Nachhaltigkeit im E-Commerce: Was können Onlinehändler tun?

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Mit dem Ziel von Deutschland, bis 2050 weitgehend CO2-neutral zu werden, steht auch die E-Commerce-Branche in der Verantwortung, mehr Wert auf Nachhaltigkeit zu legen. Was möglich ist, wenn sich die Branche bemüht.
Nachhaltigkeit im E-Commerce: Was können Onlinehändler tun?

Quelle: Asendia

„Bequeme Sicherheit“ stand während der Pandemie ganz oben auf der Wunschliste der deutschen Käufer. Jetzt machen Händler dafür Überstunden, um ihre E-Commerce-Services zu skalieren und der gestie­genen Nachfrage gerecht zu werden.

Dabei ist die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltigen Lösungen und Produkten von Marken sowie deren Lieferketten nicht zu ignorieren. Eine weltweite Umfrage von Accenture hat ergeben, dass sich die Ansprüche der Verbraucher bezüglich Nachhaltigkeit deutlich weiterentwickelt haben. 60 Prozent gaben an, dass sie seit Beginn der Pan­demie mehr Wert auf Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und/oder Ethik legen. Neun von zehn der Befragten erklärten, dass sie dies wahrscheinlich auch weiterhin tun werden.

Verändertes Einkaufsverhalten der Deutschen

Der E-Commerce-Bruttoumsatz in Deutschland ist laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) im Jahr 2020 zum Vorjahr um 14,6 Prozent gestiegen. Der Wert der E-Commerce-Umsätze stieg von 72,6 Milliarden Euro auf 83,3 Milliarden Euro. Die Kategorien Lebensmittel, Bekleidung und Drogerie waren dabei besonders stark vertreten.

Diese beispiellose Wachstumsphase zwingt die Einzelhändler, sich schnell anzupassen und gleichzeitig die Betriebskosten im Blick zu haben, um ein profitables Wachstum zu gewährleisten. Die Gefahr ist, dass diese kommerziell lohnenden Investitionen zu einer ge­wissen Vernachlässigung des Themas Nachhaltigkeit führen könnten, insbesondere in Bezug auf die Lieferketten im E-Commerce.

Tatsächlich haben viele Unternehmen bereits wesentliche Nachhaltigkeitsziele in ihren Lieferketten erreicht. Zum Beispiel indem sie alternative Energiequellen nutzen, Lieferanten und Mitarbeiter fair behandeln sowie automatisierte Arbeits­abläufe integrieren.

Mehr Nachhaltigkeit im E-Commerce – KI für Prognosen und Routenplanung

Neue Technologien helfen Händlern zunehmend dabei, ihre Lieferketten nachhaltig zu optimieren, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. KI und Deep Learning-Technologien für Datenanalysen werden von Händlern und ihren Versand- und Postdienstleistern immer häufiger eingesetzt, um Luft-, Bahn-, Straßen- und Seerouten zu optimieren und unnötige Transportkilometer zu vermeiden. In der Zwischenzeit zeichnen Analyse-Tools und IoT-Anwendungen den Energieverbrauch auf und legen das Optimierungspotential in den Fulfillment-Zentren offen. Auf diese Weise können Einzelhändler handeln, bevor es zu kostspie­ligen, energetisch ineffi­zienten ­Abläufen kommt. Smarte Technologien, gute Inhalte und Produktrezensionen tragen ebenfalls dazu bei, den massiven CO2-Fußabdruck zu reduzieren, der durch Fehlkäufe und Retouren im E-Commerce entsteht.

Elektromobilität

Eine weitere Möglichkeit für Onlinehändler ist die Zusammenarbeit mit Spediteuren, um CO2-Emissionen durch Nutzung von Elektrofahrzeugen zu minimieren.

Konsolidierte Volumen und flexible Lieferoptionen

Künftige Chancen ergeben sich auch aus der Option, Versandvolumen Händler- und Lieferdienst übergreifend zu konso­lidieren. Es gilt, Lieferungen an die Empfänger über Plattformen so zu koordi­nieren, dass die Produkte in größeren Mengen bei gleichzeitig geringerer Umweltbelastung an die Kunden geliefert werden können.

Lokale Fulfillment-Hubs

E-Commerce-Fulfillment-Hubs gibt es bereits auf der ganzen Welt, und es ­werden weitere entstehen, da Einzelhändler versuchen, näher an ihre Kunden in Übersee heranzukommen. So investieren etwa Alibaba und Adidas in lokale Forward Fulfillment Hubs, um ihren weltweiten Kundenstamm auf eine CO2-neutralere Weise zu erreichen. Strategisch gut po­sitionierte Ful­fillment-Zentren, gegebenenfalls in Partnerschaft mit Drittanbietern, um deren weit verstreute Fulfillment-Kapazitäten zu nutzen, können Marken einen nennenswerten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Bestellungen lassen sich schneller transportieren und effizienter routen, was sowohl die Kosten als auch den CO2-Fußabdruck verringern.

CO2-Ausgleich für Sendungen

Es gibt derzeit keine Möglichkeit, die CO2 Emissionen des globalen E-Commerce-Versands vollständig zu eliminieren, da der Großteil der Transportindus­trie immer noch auf fossile Brennstoffe angewiesen ist. Die Kompensation stellt jedoch eine erste ethische Art des Handelns dar. Bei Asendia zum Beispiel werden alle CO2-Emissionen für Transportdienstleistungen innerhalb Europas kompensiert.

Nachhaltigkeit im E-Commerce: Fazit

Nachhaltigkeit im E-Commerce ist nicht nur ethisch betrachtet sinnvoll, es gibt auch überzeugende kommerzielle Argumente. Wir sind davon überzeugt, dass der Bau ressourceneffizienter Anlagen und die Op­timierung unserer Versandrouten und -dienstleistungen heute bedeutet, dass wir langfristig erfolgreich sein werden –unter Einhaltung der Klimavorschriften und zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse bis weit in die Zukunft hinein.

Lesen Sie auch: Ökologische Verpackungen dank Bio-Luftpolsterfolien.

Nachhaltigkeit E-Commerce

Thomas Berger, Head of E-Commerce bei Asendia, ist seit fast 20 Jahren im Digital Business und E-Commerce tätig. Bild: Asendia

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