Moderne Kassensysteme: Multichannel wird Pflicht

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Wichtigste Herausforderung für die kommenden Jahre ist die zunehmende Multifunktionalität, die von modernen Kassensystemen erwartet wird. Multichannel- Handel, die effiziente Abwicklung unbarer Bezahlverfahren und der Wunsch nach mobilen Kassen lassen die Händler investieren. So einige der Ergebnisse der aktuellen EHI-Befragung „Kassensysteme 2014“.

Kassenhard- und -software

Insgesamt sind im Einzelhandel rund eine Million Kassensysteme im Einsatz. Das durchschnittliche Alter der Kassenhardware blieb bei den aktuell befragten Händler im Vergleich zu 2012 unverändert bei 5,4 Jahren. Die durchschnittliche Laufzeit einer Kassensoftware beträgt etwa 7 Jahre. 37 Prozent der befragten Unternehmen werden in den kommenden 2 Jahren ihre Kassensoftware erneuern.

Multifunktionalität und Multichannel

Der Leistungsumfang, der an den Kassen des Einzelhandels abgebildet werden muss, hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und damit auch die Anzahl der Funktionalitäten, die gefordert werden. Bislang waren es überwiegend Coupons (ob auf Papier oder auf dem Smartphone), das Aufladen von Telefonkarten (E-Loading) oder Contactless-Payment-Treiber, die das POS-System in der Filiale zum multifunktionalen Alleskönner gemacht haben. Aktuell sind es 61 Prozent der befragten Händler, die Couponing auf ihren Kassen abwickeln können; zukünftig wollen dies sogar 81 Prozent der Panel-Teilnehmer anbieten.

Vor allem das Thema Multichannel stellt zusätzliche Anforderungen an die Kasse. Sei es die Abfrage nach verfügbaren Produkten online, der Umtausch bzw. die Retoure von online gekauften Artikeln oder aber die Identifizierung des Kunden, der frei zwischen den verschiedenen Kanälen des Händlers wechselt – auf die Kasse kommt eine Vielzahl an neuen Aufgaben zu. QR-Codes werden nach heutigem Planungsstand im Handel zukünftig weit verbreitet sein und für unterschiedliche Funktionen genutzt werden. 40 Prozent der Teilnehmer planen, QR-Codes in der Filiale mit dem eigenen Onlineshop zu verknüpfen.

Neue Bezahlverfahren und mobile Kassen

28 Prozent der Retailer geben an, bereits heute kontaktloses Bezahlen zu ermöglichen – in der Regel kartenbasiert und oftmals noch in ausgewählten Filialen. Der Prozentsatz der geplanten Installationen liegt bei 78 Prozent. Mobile Payment – das Bezahlen mit dem Smartphone – bieten bereits 24 Prozent der befragten Handelsunternehmen an. Künftig soll diese Zahlmöglichkeit sogar bei 81 Prozent der befragten Retailer möglich sein. 52 Prozent der Teilnehmer planen, den Kassiervorgang künftig auch auf mobilen Kassen abzuwickeln, bereits heute kassieren 9 Prozent der Unternehmen auch mit mobilen Kassen.

Die Breitbandanbindung der Filialen an die Zentrale ist inzwischen weitgehend zum Standard geworden. Dies bedeutet eine zunehmende Abkehr von der traditionellen, auf Kasse und Backoffice-Server basierender Filial-Infrastruktur. 87 Prozent der befragten Unternehmen streben zukünftig eine Realtime- bzw. Neartime-Kommunikation zwischen Zentrale und Filiale an.

An der Untersuchung haben 55 Handelsunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum teilgenommen, die in Deutschland 58.300 Filialen betreiben und einen Umsatz von 151 Mrd. Euro erwirtschaften. Die Studie kann bestellt werden beim EHI.

 

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