Neue B2B-Social-Media-Studie zeigt Facebook als großen Verlierer

Als Medienpartner hat das e-commerce Magazin die Social-Media-Studie des 1. Arbeitskreises Social Media B2B über B2B-Kommunikation begleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die sozialen Netze von Unternehmen sehr professionell eingesetzt werden mit dem Ziel, neue Kunden zu akquirieren. Der große Verlierer ist laut der aktuellen Studie aber Facebook.

Die aktuelle Studie des 1. Arbeitskreises Social Media B2B über die Bedeutung von Social Media in der B2B-Kommunikation belegt: Social Media ist in der Unternehmenskommunikation schon längst angekommen. Auch die Phase, in der Unternehmen diese Kanäle eher als Spielwiese betrachtet haben, ist längst vorbei. 96 Prozent der deutschen sowie 92 Prozent der österreichischen B2B-Unternehmen nutzen soziale Netzwerke, um ihre Kunden anzusprechen. Im Vergleich zu 2017 bedeutet das eine Steigerung um 5,5 beziehungsweise 7,8 Prozent.

Immer professioneller

Den Ergebnissen der Studie zufolge wird die B2B-Kommunikation der Unternehmen im Social-Media-Segment immer professioneller. Etwa 40 Prozent der 601 im Zeitraum von Juli bis August 2018 befragten Unternehmen beschäftigen für die Pflege der Kanäle eine Halbtagskraft. Die Ausnahme bilden kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern. Ihnen fehlen in der Regel die Ressourcen, sie scheuen den Aufwand oder stehen sozialen Medien skeptisch gegenüber.

Unternehmen selektieren Kanäle nach Zielgruppen

Facebook musste nach den Ergebnissen der Studie in diesem Jahr ordentlich Federn lassen. Die Nutzung ging in Deutschland um 5 Prozent, in Österreich sogar um 6 Prozent zurück. Nur noch 65,9 Prozent der deutschen Unternehmen gaben an, das Netzwerk von Mark Zuckerberg zu bespielen. In Österreich sind es 68,8 Prozent.

Auch Xing musste Einbußen von zwei Prozent auf 66,6 Prozent in Deutschland hinnehmen – in Österreich liegt die Marktdurchdringung bei 55,6 Prozent mit einem Minus von 5,2 Prozent. Zulegen dagegen konnten Linked-in und Twitter: in Deutschland um 2,3 Prozent auf einen Anteil von 61,3 Prozent, in Österreich um 5,4 Prozent auf 59,1 Prozent. Ähnliche Wachstumsraten weist auch das Netzwerk mit dem Vogel-Logo auf. In Deutschland wuchs Twitter um 2,0 Prozent auf 55,7 Prozent, während es in Österreich den Marktanteil um 5,0 Prozent auf 39,4 Prozent steigern konnte.   

Kunde im Visier

Das Social-Media-Engagement der Unternehmen dient vornehmlich einem Zweck: der Ansprache von Neu- und Bestandskunden. Die sozialen Netzwerke sollen ganz klar zum Geschäftserfolg beitragen. Aber auch für die Mitarbeitersuche werden die Kanäle eingesetzt – primär Xing und Facebook. Twitter dagegen fungiert vor allem als Kontaktmedium mit Influencern und Medien. Linked-in dient besonders als Marketinginstrument.

Eigener Content ist König

Ein weiteres Zeichen für die zunehmende Professionalität ist, dass Unternehmen mehr und mehr auf eigenen Content setzen. Die meisten stufen dies als wichtigsten Erfolgsfaktor ein. Es zeichnet sich ein klarer Trend zu visuell ansprechenden Inhalten ab – sei es als Video oder bewegte Grafik sowie mit ansprechenden eigenen Textbeiträgen. Unternehmen erkennen den Studienergebnissen nach, wie wichtig es ist, mit eigenen Inhalten das Unternehmen in den sozialen Netzen zu positionieren. Sie haben verstanden, dass der eigene Content zu mehr Authentizität und Unverwechselbarkeit verhilft und das Alleinstellungsmerkmal im Markt verstärkt. Dabei lassen sich Unternehmen im B2B-Umfeld gerne von Agenturen unterstützen.

Ausblick aufs kommende Jahr

Die Kommunikation über Social-Media-Kanäle wird sich auch im kommenden Jahr weiter professionalisieren. Viele der befragten Unternehmen wollen die Kanäle vor allem für das Recruiting von Mitarbeitern einsetzen. Gleichzeitig planen sie das Budget für Social Media zu erhöhen und in Deutschland in YouTube, Linked-in und Xing zu investieren, in Österreich dagegen in Linked-in, Xing und YouTube. Es fällt auf, dass für Facebook immer weniger Budgets geplant sind – für beide Länder gleichermaßen. 

Die detaillierten Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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