Neuer Software-Baukasten für Kartenmanagement unterstützt bargeldlosen Zahlungsverkehr

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Viele der heute verwendeten Kartenmanagement-IT-Systeme wurden in den 1970er und 1980er Jahren in den USA entwickelt, um den bargeldlosen Zahlungsverkehr zu ermöglichen. Die Systeme decken zwar die mit der Kreditkarte in Verbindung stehenden Funktionalitäten ab, weisen aber einen monolithischen Aufbau auf. Diese müssen aufgrund der aktuellen Anforderungen erneuert werden.
bargeldlosen Zahlungsverkehr

Quelle: Payworld-IT

  • Neue Lösung erlaubt modulare Ergänzung bestehender Shop-Systeme mit neuen Funktionen
  • Mit der Lösung ist eine schrittweise Ablösung bisheriger monolithischer Softwarestrukturen während des laufenden Betriebs möglich.

Das Alter der Kartenmanagement-Software, ihre Komplexität und geschlossene Struktur werden jedoch zunehmend zum Problem, da nach bis zu 40 Jahren kaum mehr das Personal vorhanden ist, um solche Systeme zu erweitern oder zu warten. Die Payworld-IT GmbH hat jetzt das erste modulare Kartenmanagementsystem PSX2 für „Issueing Processing“ entwickelt, das es erlaubt, vorhandene Systeme für den bargeldlosen Zahlungsverkehr flexibel um neue Funktionalitäten zu ergänzen.

Die Software PSX2 besteht aus sogenannten Hexagonen, also Paketen von Softwareroutinen, die eine in sich geschlossene Funktionalität abbilden. Sie lassen sich über eine API-Schnittstelle mit vorhandenen Systemen verknüpfen. Zudem unterstützt der sukzessive Austausch von Teilen des bestehenden Kartenmanagements durch softwaretechnisch aktuelle und überschaubare Hexagone die schrittweise Modernisierung des Systems.

Moderne Systemumgebung für bargeldlosen Zahlungsverkehr

Payworld-IT GmbH Koch
Horst-Dieter Koch ist Geschäftsführer der Payworld-IT GmbH.

„Die alten Kartenmanagementsysteme bilden aufgrund des ihnen zugrundeliegenden Eigenständigkeits- und Autonomiegedankens eine komplette Software- und Systemumgebung, wie sie eigentlich bereits in jedem Bankensystem existiert“, erklärt Horst-Dieter Koch, Geschäftsführer der Payworld-IT GmbH.
Der extreme Umfang an Software in diesen Kartenmanagementsystemen wurde noch zusätzlich erhöht, da sie als ursprünglich US-amerikanische Entwicklungen erst umfassend an den europäischen Markt mit seinen deutlich unterschiedlichen Bankenregelungen angepasst werden mussten. Sie verfügten daher von Anfang an über eine massive unstrukturierte Funktionalität, die nur durch viel IT-Personal steuerbar war.

Alternativen zu komplexen Systemen gesucht

Der personelle Aufwand hat sich im Laufe der Zeit noch verstärkt, da aufgrund von Änderungen im Bankwesen wie etwa SEPA und PSD2 eine Vielzahl von Erweiterungen und neuen Funktionalitäten hinzugekommen sind, die noch unhandlichere Strukturen zur Folge hatten. „Zwar werden die Systeme durch Oberflächenveränderungen immer wieder moderner gemacht, ihr Kern bleibt jedoch alt, komplex und wird immer schwerer zu warten“, erläutert Koch.

