Neue Untersuchung: Jeder fünfte Online-Schnäppchenjäger wird mit gefälschten Produkten betrogen

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Zeitgleich mit den beginnenden Weihnachtseinkäufen, veröffentlicht MarkMonitor, Anbieter im Bereich Markenschutz, seinen Shopping Report mit dem Schwerpunkt Bekleidung und Luxusartikel zeigt, dass jeder fünfte Schnäppchenjäger in den USA und Europa bei der Suche nach günstigen Angeboten unbeabsichtigt auf E-Commerce-Seiten eingekauft hat, die gefälschte Produkte anbieten. Schnäppchenjäger und Kunden, die gezielt nach Fälschungen suchen, stehen dabei in einem Verhältnis von 20 zu 1.

Unter Einsatz seiner urheberrechtlich geschützten Technologie zur Erfassung von Online-Shopping-Gewohnheiten, arbeitete MarkMonitor gemeinsam mit Nielsen, einem weltweit führenden Anbieter von Informationen über das Konsumverhalten von Verbrauchern, daran, anonymisierte Daten zu analysieren. Diese wurden über einem Zeitraum von neun Monaten bei mit entsprechenden Zugriffsrechten ausgestatteten und aus sechs verschiedenen Ländern stammenden Online-Probanden von Nielsen erhoben. Für die Studie wurden knapp fünf Millionen Shopping-Sessions untersucht, wobei der Fokus auf die verwendeten Suchbegriffe der Verbraucher – wie ‚Fälschung’, ‚Kopie’, ‚günstig’ oder ‚discount’ – gelegt wurde, um ihre Absicht zu erkennen. Etwa ein Fünftel der Schnäppchenjäger aus den USA und Europa (zum Beispiel diejenigen, die nach günstig, discount oder outlet gesucht haben) gelangten auf Seiten, die Fälschungen anstatt legale Waren verkaufen. Der Umsatz – definiert als ‚etwas in den Warenkorb legen’ – war bei den Besuchen solcher Seiten höher als bei Besuchen von Seiten, die Originalware verkaufen.

„Betreiber unseriöser E-Commerce-Seiten lauern den Verbrauchern auf, wodurch Markeninhabern Geschäfte entgehen. Die Ergebnisse unseres Shopping Reports unterstreichen, wie wichtig es ist, im digitalen Zeitalter proaktive Markenschutzstrategien zu entwickeln“, erklärt Frank Schulz, Regional Manager Central Europe bei MarkMonitor.

Darüber hinaus untersuchte der MarkMonitor Shopping Report verschiedene demographische Faktoren – einschließlich Alter, Einkommen, Bildungsstand und Haushaltsgröße – und stellte fest, dass es nur minimale demographische Unterschiede zwischen Online-Konsumenten, die gezielt nach Fälschungen suchen, und Schnäppchenjägern, die nach legaler Ware suchen, gibt. Beispielsweise hat in den USA etwa ein Viertel der Online-Käufer legitimer Markenartikel (26 Prozent) genauso wie ein Viertel der Käufer von gefälschter Ware (26 Prozent) einen Abschluss nach vierjährigem College-Studium oder höher. 37 Prozent der amerikanischen Käufer, die nach legalen Angeboten suchen, und 38 Prozent der Käufer, die nach gefälschten Artikeln suchen, haben einen jährliches Einkommen von weniger als 50.000 US Dollar. In europäischen Ländern entspricht die Zahl derer, die mehr als 54.000 US Dollar im Jahr verdienen, bei beiden Käufergruppen 17 Prozent.

„Diese Ergebnisse stellen die gängige Annahme, Käufer gefälschter Waren unterscheiden sich merklich von Konsumenten echter Markenartikel, deutlich in Frage“, sagt Eric Solomon, Senior Vice President, Global Digital Audience Measurement bei Nielsen. „In Amerika steht der Cyber Monday – der Montag nach Thanksgiving, der für große Online Verkaufsaktionen bekannt ist – vor der Tür. Verbraucher sollten vor allem an diesem Tag sehr wachsam beim Online-Shopping sein.“ Bei vielen gefälschten Waren wird der Preis mit 25 bis 50 Prozent Rabatt so festgesetzt, als handle es sich um legale Produkte im Schlussverkauf. Diese plausiblen Preise geben Schnäppchenjägern das Gefühl, ein gutes Geschäft zu machen. Dazu tragen auch immer seriöser wirkende Internetauftritte von Fälschern bei, deren Layout möglichst nah an das der jeweiligen Marken angelehnt wird.

“Wenn das Weihnachtsgeschäft näher rückt, sind Anbieter sehr motiviert, ihren ROI und ihre Einnahmen zu steigern. Die einzigartige Methodik, die wir gemeinsam mit Nielsen entwickelt haben, unterstützt Markenunternehmen, da sie neue Einblicke in die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen liefert“, erklärt Frank Schulz. „Wir kombinieren die anonymisierten Paneldaten von Nielsen mit Informationen über gefährliche Seiten und Traffic. So generieren wir einen einzigartigen Blickwinkel auf Konsumentengewohnheiten über verschiedene E-Commerce-Kanäle hinweg und helfen Markeninhabern, Traffic- und Einkommensverluste auszugleichen.

Methodik und Verfügbarkeit

Die Studie, die zwischen Juli 2011 und März 2012 durchgeführt wurde, analysiert die Beziehung zwischen Online-Käufern, den Suchbegriffen, die sie verwenden, und den Seiten, die sie bei der Suche nach Bekleidung und Luxuswaren besuchen. Dabei wurde der Traffic dieser Seiten mithilfe von anonymisierten Paneldaten und Stichwortsuche von den Analysten von MarkMonitor überprüft. Gegenstand der Untersuchung waren 1.000 Webseiten, die legale Waren verkaufen, sowie 800, die gefälschte Produkte anbieten. Die Analysten unterschieden Verbraucher danach, ob sie Fälscherseiten besuchten und ob sie mit ihren Suchbegriffen gezielt nach Schnäppchen suchten. Die Online-Probanden von Nielsen stammen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, der Schweiz, Großbritannien und den USA.

Der MarkMonitor Shopping Report ist ab sofort kostenlos verfügbar unter  https://www.markmonitor.com/2012shoppingreport/

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