NEG-Studie zu E-Invoicing

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Immer mehr Unternehmen setzen auf elektronische Rechnungen, um Kosten zu sparen und die Bearbeitung schneller abwickeln zu können. Jedoch befürchten viele Unternehmen Herausforderungen bei der Einführung. Insbesondere der Mittelstand hat einen hohen Informationsbedarf. Dies sind Ergebnisse einer Umfrage des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG). 


Elektronische Rechnungen werden für Unternehmen aller Größen ein immer relevanteres Thema: Über 80 Prozent der Unternehmen haben bereits Rechnungen in elektronischer Form erhalten, wenn auch in sehr unterschiedlichem Umfang. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr.


 


Nach den wichtigsten Gründen für die Nutzung gefragt, zeigt sich, dass die Initiative zum Empfang von elektronischen Rechnungen mit 78 Prozent von Lieferanten oder Geschäftspartnern ausgeht. Aber auch Gebühren für papierhafte Rechnungen haben über ein Drittel der Befragten zu einer Akzeptanz von elektronischen Rechnungen bewegt. Für 39 Prozent der Unternehmen war eine schnellere Bearbeitung ein wichtiger Grund, Rechnungen elektronisch zu empfangen.


Staatssekretär Stefan Kapferer beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie: „Der Mittelstand hat den größten Anteil am gesamten Rechnungsaufkommen. Wenn kleine und mittlere Unternehmen (KMU) elektronische Rechnungen nutzen, bewirkt das auch erhebliche Einsparungen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene. Mit passenden Informationsmaterialien wollen wir deshalb den Mittelstand unterstützen, um so einen weiteren Beitrag für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit leisten zu können. Auch im Hinblick auf die Entwicklungen zur Modernisierung und Weiterentwicklung des europäischen Zahlungsverkehrs im Rahmen von e-SEPA, werden sich Unternehmen zukünftig mit dieser Thematik vermehrt beschäftigen.“


 


 


Durch einen Versand von elektronischen Rechnungen erwarten laut Umfrage 80 Prozent der Unternehmen Porto- und Materialeinsparungen und fast 68 Prozent eine schnellere Bearbeitung. Insbesondere kleine Unternehmen erhoffen sich eine schnellere Bezahlung durch den Versand in elektronischer Form. 


Ein Großteil der Unternehmen, die einen Versand von elektronischen Rechnungen eingeführt haben, konnte, so die Ergebnisse der Umfrage, damit Einsparungen realisieren. Silke Weisheit, NEG-Projektleiterin: „Die Einsparungen sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die Höhe hängt dabei von der Umsetzungsart und vom Rechnungsvolumen ab.“


 


Trotz möglicher Vorteile durch die Einführung von elektronischen Rechnungen, befürchten Unternehmen Schwierigkeiten bei der Einführung. Dabei spielen rechtliche Unsicherheiten beim Versand von elektronischen Rechnungen (66 Prozent) sowie bei deren Erhalt (45 Prozent) eine sehr große Rolle. Auch die Suche einer geeigneten Lösung zur Umsetzung stellt für die befragten Unternehmen eine große Herausforderung dar. Insbesondere kleine Unternehmen gaben an, fehlendes Fachwissen zu elektronischen Rechnungen haben.


 


 


 


Die Gestaltung einer effizienten Rechnungsbearbeitung stellt gerade für kleine und mittlere Unternehmen keine leichte Aufgabe dar. Hier setzt das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Förderinitiative Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) an. Damit auch der Mittelstand die Chancen von elektronischen Rechnungen effektiv nutzen kann, werden praxisnahe Informationsmaterialien erstellt. Unter www.elektronische-rechnungsabwicklung.de finden interessierte Unternehmen weitere Informationsmaterialien, wie z. B. einen Marktüberblick, Fallbeispiele erfahrener Unternehmen, einen Wegweiser zum Umgang mit elektronischen Rechnungen sowie aktuelle Veranstaltungshinweise.


 


 


Den Umgang mit elektronischen Rechnungen hat das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Rahmen des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) in  einer aktuellen Online-Umfrage ermittelt. Die Befragung zur Ermittlung der Ergebnisse wurde von Februar bis Mai 2011 online-gestützt durchgeführt. Zielgruppe der Umfrage waren Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Die Gewinnung von Teilnehmern erfolgte einerseits durch direkte Anschreiben von Unternehmen oder per Newsletter, andererseits durch breit angelegte Hinweise auf die Umfrage auf den Websites von Kammern und Verbänden, Dienstleistern und Partnern sowie in Fachzeitschriften. 875 Teilnehmer haben sich an der Umfrage beteiligt. Nach sorgfältigen Qualitätssicherungsmaßnahmen wurden 557 vollständig von Unternehmen ausgefüllte Fragebögen zur Auswertung der Ergebnisse verwertet.


 


 


 

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