Trotz dieser Nachteile halten sowohl Banken mit eigenem, integriertem Kartenmanagement als auch Kartenmanagement-Dienstleister, sogenannte Prozessoren, weiter an ihnen fest. Dafür verantwortlich ist vor allem die Tatsache, dass der Umstieg auf eine andere der bisher vorhandenen Kartenmanagementlösungen kaum durchführbar ist: Durch das Fehlen modularer Strukturen in diesen monolithischen Systemen ist ein sukzessiver Austausch von Komponenten nicht möglich, sondern nur der Komplettumstieg in einem Rutsch. Das wiederum hätte die Konvertierung sämtlicher, im alten System vorhandenen Daten und Funktionen und deren Übertragung auf das neue System zur Folge – ein Vorgang, der sehr viel Zeit und Personalaufwand in Anspruch nehmen kann und daher wirtschaftlich kaum darstellbar ist.

Nutzung der vorhandenen Strukturen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr

Damit blieb den Betreibern der Kartenmanagementsysteme bislang nur die weitere Nutzung der vorhandenen Strukturen. Dies stellt mittlerweile jedoch eine enorme Herausforderung dar: Soll ein System erweitert oder auch nur gewartet werden, fehlt häufig das Personal, um diese schwierige Aufgabe durchzuführen. „Die Entwickler, die diese Software vor 30 bis 40 Jahren programmiert haben und das notwendige Fachwissen besitzen, sind heute in Rente“ erläutert Koch. „Neues Personal muss aufgrund der großen Komplexität erst sehr lange eingearbeitet werden, um das System zu beherrschen. Von der im Markt notwendigen schnellen Umsetzung neuer Funktionalitäten ist man damit weit entfernt.“

Modulare Ergänzung bisheriger Systeme durch Baukastensystem

Ein neu entwickeltes Kartenmanagementsystem könnte nun durch moderne Softwarestrukturen und eine völlig neue Gestaltung von Funktionalitäten so etwas wie einen Paradigmenwechsel einleiten. Die in Fürth ansässige Payworld-IT GmbH hat ein modulares Softwarekonzept für Kartenmanagement entwickelt, das vorhandene monolithische Systeme gezielt um neue Funktionen ergänzen oder komplett ersetzen kann.

„PSX2 ist ein Baukastensystem bestehend aus sogenannten Hexagonen. Jedes Hexagon repräsentiert eine Anzahl von Programmen, die innerhalb des Hexagons eine eigene, interne Kommunikation betreiben, um eine bestimmte Funktion zu erfüllen. Diese Funktion wird vollständig und nur an dieser Stelle erbracht“, erläutert Koch. Zudem verfügt jedes Hexagon über eine klare Eingangs- und Ausgangsschnittstelle, die seine Versorgung mit Informationen sichert sowie die Übernahme seiner Ergebnisse durch andere Hexagone oder externe Systeme erlaubt.

„Diese API-Schnittstellen gewährleisten die Kompatibilität mit den vorhandenen Kartenmanagementsystemen, die auf diese Weise um die Funktionalität des Hexagons erweitert werden können“, so Koch. Da die Hexagone jeweils eine in sich geschlossene Funktionalität abbilden, die andere Funktionalitäten nicht tangiert, können sie autonom gepflegt und weiterentwickelt werden. Dazu trägt auch bei, dass die Datenbasis für jedes Hexagon – also für jede Funktionalität – separat ist. Dies ist ein Vorteil gegenüber den bisherigen Kartenmanagementsystemen, die nur über eine einzige Datenbasis verfügen und daher ein komplexes Datenbanksystem benötigen.

bargeldlosen Zahlungsverkehr
Das modulare Kartenmanagementsystem PSX2 besteht aus sogenannten Hexagonen, also Paketen von Softwareroutinen, die eine in sich geschlossene Funktionalität abbilden. (Bild: Payworld-IT)

Aufgrund der besonderen Software-Architektur des PSX2 bietet es sich an, ein vorhandenes Kartenmanagement mit einzelnen Hexagonen zu erweitern. „Benötigt ein System beispielsweise drei zusätzliche Bausteine, können genau diese Komponenten aus dem PSX2 ausgewählt und über die API angebunden werden“, erklärt Koch. Beispiele für Hexagone, die hier besonders relevant sein könnten, sind:

  • TX2 – Transaction: Austausch von Clearingdaten mit den internationalen Netzwerken der Kartenzahlungssysteme
  • SE2 – Settlement: Abrechnung und Nachweis des Settlements mit den Kartenzahlungssystemen
  • AX2 – Authorization: Datenaustausch mit einem Autorisierungssystem.

