veranstalter Software & Support Media offiziell die 3. Mobile Tech Conference, die vom 12. bis 14. September in Mainz stattfand. Vorausgegangen waren drei Tage, prall gefüllt mit Keynotes, Sessions, Diskussions-runden und vielen Einzelgesprächen rund um Mobile Development, Mobile Business und Marketing. An den drei Tagen nahmen über 400 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet teil.


Die Mobile Tech Conference findet zwei Mal jährlich statt und wendet sich an alle, die sich beruflich mit dem Thema Mobile Apps und Mobile Web beschäftigen. Das sind traditionell mehrheitlich Entwickler und Projektleiter, aber auch vermehrt Marketingverantwortliche und Entscheider aus Unternehmen. Um diesem Trend gerecht zu werden, hatte der Veranstalter den Bereich der Businessthemen dieses Mal deutlich ausgebaut. Location Based Services standen im Mittelpunkt der einführenden Keynote von Qype, aber auch mehrerer weiterer Vorträge und der Mobile Night.


Für Mobile-Interessierte und alle, die sich über das Thema einen Überblick verschaffen wollten, öffnete die MobileTech Conference 2011 auch diesmal wieder an einem Tag kostenlos ihre Pforten. Im Rahmen der MTC Open am 13. September konnten Besucher die Keynote des Eröffnungstages sowie drei unterhaltsame und spannende Sessions aus dem Hauptprogramm erleben. Dieses Angebot fand reges Interesse, sowohl während der MTC Open als auch ganz besonders am Abend. Im bis zum Ende hin gut gefüllten Keynote-Saal lauschten die Besucher den Vorträgen von Achim Himmelreich, Mücke, Sturm und Partner sowie Stephanie Renda, match2blue. Beide sind Leiter bzw. stellvertretende Leiter des Arbeitskreises e-commerce bzw. mobile Internet des bvdw. Die abschließende vom Internetexperten Ossi Urchs geleitete Diskussionsrunde zu Mobile Web 2.0 beschäftigte sich intensive mit Chancen und Grenzen der aktuellen Entwicklung.


Zwei Firmen präsentierten Weltpremieren auf der MobileTechCon: Ein Framework, mit dem sich ein auf HTML5 und CSS3 basierendes Magazin für das iPad erstellen lässt und eine App, die die Welt von Bayern-König Ludwig II. dank Augmented Reality (AR) und Location Based Services wieder zum Leben erweckt.  


Die Kommunikationsdesigner Johannes Ippen und Nico Engelhardt haben bereits im Frühjahr ihr aside Magazin vorgestellt, das interaktive Elemente wie Videos, Audio-Clips und Infografiken verwendet, die es wie ein Hochglanz-Printmagazin erscheinen lassen. Das speziell für das iPad entwickelte Magazin basiert technologisch auf einem CSS-Framework, der jetzt frei verfügbar ist. Damit wollen Ippen und Engelhardt Webentwicklern eine innovative Möglichkeit zum kreativen Zusammenbau eines digitalen Magazins für Apples Tablet eröffnet. 


Die zweite Weltneuheit ist eine iPhone-App rund um das Leben und Wirken Ludwigs II von Bayern. Anlässlich des 125. Todestags des „Märchenkönigs“ hat die Bayerische Staatsbibliothek unter Leitung von Dr. Klaus Ceynowa in Zusammenarbeit mit der Bokowsky & Laymann GmbH diese App entwickelt. Sie bietet neben klassischen positionsbezogenen AR-Elementen auch erstmals 3D-Mustererkennung zur Visualisierung historischer nicht mehr existierender Gebäude.


Im Mittelpunkt intensiver Diskussionen standen Trendthemen wie Near Field Communication und Location Based Services, die durch neue Ansätze wie Gamification ein ebenso unbekanntes und wie großes Wertschöpfungspotenzial erschließen. Durch die Kombination von permanentem Internetzugang und der Positionsbestimmung des Smartphones über GPS spielt die örtliche Lage des Nutzers eine zunehmend wichtige Rolle. Jederzeit online zu sein, verändert auch das Verhalten der Nutzer, wie Dietmar Klotz von Qype in seiner Keynote erläuterte. Statt längerer Bewertungen, beispielsweise von Restaurants, tendieren die Nutzer zu kurzen, knappen Aussagen, die sie aber sofort und je nach Situation sehr direkt treffen können.


Ebenfalls stark diskutiert auf der MobileTechCon war das Thema Usability. Die Optimierungspotentiale der oftmals zu kleinen Displays der mobilen Begleiter untersuchte Jan Mühlig von der relevantive AG in seiner Keynote zu Mobile Usability. So würden 30 bis 60 Prozent aller Funktionen in mobilen Applikationen von den Anwendern nicht richtig erkannt. Designer sollten daher ihre Konzepte clever planen und schon früh auch in Papierform mit Nutzern testen. Das frühzeitige Verständnis dessen, was der Anwender wirklich machen muss, sei die Grundlage guter Usability.


Wie schon bei den Vorgängerkonferenzen konnten Entwickler neben den drei technischen Tracks zu iOS, Android und Mobile Web im Hauptprogramm, am Montag vertiefende Workshops zu diesen Themen besuchen. Erstmals ergänzte ein Tagesworkshop für Blackberry  dieses Angebot.


Die nächste Mobile Tech Conference findet vom 26. bis 28. März 2012 in München statt.


 

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