Neue Studie: Jedes vierte Unternehmen will Daten aus der Cloud zurückholen

In dem jetzt von Netwrix veröffentlichten Cloud Data Security Report 2019 wurden die Herausforderungen untersucht, vor denen Unternehmen stehen, die Daten in der Cloud speichern. Demnach würden 27  Prozent der deutschen Unternehmen “Unclouding” erwägen, also die Verschiebung von Daten aus der Cloud zurück zu einem On-premise-Standort. Die Hauptgründe dafür liegen dafür bei Sicherheit und Kosten.

Für den Report wurden weltweit rund 750 Unternehmen unterschiedlicher Größe befragt. Die Befragten gaben Auskunft über die Speicherung von Daten in der Cloud, ihre größten Bedenken hinsichtlich der Sicherung dieser Daten und ihre Pläne für die künftige Speicherung sensibler Daten in der Cloud.

Zusätzlich zur Veröffentlichung der Gesamtergebnisse der Untersuchung analysierte Netwrix das Feedback der deutschen Teilnehmer separat. Die wichtigsten Erkenntnisse für diese Gruppe im Überblick: 47 Prozent der befragten deutschen Unternehmen personenbezogene Daten in der Cloud speichert, würden 40 Prozent der deutschen Unternehmen dort niemals Zahlungs- oder Finanzdaten speichern. Die häufigsten Einflussfaktoren für die Verschiebung der PII in die Cloud waren Kostenreduzierung (40 Prozent) und Datenverfügbarkeit für mobile Mitarbeiter (33 Prozent). 62 Prozent der befragtenUnternehmen, die PII speichern, klassifizierten nicht ihre gesamten Daten; 50 Prozent von ihnen erlebten im vergangenen Jahr mindestens einen Sicherheitsvorfall. 54 Prozent der deutschen Unternehmen konnten den Bedrohungsakteur hinter ihren Sicherheitsvorfällen nicht ausmachen. 

Ein Viertel der Unternehmen denken über Unclouding nach

27 Prozent der deutschen Unternehmen würden "Unclouding", also die Verschiebung von Daten aus der Cloud zurück zu einem On-premise-Standort, künftig in Erwägung ziehen; ihre Hauptgründe dafür sind Sicherheit (45 Prozent) und Kosten (32 Prozent). 67 Prozent dieser Unternehmen haben ihre Daten nicht klassifiziert. Die Mehrheit (70 Prozent) derer, die Unclouding in Erwägung ziehen würden, möchten zuerst PII zurück verschieben.Um die Datensicherheit in der Cloud zu verbessern, planen 82 Prozent der deutschen Unternehmen, Daten zu verschlüsseln; 55 Prozent planen, Nutzeraktivitäten rund um die Daten zu überwachen. Vielen Unternehmen fehlen jedoch die Ressourcen, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen; nahezu die Hälfte (45 Prozent) sagte, ihr Budget für die Sicherheit der Cloud sei 2019 nicht gestiegen, und lediglich 18 Prozent berichteten eine Budgeterhöhung von durchschnittlich 17 Prozent.


Jürgen Venhorst ist Country Manager für die DACH-Region bei Netwrix, Anbieter von Lösungen für die Wiedererlangung der Kontrolle über sensible, regulierte und geschäftskritische Daten.

"Unternehmen bemühen sich zwar, die Datensicherheit zu verbessern, indem sie zu on-premise zurückkehren, sofern sie kein breitangelegtes Datensicherheitsprogramm unterhalten; sie laufen jedoch Gefahr, auf dieselbe Problematik zu stoßen", erklärt Jürgen Venhorst, Country Manager der DACH-Region bei Netwrix. "Die Ermittlung und Klassifizierung von Daten ermöglicht ihnen festzustellen, welche Daten sie besitzen und wo sich diese befinden, so dass sie sich auf den Schutz ihrer geschäftskritischen Vermögenswerte - egal, ob on-premise oder in der Cloud - konzentrieren können. Unterdessen ermöglicht ihnen die Überwachung und Überprüfung der Nutzeraktivität, verdächtige Aktivitäten rechtzeitig auszumachen und zu untersuchen, um Sicherheitsvorfälle zu vermeiden. Und eine regelmäßige Risikobewertung hilft ihnen, ihre Sicherheitsstrategie entsprechend an die aktuelle Bedrohungslandschaft anzupassen." (sg)

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