Neben der Ergänzung ist auch ein schrittweises Ablösen von Teilen eines bestehenden Kartenmanagementsystems durch Hexagone aus dem PSX2 im laufenden Prozess möglich. Das erlaubt eine stückweise Modernisierung der eigenen Verarbeitung, da sukzessive ein System entsteht, das sich leichter pflegen und warten lässt.

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Das Web-Portal PCP ermöglicht sowohl den Zugriff auf alle Funktionen des PSX-Systems bezüglich Datenverwaltung und Parametrierung wie auch auf andere Anwendungen. (Bild: Payworld-IT)

Betrieb auf verschiedenen Plattformen für bargeldlosen Zahlungsverkehr

Von Vorteil ist in diesem Zusammenhang auch die Betriebssystem-Infrastruktur, auf der das PSX2 aufbaut und die eine von der Zielplattform unabhängige, skalierbare Implementierung erlaubt. Die Software funktioniert unter Betriebssystemen der z- und pSeries von IBM, Linux und Unix. Dies ermöglicht auch verschiedene Software-Architekturen innerhalb eines Kartenmanagementsystems, da die einzelnen Hexagone auch auf unterschiedlichen Plattformen laufen und dennoch optimal zusammenarbeiten.

Die Steuerung des PSX-Systems erfolgt dabei über die einfach zu bedienende grafische Browser-Oberfläche Payment Card Portal (PCP). Die Eigenschaften beziehungsweise die grundsätzliche Flexibilität des PSX2 eröffnen darüber hinaus noch weitere Optionen, darunter beispielsweise den Aufbau eines In-house-Kartenmanagements für Banken, die bislang noch über kein integriertes System verfügen.

In-house-Lösung für Banken ohne eigenes Kartenmanagementsystem

Banken, die bisher über kein eigenes Kartenmanagementsystem verfügen, können sich dieses vergleichsweise einfach und kosteneffizient ins Haus holen. Das integrative Kartenmanagement mit PSX2 ergänzt in diesem Fall das Bankensystem mit den für Kreditkartenzahlungssysteme erforderlichen Zusatzeinrichtungen – und das in einer Form, die offen ist für die eigene Gestaltung der Produkte. In den meisten Fällen fehlen dem Bankensystem nur wenige Funktionen, die durch PSX2-Komponenten abgedeckt werden können.

Neben einer zertifizierten Anbindung zur Übernahme der Clearing-Daten der Kartenzahlungssysteme wie MasterCard oder Visa für den bargeldlosen Zahlungsverkehr sind das ein Abrechnungssystem für die tägliche Abwicklung des Settlements, eine Möglichkeit für ein Chargeback unberechtigter Transaktionen sowie die Option, auf die Autorisierungen von Kartenzahlungstransaktionen Einfluss zu nehmen. Des Weiteren ist häufig eine Komponente zur Produktgestaltung und zur Kartenerstellung und deren Verwaltung zu ergänzen sowie eine Komponente für die individuelle Preisgestaltung.

Die Payworld-IT GmbH ist ein Softwarehaus im Bereich kartenbasierter Abrechnungssysteme für den bargeldlosen Zahlungsverkehr im deutschsprachigen Raum. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Software-Entwicklung und Projektleitung in allen Bereichen der Transaktionsverarbeitung des Issuing Processing bietet Payworld-IT eine flexible und kostengünstige Realisierung der Anforderungen von Banken und Karten-Prozessoren. (sg)

Lesen Sie auch: Kontaktlose Zahlung: Drogeriekette führt deutschlandweit neues System ein

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